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Design neu denken – von Wien bis Vorarlberg
Mit dem Generationenwechsel an der Spitze von designaustria weht ein frischer Wind durch eine Institution, die fast vier Jahrzehnte lang von Severin Filek geprägt wurde. Das neu gewählte, sechsköpfige Vorstandsgremium vereint Expertise aus unterschiedlichsten Design-Disziplinen und repräsentiert die Organisation von Wien über Salzburg bis nach Vorarlberg – ein klares Bekenntnis zur österreichweiten Verankerung. Das designforum Wien soll künftig zu einem offenen, lebendigen Ort für Diskurs, Experimente und Austausch werden. Neue Community-Events, zukunftsorientierte Fortbildungen und praxisnahe Services sollen designaustria im Alltag ihrer rund 1.200 Mitglieder spürbar relevanter machen. Durch starke Kommunikation positioniert sich die Organisation zudem als Kompetenzzentrum für Wirtschaft und Politik – ein Anspruch, der angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Rolle von Design wichtiger ist denn je.
Relevanz, Verantwortung, Zukunft
Die neue Geschäftsführerin Elli Schindler bringt das Selbstverständnis des erneuerten designaustria klar auf den Punkt: "Es war noch nie wichtiger, die Rolle von Design zu diskutieren, die Verantwortung von Design aufzuzeigen und die Relevanz von Design unter Beweis zu stellen." Dabei geht es dem Kollektiv nicht nur um Repräsentation, sondern um echten Mehrwert – für Mitglieder, für die Branche und für die Gesellschaft insgesamt. Themen wie Künstliche Intelligenz, Kreislaufwirtschaft, Barrierefreiheit und neue Arbeitsmodelle sollen ebenso auf der Agenda stehen wie die gezielte Förderung junger DesignerInnen und die Vernetzung mit Verbänden, Creative Hubs und internationalen Designorganisationen. Mit dem Jubiläumsjahr 2027 im Blick baut designaustria auf einem fast 100-jährigen Fundament – und schaut dabei entschlossen nach vorne.
Über die Geschäftsführerin
Elli Schindler (Wien, Salzburg) ist seit 20 Jahren in der Kreativwirtschaft tätig und hat mit ihrer Agentur zahlreiche Kooperationen in den Bereichen Architektur, Design und Fotografie initiiert und realisiert. Zu ihren Kernkompetenzen zählen das Schaffen tragfähiger Verbindungen innerhalb der Kreativszene sowie die Stärkung des Bewusstseins für kreative Leistungen – Qualitäten, die sie ideal für die Führung einer Interessenvertretung wie designaustria prädestinieren.
Über die Vorstandsmitglieder
Mimi Boyer (Wien), Creative Director und Prokuristin bei saintstephens, bringt als ausgebildete Textil- und Grafikdesignerin mit jahrzehntelanger Agentur- und Selbstständigkeitserfahrung tiefes Praxiswissen zu den aktuellen Herausforderungen der Branche ein. Lukas Fliszar (Wien), Gründer und Art Director des Designstudios 101, engagiert sich seit 2005 gestalterisch und organisatorisch in der Branche und setzt sich für eine schärfere strategische Positionierung sowie gezielte Vernetzung ein. Barbara Gollackner (Salzburg), selbstständige Produkt-, Möbel- und Interior-Designerin sowie Lehrbeauftragte an der FH Salzburg, liegt die Förderung regionaler Vernetzung in den Bundesländern und die Einbindung der jüngeren Designgeneration besonders am Herzen. David Jablonski (Wien), selbstständiger Designer und Mitgründer der NGO Klimadashboard.org, widmet sich seit 2023 im Vorstand den Themen Digitalisierung, Nachwuchsförderung und politischen Fragestellungen der Kreativwirtschaft. Bettina Steindl (Vorarlberg, Tirol), Geschäftsführerin der CampusVäre und verantwortlich für das designforum Vorarlberg, setzt sich als erfahrene Kuratorin und frühere Leiterin des designforum Wien für die Sichtbarkeit von Designschaffenden im Westen Österreichs ein. Ulrike Tschabitzer-Handler (Wien), Markenexpertin, Co-Eigentümerin der Agentur Brand Unit und Kuratorin unter anderem der KI-Ausstellung 'AND, OR or NOT' im designforum Wien, verbindet strategische Markenentwicklung mit kulturellen und zukunftsorientierten Fragestellungen.
Über designaustria
designaustria ist die zentrale Plattform für Design in Österreich – Wissenszentrum, Interessenvertretung und eine der ältesten Designinstitutionen Europas. 1927 gegründet, vereint die Organisation heute rund 1.200 Mitglieder aus unterschiedlichsten Disziplinen und vertritt deren Interessen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Mit Ausstellungen, Vermittlungsformaten, Publikationen und gezielter Öffentlichkeitsarbeit stärkt designaustria das Designbewusstsein und macht den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert von Design sichtbar. [kjz]
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