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Für das künstlerische Konzept zeichneten Julia Edtmeier (Schauspielerin, Regisseurin, Theaterleiterin) und Alexander Pschill (Schauspieler, Regisseur, Autor) verantwortlich. Das Publikum wurde von der Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films, Verena Altenberger und Arash T. Riahi, willkommen geheißen.
Verleihung in 18. Kategorien
Die Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films zeichneten folgende Produktionen mit Preisen aus: PERLA (8), VIER MINUS DREI (5), HOW TO BE NORMAL AND THE ODDNESS OF THE OTHER WORLD (2), NOCH LANGE KEINE LIPIZZANER (1), NIGHT OF PASSAGE (1), WELCOME HOME BABY (1). Der Preis in der Kategorie Publikumsstärkster Kinofilm ging mit 448.429 Kinobesucher:innen an AUFPUTZT IS'. Der Österreichische Filmpreis wurde in insgesamt 18 Kategorien verliehen.
Schwere finanzielle Zeiten
Altenberger und Pschill verwiesen auf den diesjährigen Einreichrekord beim Österreichischen Filmpreis, ging auf internationale Festivalerfolge ein und hob die Wirtschaftskraft des heimischen Filmschaffens hervor. Gleichzeitig wiesen Altenberger und Riahi angesichts finanziell harter Zeiten für die Branche auf die Notwendigkeit von Streamingabgabe und Investitionsverpflichtung hin – diese sei keine Steuer, sondern eine faire Verpflichtung internationaler Konzerne, in heimisches Filmschaffen zu investieren. „Die Herausforderungen sind real", so die Präsidentschaft. „Aber die Chancen sind es auch. Denn Filmemachen wird vielleicht nicht einfacher. Aber es wird immer wichtiger. Unsere Filme können Heimat schaffen – für jene, die sie machen, für jene, die sie sehen und für jene, die sich in ihnen wiederfinden."
Hommage an Stummfilmzeit
Das Schauspielensemble Elena Hückel, Lisa Weidenmüller und Rafael Schuchter würdigte das Kino: Als Tramps im Stummfilm-Stil kostümiert, wurde der Abend zur liebevollen Hommage an die Stummfilmzeit. Körpereinsatz und clownesker Humor trafen auf feierlich-berührende Momente, die von Livemusik (Florian C. Reithner, Piano & Anaïs Tamisier, Geige) und einer kraftvollen Gesangseinlage von Ruth Brauer-Kvam begleitet wurden.
Kreativ gestaltete Kurzfilme, in denen Stars wie Birgit Minichmayr, Gerti Drassl und Gerhard Liebmann schelmische Performances ablieferten, sorgten für Begeisterung im Publikum: So lustig kann das Vorsprechen für Shakespeares „Hamlet" sein.
Die Akademie gedachte ihrer verstorbenen Mitglieder mit einer Schweigeminute: Peter Meiselmann (Tongestalter), Jeanette Voltmann-Pochlatko-Rosenmaier, (Regieassistentin), Luna Jordan (Schauspielerin) und VALIE EXPORT (Multimediakünstlerin, Schöpferin Preisskulptur Österreichischer Filmpreis). Des Weiteren verkündete die Akademie des Österreichischen Films, dass die Preisskulptur einen Namen erhält und zukünftig VALIE genannt wird. Die Akademie gedenkt damit VALIE EXPORT als großer Künstlerin und Vorreiterin.
Nach Ende der Gala wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, für beschwingte Musik sorgte „Le dernier Cri" mit Brauneis, Babos, Palikruschewa & Co. [mst]
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