Passwort vergessen?
 
Neuen Account erstellen
 
Warum registrieren
 
Nachricht
DruckenArtikel als pdf anzeigen

Jubel für 'Samson und Dalila' _ ein Rückblick auf die operklosterneuburg 2026 – Jubel für „Samson und Dalila“
Kristian Benedikt als Samson und Margarita Gritskova als  Dalila im Rahmen der operklosterneuburg 2026
© schark/Kristian Schark
  

Der Sommer in Klosterneuburg war operativ gesehen ein voller Erfolg: 85 Prozent Auslastung, Standing Ovations und ein Publikum, das sich von Saint-Saëns' 'Samson und Dalila' von der ersten bis zur letzten Minute mitreißen ließ. Rund 9000 BesucherInnen strömten in den einzigartigen Kaiserhof des Stiftes–und bewiesen damit: Das Publikum hungert nach künstlerischer Qualität und dem Mut zum Besonderen.

"Oper lebt, wenn man neue Wege geht"

Intendant Peter Edelmann zieht eine klare Bilanz: "Ich freue mich sehr, dass wir mit 'Samson und Dalila' zeigen konnten, dass unser Publikum auch bei weniger bekannten Stücken Feuer fängt. Wir haben bewiesen: Oper lebt! Und sie lebt vor allem auch dann, wenn man neue Wege geht und seinem Publikum etwas Besonderes zutraut." Mit dieser Strategie haben Edelmann und Festivalleiter Franz Brenner eindrucksvoll demonstriert, dass qualitätsbewusstes Publikum nicht nach Namen schreit, sondern nach echten künstlerischen Erlebnissen hungert – und bereit ist, dafür Standing Ovations zu spenden.

Margarita Gritskova: Triumph als Dalila

Im Mittelpunkt des Erfolgs stand Margarita Gritskova, eine Künstlerin, die in Klosterneuburg schon lange Publikumsliebling ist: Sie gab als Dalila ihr Debüt in dieser anspruchsvollen Partie und wurde dafür von KritikerInnen wie Publikum gleichermaßen gefeiert. Mit ihrem warmen, dunkel leuchtenden Mezzosopran, ihrer enormen Bühnenpräsenz und einer faszinierenden Mischung aus Verführung, Verletzlichkeit und Macht gestaltete Gritskova Dalila zu einer Figur von großer emotionaler Tiefe. Vom ersten Auftritt bis zum berühmten „Mon coeur s’ouvre' ta voix“ entwickelte sie eine magnetische Sogwirkung, der sich das Publikum kaum entziehen konnte.

Weltklasse auch bei Samson und Grand Prêtre

An ihrer Seite brillierte Kristian Benedikt als Samson. Als international gefragter Tenor brachte der Litauer die für die Partie notwendige Präsenz und Durchschlagskraft ebenso mit wie große musikalische Sensibilität. Seine Interpretation des hebräischen Helden verband intensive Bühnenpräsenz mit stimmlicher Weltklasse. Auch Serban Vasile als Grand Prêtre setzte einen starken Akzent und fügte sich mit seiner kraftvollen, souveränen Interpretation nahtlos in das hochkarätige Sängerensemble ein. Überhaupt überzeugte die gesamte Besetzung nicht nur mit außergewöhnlicher vokaler Qualität, sondern auch mit jener Spielfreude und Unmittelbarkeit, durch die einen großen Opernabend erst zum wahren Erlebnis wird.

Kaiserhof als spektakuläre Opernbühne

Die Inszenierung von Mario Pavle del Monaco verband gelungene Personenführung mit einem klaren dramatischen Aufbau und ließ das Publikum die Geschichte von Leidenschaft, Macht, Verrat und Untergang unmittelbar erfahren. Gemeinsam mit dem Bühnenbild von Hans Kudlich und erstmals bei der operklosterneuburg verwendeten Projektionen entstand ein faszinierender visueller Kosmos, der den historischen Kaiserhof in eine ganz andere Welt verwandelte. Besonders spektakulär kam die visuelle Konzeption in der Bacchanal-Szene des dritten Aktes zur Geltung. Erstmals integrierte die operklosterneuburg ein großes Ballett in ihre Produktion. Die Choreografie von Desi Bonato und die jungen Tänzerinnen und Tänzer der Dance Factory Klosterneuburg sorgten für einen furiosen, modernen Höhepunkt. Im Zusammenspiel von Musik, Tanz, Projektionen und Licht wurde das Bacchanal zu einem berauschenden Fest der Sinne.

