Die neue künstlerische Leiterin des Schauspielhauses Wien heißt Sara Ostertag. Damit verbunden ist eine enge Partnerschaft mit dem TEATA in der Gumpendorferstraße. Das TEATA versteht den Zusammenschluss als Erweiterung seines bisherigen Modells: Zusammenarbeit mit freien Gruppen, Mehrsprachigkeit und neue theatrale Formen bleiben zentral – bekommen aber eine größere strukturelle Reichweite.
Inhaltliche Verzahnung
Das Schauspielhaus bleibt ein Ort für deutschsprachige Gegenwartsdramatik im Ensemblebetrieb. Das TEATA setzt seinen mehrsprachigen Ansatz fort und arbeitet weiterhin in enger Verbindung mit der Freien Szene. Neu ist eine stärkere inhaltliche Verzahnung: Künftig werden Programme aufeinander abgestimmt, Autor:innen über beide Häuser hinweg entwickelt und begleitet. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung eines Hausautors – Amir Gudarzi –, der kontinuierlich in die künstlerische Arbeit eingebunden ist.
"Ich denke das als eine Art Geschwisterverhältnis: zwei Orte mit eigener Identität, eigenem Rhythmus und eigener Handschrift. Was sie verbindet, ist das Interesse am dramatischen Text, an Autor:innen-Theater und an unterschiedlichen Formen von Sprache auf der Bühne. Wenn diese beiden Orte beginnen, Ressourcen, Wissen und Spielweisen zu teilen, entsteht mehr Raum für neue Texte, neue Formen und neue Kooperationen". so die designierte Schauspielhausleiterin Sara Ostertag. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung eines Hausautors – Amir Gudarzi –, der kontinuierlich in die künstlerische Arbeit eingebunden ist.
Das weitere Team
Das TEATA-Team setzt seine Zusammenarbeit fort: Dramaturg Dirk Baumann am Schauspielhaus und Dramaturgin Anita Buchart am TEATA arbeiten als feste Schnittstellen der jeweiligen Häuser. Im Outreach verbinden Mana Samadzadeh und Amalija Stojsavljevic beide Häuser und bauen Kooperationen mit Ausbildungsinstitutionen wie Mozarteum, MUK, Max Reinhardt Seminar und Akademie der bildenden Künste aus.
"Leiten heißt für mich auch, Verantwortung zu teilen, auf Basis von Vertrauen und gewachsenen Arbeitsbeziehungen. So entsteht ein Gefüge, das bestehende Strukturen stärkt und gleichzeitig Raum für neue Entwicklungen schafft. Eine Theater-Partnerschaft in dieser Form gibt es in Europa bisher nicht", sagt Ostertag anlässlich ihrer Bestellung.