Das ist ein neuer Höchstwert. So hoch war der Eierkonsum noch nie. Auch im Lebensmitteleinzelhandel ist die Nachfrage seit 2015 um 25 Prozent gestiegen. Laut RollAMA Motivanalyse 2025 ist die regionale Herkunft von Eiern für 82 Prozent der Konsumenten wesentlich.
"Die Konsumentinnen und Konsumenten konsumieren immer mehr Eier. Sie wollen wissen, woher sie kommen und wie die Legehennen gehalten werden", sagt Martin Greßl, Leiter der Qualitätsstrategie der AMA-Marketing.
Mehr Bio-Eier und Eier aus Freilandhaltung
Mehr als die Hälfte der im Supermarkt verkauften Eier waren im Vorjahr Bio- und Freilandeier. Die Eierwirtschaft reagiert auf die Entwicklung der vergangenen Jahre: bis Ende 2027 wird in rund 500.000 neue Stallplätze für zusätzliche Legehennen investiert. Laut Branche wird in alle Haltungsformen investiert, vor allem in der Freiland- und Biohaltung wird ein nennenswerter Zuwachs erwartet. „Zu Ostern kam es in ganz Europa kurzfristig zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern. Inzwischen hat sich die Situation wieder entspannt. Die Versorgung ist für das laufende Jahr gesichert – auch mit Blick auf die bevorstehende Backsaison rund um Weihnachten“, sagt Greßl.
Mit jedem Griff ins Regal werden die Betriebe und 12.800 Arbeitsplätze gestärkt. Auch Handel, Gastronomie und Verarbeitungsbetriebe tragen mit ihren Kaufentscheidungen dazu bei, die regionale Produktion langfristig abzusichern“, appelliert Greßl.
AMA-Gütesiegel als Orientierung
Beim rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel beginnt die Qualitätssicherung bereits bei der Legehenne: Dazu gehört unter anderem die österreichische Herkunft ab Geburt, das Verbot von Käfighaltung, die verpflichtende Mitgliedschaft des Betriebes im Tiergesundheitsdienst und zertifizierte Futtermittel. Die Eier werden direkt am Legehennenbetrieb gestempelt. Jährliche, unabhängige Kontrollen vom Stall bis ins Regal sichern die Einhaltung der Anforderungen. Die Eier sind bis zum einzelnen Betrieb rückverfolgbar; die Warenströme werden zentral in der Eierdatenbank erfasst.