Wasser ist die unsichtbare Grundlage jedes grossen Weins – doch die Weinbranche unterschätzt diese Ressource noch immer. Mit dem neuen Bericht 'Saving Every Drop in Wine' setzt die Porto Protocol Foundation ein starkes Zeichen: für mehr Bewusstsein, mehr Verantwortung und eine nachhaltigere Zukunft des Weinbaus weltweit.
Wasser im Weinbau: Ein Weckruf mit globaler Reichweite
Ende April veröffentlichte die Porto Protocol Foundation ihren mit Spannung erwarteten Bericht 'Saving Every Drop in Wine' – ein über 200 Seiten starkes Dokument, das globales Fachwissen mit praktischen Erfahrungen aus der Branche vereint. Dürren, unregelmässige Niederschläge und extreme Wetterereignisse haben Wasserverfügbarkeit im Weinbau längst zur operativen Herausforderung gemacht, nicht zur blossen Zukunftsvision. Der Bericht analysiert Wasser entlang vernetzter Systemebenen – von globalen ökologischen Kreisläufen über traditionelle und indigene Praktiken bis hin zu regenerativer Hydrologie – und liefert dabei keine Einheitslösung, sondern spiegelt die beeindruckende Vielfalt der Weinbauregionen wider. "Wasser steht noch immer nicht im Fokus, wenn es darum geht, die Auswirkungen der Weinbranche zu definieren – genau dort gehört es jedoch hin", betont Adrian Bridge, Leiter der Porto Protocol Foundation.
Expertise, die bewegt: Stimmen aus Wissenschaft und Praxis
Was den Bericht besonders wertvoll macht, ist die breite Expertise der mitwirkenden Fachleute: Unter der Projektverantwortung der brasilianischen Winzerin Jihany Brecci haben renommierte ExpertInnen wie Dr. Cornelis van Leeuwen, Dr. Hervé Quénol, Linda Johnson-Bell und Nicolas Quillé MW ihre Perspektiven eingebracht. "Die Weinbranche steht in Bezug auf Wasser an einem Scheideweg", erklärt Brecci. "Wissenschaftliche Erkenntnisse einerseits und praktische Erfahrungen der WinzerInnen andererseits sollen helfen, fundierte und langfristige Entscheidungen zu treffen." Das Ergebnis ist ein Dokument, das Weinbauende weltweit dazu einlädt, Wasser nicht als externe Ressource zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil eines lebendigen Ökosystems – ein Paradigmenwechsel mit echter Strahlkraft.
Über die Porto Protocol Foundation
Die Porto Protocol Foundation ist ein globales Netzwerk, das von Taylor's Port gegründet wurde und die Weinbranche dabei unterstützt, die Folgen des Klimawandels aktiv zu bekämpfen und Nachhaltigkeit voranzutreiben. Als offene Plattform vereint sie über 250 Mitglieder auf fünf Kontinenten und in zwanzig Ländern, die die gesamte Wertschöpfungskette der Branche abdecken. Mit einem gezielten Fokus auf Wassermanagement, nachhaltige Verpackung, Ökosystem-Wiederherstellung und Klimastrategie treibt das Porto Protocol Innovation voran und vernetzt AkteurInnen, die gemeinsam an wirksamen und systemischen Lösungen arbeiten.