Drei Wege zum Gipfelglück: Im Allgäuer Bergdorf Pfronten warten drei Berghütten mit ganz eigenen Geschichten. Ein echter nepalesischer Sherpa, ein frisch verliebtes Paar und eine Veggie-Pionierin machen den Einkehrschwung zum besonderen Erlebnis. Wandern war selten noch so verlockend.
Zwischen Himalaya und Allgäu
Wer hätte gedacht, dass man auf knapp 1.500 Metern in den Allgäuer Alpen authentische Momos bekommt? Ang Kami Lama, der 39-jährige Hüttenwirt der Hochalphütte am Breitenberg, hat 2022 den Mount Everest bestiegen – und kurz darauf Deutschlands erste nepalesische Berghütte übernommen. Gemeinsam mit seiner Frau Lhemi und Sohn Riaan verbindet er seitdem zwei Welten: Allgäuer Schmankerl treffen auf gedämpfte Teigtaschen aus dem Himalaya. "Das sind gedämpfte Teigtaschen, wie sie typischerweise im Himalaya hergestellt werden und die entweder mit Rinderhackfleisch oder mit Spinat gefüllt sind", erklärt er. Wer nicht zu Fuß aufsteigen möchte, nimmt die Breitenbergbahn bis zur Bergstation und spaziert von dort in wenigen Minuten zur Hütte. Weiter oben, auf 1.838 Metern direkt am Gipfel des Breitenbergs, haben Sophie Drees und Andreas Driendl erst im Dezember die Ostlerhütte übernommen – eine Geschichte, die mit einem spontanen Urlaub begann und mit einem Neuanfang zu zweit endete. Sophie, ehemalige Fitnessstudio-Leiterin aus dem Emsland, kam im Januar 2025 erstmals ins Allgäu, verliebte sich in die Berge und in Andreas, den erfahrenen Ex-Eishockeyprofi – und blieb einfach. Heute empfängt sie GästInnen mit ansteckender Begeisterung, während das 360-Grad-Panorama für sich selbst spricht. Die Hütte bietet neben Tagesverpflegung auch komfortable Zimmer und ein 12er-Matrazenlager.
Veggie-Vision mit Wurzeln
Den dritten und vielleicht überraschendsten Weg zum Gipfelglück beschreitet Silvia Beyer auf der Hündeleskopfhütte. Bereits 2015 machte die gelernte Hauswirtschaftsmeisterin die auf 1.180 Metern gelegene Hütte zur damals ersten vegetarischen Berghütte der Alpen – eine Entscheidung, die sie schon als Zwölfjährige auf dem elterlichen Bauernhof in der Tiefe ihres Herzens gefällt hatte. Heute serviert sie klassische Allgäuer Küche ohne Fleisch: von Kässpatzen über Krautkrapfen bis hin zu veganer Zucchini-Lasagne, zubereitet mit Zutaten von regionalen Biobauern und einer gentechnikfrei zertifizierten Sennerei. Die Hütte ist von Pfronten-Kappel in 45 bis 60 Minuten zu Fuß erreichbar und kinderwagengerecht – ein seltenes Alleinstellungsmerkmal in der Alpenwelt. Zweimal jährlich finden hier Jodelkurse statt, monatlich ein Jodel- und Sing-Stammtisch. Wer Pfronten als Basislager für all das wählt, findet sich in einer Region wieder, die mit 13 Ortsteilen, einer beeindruckenden Burgkulisse und Nachbarn namens Neuschwanstein und Linderhof ohnehin schwer zu überbieten ist. Die Pfronten Outdoor-App begleitet WanderInnen dabei mit Karte zur Offlinenutzung und einer Auswahl an Touren, Hütten und Erlebnisangeboten.
Über Pfronten Tourismus
Pfronten liegt im südlichen Allgäu, eingebettet zwischen den Allgäuer und Tiroler Alpen, und erstreckt sich mit seinen 13 Ortsteilen über drei Höhenlagen. Die Region besticht durch eine außergewöhnliche Naturkulisse mit Seen, Wäldern, Wiesen und Deutschlands höchstgelegener Burgruine Falkenstein – und liegt in direkter Nachbarschaft zu Neuschwanstein und Linderhof. Die Breitenbergbahn erschließt den 1.838 Meter hohen Hausberg auch für weniger geübte BerggängerInnen bequem per Sessellift. Pfronten Tourismus bietet ganzjährig geführte Erlebnispakete, eine eigene Outdoor-App sowie vielfältige Unterkünfte – von der Hütten-Suite bis zum selbstgebauten Iglu. Kulturell lädt die Region mit Ortswanderungen, der traditionellen Pfrontener Viehscheid und einem 'Kreativstadel' für alte Handarbeitskünste wie Filzen und Glasperlendrehen zum Entdecken ein.