Am 23. Juni 2026 luden die Oper im Steinbruch St. Margarethen, das HERBSTGOLD - Festival in Eisenstadt sowie die Seefestspiele Mörbisch zum großen Künstlerfest in die Orangerie von Schloss Schönbrunn ein. Barbara Karlich führte die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur durch den Abend und gab dabei einen Ausblick auf den bevorstehenden Festivalsommer.
Alfons Haider, der in diesem Jahr als Darsteller auf der Bühne der Seefestspiele Mörbisch steht, und Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch, präsentierten die aktuellen Produktionen und das vielfältige Programm der beiden Sommerbühnen.
Musikalische Ouverture
Eine erste Kostprobe der diesjährigen Aufführung im Steinbruch lieferte Melissa Purnell, die in der Rolle der Floria Tosca im beliebten Opernklassiker von Giacomo Puccini als „Tosca“ debütiert. An ihrer Seite schlüpft Yongzhao Yu in die Rolle des Cavaradossi und stimmte die Gäste mit „Recondita armonia“ und „E lucevan le stelle“ in die stürmische Gefühlswelt des Stückes ein. Das Bühnenbild der Oper im Steinbruch entführt das Publikum dieses Jahr in das alte Rom der Napoleonischen Kriege um 1800.
Der kunstvoll gestaltete Hauptaltar bleibt dabei nicht das einzige Highlight. Das Heiligtum beispielsweise bietet viele Verwandlungsmöglichkeiten, die mit der natürlichen Kulisse des Steinbruchs, verschmelzen. Die räumliche Gestaltung des Bühnenbilds, die musikalische Achterbahn der Gefühle von Puccini, sowie detailreiche Kostüme und ein Zusammenspiel aus Licht und Schatten bieten eine Inszenierung, die nur der Steinbruch auf diese einzigartige Art und Weise ermöglicht.
I am what i am
Für das ein oder andere Lächeln am Abend sorgte Alfons Haider, der diesen Sommer in „Ein Käfig voller Narren“ auf der Seebühne Mörbisch für die Liebe mehr als nur einen Weg kennt. Mit „Ich bin was ich bin“ stimmte Haider gemeinsam mit Drew Sarich in das Plädoyer für Toleranz, Gleichheit und individuelle Freiheit ein, das auch neben „Die schönste Zeit ist heut“ diesen Sommer auf der Seebühne in Mörbisch zu hören sein wird.
Seit 2018 wird die kulturelle Zusammenarbeit in der Region mit der Grundsatzvereinbarung zwischen dem Land Burgenland und Esterhazy konsequent ausgebaut.
Wirtschaft und Kultur
"Das Burgenland hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der bedeutendsten Kunst- und Kulturdestinationen Österreichs entwickelt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Land Burgenland und Esterhazy zeigt eindrucksvoll, wie durch gemeinsames Handeln Kultur, Wirtschaft und der Tourismus nachhaltig miteinander verbunden werden können und voneinander profitieren. Das stärkt die Region und unser Kulturland Burgenland gleichermaßen. Denn Kultur ist für uns nicht nur ein gesellschaftlicher Auftrag, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor", so Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf.
Stefan Ottrubay, Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Privatstiftungen, verweist auf die Historie des Standortes: "Seit 30 Jahren wird Oper im Steinbruch St. Margarethen gespielt. Mit der Übernahme im Jahr 2014 haben die Esterhazy Privatstiftungen bewusst Verantwortung für diesen besonderen Kulturort übernommen. Die aktive Förderung von Kunst und Kultur ist ein zentraler Teil unseres Stiftungsauftrags. Die Oper im Steinbruch ist dabei ein Leuchtturmprojekt, das internationale Qualität mit regionaler Verankerung verbindet. Gemeinsam mit dem Land Burgenland entwickeln wir den Standort seither konsequent weiter – mit dem klaren Ziel, seine kulturelle Strahlkraft langfristig zu sichern und auszubauen."
Illustre Festgäste
Unter den zahlreichen Gästen waren der österreichische Komponist, Dirigent und Musikproduzent Christian Kolonovits, Geschäftsführer der Vereinigten Bühnen Wien Franz Patay sowie Landesdirektor des ORF Burgenland Werner Herics. Neben Lisi Brandlmaier genossen auch Evelyn Rillé und Johannes Ifkovits den lauschigen Sommerabendausklang in der Orangerie von Schloss Schönbrunn.