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"Unaussprechliche Welten" auf der 2. Klima Biennale Wien
copyright: Michael Strausz
© Michael Strausz
  

Vom 9. April bis 10. Mai 2026 steht Wien im Zeichen der Klima Biennale. Die 2. Ausgabe des spartenübergreifenden Festivals unter dem Leitmotiv "Unspeakable Worlds" präsentiert ein Programm an der Schnittstelle von Kunst, Klima und Gesellschaft. Das Motto verweist auf die Komplexität gegenwärtiger Realitäten, die mit Sprache nicht erfassbar sind. Ein besonderer Fokus liegt auf KÖR.

Am Karlsplatz finden einen Monat lang künstlerische Positionen, Aktivierungen und Veranstaltungen statt. Neben der Festivalzentrale im KunstHausWien beteiligen sich mehr als 50 Partnerinstitutionen mit Programmpunkten in der ganzen Stadt. Die Klima Biennale Wien wurde von der Stadt Wien initiiert und wird vom KunstHausWien, einem Museum der Wien Holding, veranstaltet.

Festivalzentrale im KunstHausWien

Das KunstHausWien zeigt im Rahmen des Festivals zwei Ausstellungen: "Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures" widmet sich den vielschichtigen Bedeutungen von Samen und Saatgut als Spiegel unseres Verhältnisses zur Erde und zueinander. Weit über ihre biologische Funktion hinaus, tragen Samen regionales Wissen und kulturelles Erbe in sich. Für die vierzehn Künstlern der Gruppenausstellung ist Saatgut der Ausgangspunkt für Arbeiten zu Migration und Kolonialismus, indigenem Wissen und Biodiversität, ebenso wie zu Widerstand, solidarischer Praxis und regenerativen Zukünften. Mit Arbeiten von Ackroyd & Harvey, Maria Thereza Alves, Alexandra Baumgartner, Tue Greenfort, Kapwani Kiwanga, Dominique Koch, Jumana Manna, Christian Kosmas Mayer, Marzia Migliora, Lucia Pizzani, Michaela Putz, Cecilia Vicuna und Munem Wasif.

Im Projektraum Garage zeigt das Kollektiv The Institute of Queer Ecology die ortsspezifische Ausstellung I Wish We Had More Time. Beiträge aus Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft thematisieren die vielfältigen Bedeutungen von Verlust anhand dreier Erzählstränge: Gestörte Symbiosen in der Natur und der Wandel artenübergreifender Beziehungen infolge von Klimaveränderungen, Brüche queerer Geschichte und Erzähltraditionen, die durch gesellschaftliche Krisen wie die AIDS-Epidemie verursacht wurden, und zwischenmenschliche Verluste – verpasste Begegnungen und Liebeskummer.

Das Museum wird als Festivalzentrale für die diesjährige Biennale auch szenographisch gestaltet: Das Duo JASCHA&FRANZ (Hamburg/Berlin) entwickelt gemeinsam mit der österreichischen Schriftstellerin Andrea Grill eine räumliche Erzählung – ihre Texte bilden die inhaltliche und visuelle Grundlage der Inszenierung.

(No) Funny Games – Ausstellung im öffentlichen Raum

Während der Biennale wird der Stadtraum zur Projektionsfläche für das Unsagbare hinter der schönen Oberfläche. Unter dem Titel (No) Funny Games Oder wie wir lernten fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben entwickeln Künstler ortsspezifische Arbeiten, die zwischen Idylle und Dystopie oszillieren. Sie holen die Klimafrage dorthin, wo das urbane Leben stattfindet. Das Programm verdichtet sich am Karlsplatz, wo insgesamt vier künstlerische Positionen zu sehen sind. Unter anderem lässt Margot Pilz Kaorle am Karlsplatz aus dem Jahr 1982 wieder aufleben und holt den italienischen Badeort für die Klima Biennale vierzig Jahren später erneu(er)t nach Wien. Aktivierungen erfolgen durch Partner*inneninstitutionen aus dem Umfeld, wie etwa die TU Wien oder die Wiener Staatsoper. Von den insgesamt zehn künstlerischen Positionen – an Orten wie Hauswänden, Brücken, Plakatflächen oder einem Shopping-Center – wurden acht eigens für die Biennale geschaffen. Mit Arbeiten von River Claure, Dominik Eulberg / Marcin Nowicki, FutureLeaks, Romuald Hazoumè, Folke Köbberling, Zheng Mahler, NEVERCREW, Eva Seiler und Pia Siren . Mehrere Projekte entstehen mit Calle Libre, KÖR Wien, museum in progress und MuseumsQuartier Wien.

Alle weiteren Infos der 2. Klima Biennale Wien finden Sie unter: https://www.biennale.wien/

[mst/kjz]

Link zu: Klima Biennale Wien

copyright: Michael Strausz
© Michael Strausz

copyright: Joanna Pianka
© Joanna Pianka

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