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Schauspielhaus wird in der Saison 2026/27 noch barrierefreier
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Die künstlerische Leitungsgruppe am Schauspielhaus Wien – Marie Bues, Martina Grohmann, Tobias Herzberg und Mazlum Nergiz – stellte bei einem Pressegespräch den Spielplan 2026/27 vor. Am Schauspielhaus Wien steht die kommende Spielzeit im Zeichen von Übergang und Abschied. Mit dem Einbau eines Lifts erfolgt ein großer baulicher Eingriff, der das Haus künftig barrierefreier zugänglich macht.

Dafür bleibt das Schauspielhaus in der Porzellangasse von Mitte August bis Ende des Jahres 2026 geschlossen. In dieser Zeit findet die Koproduktionspremiere (äh, vielvölkastaat, oder was?) in Graz statt, Wiederaufnahmen (Die Quelle, Das Ende ist nah) spielen an Partnertheatern in Wien und das Offene^Haus ist mit dem Projekt 49 Balkone in der Stadt unterwegs.

Im Jänner 2027 wird das Haus wiedereröffnet mit der Premiere vonWokey Wokey. Autorin Nora AbdelMaksoud setzt sich darin in Zeiten von Backlash und Kulturkampf satirisch mit radikalisiertenWeltbildern auseinander. Danach folgen die Uraufführungen dreier Auftragsarbeiten, die alle in enger Zusammenarbeit mit den Autor:innen entstehen und großen Erzählungen Raum geben:

Nestroy-Preisträgerin Eve Leigh erzählt in ihrem neuen Stück Luftmenschen oder: Next Year in Siberia von der Utopie einer sicheren Heimat für die jiddischsprachige Welt auf dem harten Boden der sibirischen Taiga. Der Thriller Double von Mazlum Nergiz spielt mit der abgründigen Faszination für True Crime. Die Regisseurin Kamila Polívková inszeniert erstmals in Wien.

Außerdem findet die Reihe So^lo von Mitgliedern des Ensembles ihre Fortsetzung:

Tala Al-Deen bringt gemeinsam mit der Regisseurin Stella Jarisch Danja, mein dementes Jahrhundert von Sasha Marianna Salzmann auf die Bühne. Shabnam Chamani entwickelt die Performance Leichte Sprache? Leichte Sprache!

Famous last words

Ende Juni 2027 verabschiedet sich die aktuelle künstlerische Leitungsgruppe mit einem Überraschungsprogramm. Sie wünscht dem Schauspielhaus „eine Zukunft als Ort, an dem Gegenwartsstücke eine Bühne haben, Ensemblearbeit sich entfaltet und internationale Kooperation erfahrbar wird. Wir wünschen ihm die Freiheit, neue Autor:innen zu fördern, ästhetische Risiken einzugehen und Raum für vielstimmige poetische und subversive Positionen zu schaffen. Und wir wünschen ihm kulturpolitische Rahmenbedingungen, die das weiter ermöglichen.“

Zahlen und Fakten

Das Betriebsergebnis im Kalenderjahr 2025 lautet auf einen Gewinn von 2758,89€. Insgesamt kamen 20.962 Besucher:innen in der Porzellangasse; inklusive auswärtiger Gastspiele (u.a. in Heidelberg, Graz und Prag) besuchten 23.191 Personen die Vorstellungen des Schauspielhauses. Das ergibt eine Gesamtauslastung von 84 Prozent. Der Eigendeckungsgrad (Einnahmen ohne Subventionen) betrug 19,66%.

Premieren 2026/27

16.01.27: Österreichische Erstaufführung Wokey Wokey von Nora Abdel-Maksoud Regie: Theresa Thomasberger

27.01.27 (Wien-Premiere) ?ielfö?ka? tát (äh, vielvölkastaat, oder was?) von Ewe Benbenek, Ungarisch von Lídia Nádori, Regie: Marie Bues, Koproduktion mit Schauspielhaus Graz und Katona Jószef Színház, Budapest in Kooperation mit dem sterischen herbst

Uraufführung 14.04.27: Luftmenschen oder: Next Year in Siberia von Eve Leigh, Deutsch von Henning Bochert, Regie: Tobias Herzberg

Uraufführung 11.06.27 "Double" von Mazlum Nergiz, Regie: Kamila Polívková

Uraufführung So^lo ab 28.01.27

Danja, mein dementes Jahrhundert von Sasha Marianna Salzmann mit Tala Al-Deen, Regie: Stella Jarisch

Werkstattinszenierung Leichte Sprache? Leichte Sprache! von und mit Shabnam Chamani

[mst]

Link zu: Schauspielhaus 2026/27

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