Das neue Orchester ist angekommen

Einen besonderen Triumph durfte auch das neue Orchester der operklosterneuburg feiern. Hervorgegangen aus dem Ensemble Neue Streicher, präsentierte sich der Klangkörper erstmals in dieser neuen Konstellation – und machte unmissverständlich klar: Das neue Orchester der operklosterneuburg ist angekommen. Unter der Leitung von Thomas Rösner entwickelte sich Saint-Saëns’ Partitur zu einem musikalischen Kraftfeld voller Farben, Spannung und französischer Eleganz. Rösner führte das Orchester durch die großen dramatischen Steigerungen ebenso souverän wie durch die lyrischen Momente und fand dabei stets die Balance zwischen opulenter Klangpracht und kammermusikalischer Transparenz. Großen Anteil am Erfolg hatte zudem der Chor und die Chorakademie der operklosterneuburg, die nicht nur stimmlich überzeugten, sondern mit sichtbarer Spielfreude und großer Bühnenenergie zum Gesamterlebnis beitrugen. Gerade in den großen Massenszenen entwickelte sich eine beeindruckende Dynamik, die das Publikum unmittelbar mitriss.

Oper für alle Generationen

Dass die Begeisterung für 'Samson und Dalila' keine Frage des Alters ist, bewies die erfolgreiche Familienvorstellung 'Samson und Dalila für kids und Familie'. Die kindgerecht aufbereitete Fassung verband große Opernmusik mit Humor, Mitmachaktionen und einer unterhaltsamen Vermittlung. Für ausgelassene Stimmung sorgte Georg Wacks, der als schräger Friseur und charmanter Moderator durch die Geschichte führte. Beim Bacchanal wurde kurzerhand der gesamte Zuschauerraum zur Festgesellschaft – inklusive Bauchtanz und Zaubereinlage gemeinsam mit den Kindern auf der Bühne. Der junge italienische Dirigent Raimondo Mazzon leitete diese Vorstellung musikalisch mit Schwung und Feingefühl.

Ein Sommer voller Opernbegeisterung

Mit 'Samson und Dalila' hat die operklosterneuburg 2026 einen eindrucksvollen Beweis für die ungebrochene Kraft des Musiktheaters geliefert. "Gute Auslastung, begeisterter Applaus und ein Ensemble auf internationalem Spitzenniveau: Die Bilanz kann sich sehen lassen", zeigt sich Festivalleiter Franz Brenner zufrieden. "Vor allem aber hat die Produktion gezeigt, was die besondere Stärke der operklosterneuburg ausmacht: große Kunst in einem einzigartigen Ambiente, internationale Künstlerinnen und Künstler, junge Talente, mutige Regieideen bekommen auch ein Publikum, das sich mit Leidenschaft auf außergewöhnliche Opernabende einlässt", hebt Brenner hervor.

Der nächste Sommer darf kommen: 2027 wartet mit Johann Strauss’ 'Die Fledermaus' ein ganz großer Klassiker des Musiktheaters auf das Publikum der operklosterneuburg.

Tickets für „Die Fledermaus“
Der Ticketverkauf startet am 2. Dezember . Tickets erhältlich unter:
Kulturamt der Stadtgemeinde Klosterneuburg, Leopoldstraße 21
Tel.: 02243 444 – 351
E-Mail: karten ::: operklosterneuburg. at
Oder über den Onlineshop, siehe Link

[kjz]

Link zu: Homepage der operklosterneuburg

Link zu: Tickets für die Fledermaus 2026 ab Dezember im Online-Shop-Stadtgemeinde Klosterneuburg

Bacchanalszene bei Samson und Dalila im Rahmen der operklosterneuburg 2026
© schark/Kristian Schark

Margarita Gritskova als Dalila und Serban Vasile als Grand Pretre mit dem Ballett im Rahmen der operklosterneuburg 2026
© schark/Kristian Schark

Kommentare
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
Drucken
Lifestyle Nachrichten

Die 64. Viennale hat wieder eine Zentrale

Erste Lage, letzte Warnung: Der Rechnungshof entkorkt Österreichs Weinrecht

Moosbrugger fordert Ende von Antibiotika-Fleisch aus Brasilien

ÖMG Sommerfest im Crudo del Monte Ofelio

Tag des Denkmals mit 300 Programmpunkten

Wien verzeichnete im heurigen Juli 1,85 Mio. Nächtigungen

down
Suche nach News

Bitte geben Sie den gewünschten Suchbegriff ein:

 
GO