Die 64. Viennale feiert ihren offiziellen Abschluss heute Dienstag, 3. November 2026, mit der Gala-Vorführung des Films THE LONELIEST MAN IN TOWN von Tizza Covi und Rainer Frimmel. Ein an Höhepunkten und schönen, besonderen Momenten reiches Festival geht zu Ende – und das äußerst erfolgreich. Mit 78.800 verkauften Tickets konnte der hohe Level aus dem Vorjahr sogar noch leicht übertroffen werden.
112 der insgesamt 330 öffentlich zugänglichen Vorstellungen – und damit mehr als ein Drittel – waren ausverkauft. Dazu kamen knapp 3.500 Besucher:innen, die den Weg ins Funkhaus, unsere diesjährige Festival-Zentrale, fanden, um an den Gesprächen und Diskussionen mit Filmschaffenden und Expert:innen teilzunehmen. Oder sich an fünf Konzert/Party-Nächten der Musik und dem Tanzen hinzugeben. „Ich bin noch immer überwältigt von diesen zwei vibrierenden Festivalwochen“, blickt Viennale Direktorin Eva Sangiorgi begeistert zurück. „Es ist ein außergewöhnliches Privileg, Teil davon zu sein. Die positive Resonanz des Publikums zeigt einmal mehr, wie wichtig die Viennale für diese Stadt ist und wie sehr sie auch international geschätzt wird – von den vielen Menschen, die von auswärts zu uns kommen. Wir durften außergewöhnliche, ungemein großzügige Gäste begrüßen, die sich von der Begeisterung in den Kinosälen anstecken ließen. Ich habe das Gefühl, dass wir in diesem Jahr noch enger zusammengerückt sind: mit unserem treuen Publikum, mit jungen und ganz jungen Menschen, aber auch mit der Filmbranche. Gemeinsam mit unseren Branchenpartner:innen haben wir zahlreiche Gelegenheiten geschaffen, bei denen Filmschaffende und Fachleute zusammenkommen, einander begegnen und sich austauschen konnten.“ Der erste ganz besondere Moment dieser Ausgabe stellte sich gleich zu Beginn ein. Seit die Viennale im Jahr 1960 ins Leben gerufen wurde, hatte noch nie ein experimenteller Kurzfilm das Festival eröffnet. Diese Ehre wurde dem österreichischen Filmemacher Johann Lurf zuteil, der sein 21-minütiges, im 70mm-Format projiziertes Werk bei der Eröffnungsgala im Gartenbaukino präsentierte. Dass mit Tizza Covis und Rainer Frimmels THE LONELIEST MAN IN TOWN ein weiterer heimischer Film das Festival beschließt, spannt laut Eva Sangiorgi „einen Bogen über all das, was uns am Kino wichtig ist: einerseits die faszinierende Kraft einer Kunst, die aus der Technik hervorgegangen ist und sich mit ihr immer weiterentwickelt hat. Auf der anderen Seite großes Autorenkino, das die Wirklichkeit auf unverwechselbare Weise erfasst, mit Menschlichkeit und Poesie. Zwei der kostbarsten Entdeckungen des internationalen Filmjahres – und zugleich ein schöner Anlass, ein außergewöhnliches Jahr für das österreichische Kino zu feiern.”
VIENNALE IN ZAHLEN
78.800 verkaufte Kinotickets
ca. 3.500 Besucher:innen in der Zentrale im Funkhaus