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Neue Rekordeinnahmen
Der Beitrag zum gesamtösterreichischen Bruttoinlandsprodukt durch Meetings in Wien erreichte im Jahr 2025 mit 1,71 Milliarden Euro ein neues Rekordhoch – ein starkes Signal in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Die in diesem Betrag enthaltenen Steuererträge beliefen sich auf 348 Millionen Euro, wovon 223 Millionen Euro an den Bund und 125 Millionen Euro an Länder und Gemeinden flossen. Wien selbst profitierte mit 39 Millionen Euro. Damit sicherte der Kongresstourismus 19.300 Arbeitsplätze.
„Während Großkongresse starke Skaleneffekte bewirken, tragen kleinere und mittlere Formate mit ihrer Vielzahl entscheidend zur stabilen Auslastung und Attraktivität des Tagungsstandorts Wien bei“, so Wien Tourismus Geschäftsführer Norbert Kettner. Universitäten spielen dabei eine zentrale Rolle als Kongressstandorte: 2025 fanden an diesen Orten insgesamt 516 Kongresse statt – davon 292 nationale und 224 internationale. Mit 48 Prozent der durch Kongresse generierten Nächtigungen lagen Humanmedizin-Kongresse an der Spitze. Formal- und Naturwissenschaften kamen auf 12 Prozent, Geisteswissenschaften auf zehn Prozent, der Bereich Technologie bzw. UN-Kongresse auf jeweils sieben Prozent des Kongressgeschehens.
Ausgabenfreudige Kongressteilnehmer
Laut aktueller Wertschöpfungs-Studie gibt ein Kongress-Gast im Schnitt mit 560 Euro um 180 Euro pro Tag mehr aus als der durchschnittliche Wien-Gast. Ein Österreich-Gast gibt hingegen nur 260 Euro aus. 44 Prozent der Teilnehmer nächtigen in einem Hotel der 4- oder 5-Sternkategorie, rund 60 Prozent der insgesamt 84.583 Gästebetten stammen aus diesen beiden Kategorien. Die durchschnittliche Übernachtungsdauer der Meeting-Gäste beträgt 4,4 Nächte, während durchschnittliche Wien-Gäste 2,34 Nächte in Wien verweilen. Fast ein Drittel der Befragten verband seine Meetingteilnahme mit einem Urlaub bei Freunden oder mit der Familie. Insgesamt sind Kongresse und Firmenveranstaltungen ein wichtiger Baustein in der Weiterentwicklung des Qualitätstourismus.
60 Meetings über 1.000er-Marke
2026 finden in Wien knapp 60 Kongresse und Firmenveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer:innen statt – vier Großkongresse überschreiten dabei die Marke von 10.000 Teilnehmenden: Den Auftakt machte der Europäische Radiologiekongress (ECR, 4.–8. März, 22.400 Teilnehmer, Austria Center Vienna – ACV), gefolgt von der General Assembly der European Geosciences Union (EGU, 3.–8. Mai, 20.000 TN, ACV).
Tausende Besucher erwarten auch der Kongress der European Academy of Dermatology and Venerology (EADV, 30. Sept.–4. Okt., 17.000 TN, ACV) sowie der Congress of the European Society of Retina Specialists (1.–4. Okt., 10.000 TN, VIECON – Vienna Congress and Convention Center). Hinzu kommen das Startup-Festival ViennaUP (18.–22. Mai, 15.000 TN, mehrere Standorte), die Audiomesse High End (4.–7. Juni, 20.000 TN, ACV; erstmals in Wien) sowie die Firmenveranstaltung Enlit Europe (10.–12. Nov., 12.000 TN, VIECON). "Allein 2025 gewann das Vienna Convention Bureau rund 100 internationale Kongresse und Firmentagungen mit knapp 125.000 Teilnehmer:innen für die Jahre bis 2031“, erläutert die Leiterin des Convention Bureaus Anita Paic . „Derzeit laufen weltweit mehr als 300 Bewerbungen für Meetings bis in das Jahr 2038.“ [mst]
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