Wegen des deutlichen Rückgangs im Gastronomiegeschäft trennt sich die Salzburger Stieglbrauerei von einem Teil ihrer Logistik. Betroffen sind zwei Standorte in Tirol und einer in Oberösterreich. Kündigungen seien nicht ausgeschlossen, heißt es. Grund für das deutliche Minus ist der Rückgang des profitableren Gastro-Geschäfts in Folge der CoV-Lockdowns und der starken Teuerung.
Es geht um die Logistikstandorte in Asten in Oberösterreich sowie Wörgl und Inzing in Tirol. Während Wörgl und Asten verkauft werden sollen, möchte Stiegl den Standort Inzing vermieten. Die meisten Mitarbeiter sollen von anderen Logistikpartnern übernommen werden, zudem gebe es Sozialpläne.
Brauerei berechnet neuen Personalbedarf
Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden – das hatte Stiegl-Geschäftsführer Herbert Bauer bereits im Oktober angekündigt: "Wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht, ist es wichtig, dass man darauf reagiert“ sagte Bauer damals. „Als ordentlicher Kaufmann, als ordentliches Produktionsunternehmen gilt es vor allem einmal darum, die Abläufe zu definieren und basierend darauf, Änderungen sorgfältig zu planen. Erst wenn wir diesen Prozess abgeschlossen haben, werden wir darüber nachdenken, wofür wir wie viele Menschen brauchen."
Minus in der Gastronomie, Rabattschlacht im LEH
Die Stieglbrauerei mit Hauptsitz in Salzburg-Maxglan produziert zwar seit Jahren immer neue Rekordmengen an Bier. Wirtschaftlich steht in den letzten beiden Jahren aber dennoch ein deutliches Minus zu Buche: 5,2 Millionen Euro waren es 2025, im Jahr davor 3,8 Millionen Euro Abgang. Grund für das deutliche Minus ist der Rückgang des profitableren Gastro-Geschäfts in Folge der CoV-Lockdowns und der starken Teuerung. Deshalb verkauft Stiegl das meiste Bier im Handel – dort liefert man sich Rabattschlachten mit anderen Brauereien.