Mit 497.675 Besuchern, davon die Hälfte unter 19 Jahren, hält das TMW den historischen Höchststand und steigert sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sechs Prozent. Besonders der Dezember 2025 als erfolgreichster Monat in der Museumsgeschichte sticht mit über 50.000 Besuchern hervor – maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen hat die Ausstellung "Im Bann der Bahn 200 Jahre Eisenbahngeschichte".
Wissenschaft im Wandel
2026 rückt das TMW die Wissenschaftskommunikation ins Zentrum. Neue Ausstellungen machen Technik für ein breites Publikum erlebbar. Ab Mai 2026 übernimmt zudem eine neue wirtschaftliche Geschäftsführerin.
Ein Eckpfeiler der Wissenschaftskommunikation im Jahr 2026 ist die neue Dauerausstellung „Wissenschaft im Wandel“. Neun Themenbereiche von Quantenphysik über Astronomie bis hin zur Gehirnforschung schaffen auf 800qm mit interaktiven Stationen und Objekten aus der TMW-Sammlung ein Bewusstsein, wie Wissen entsteht und welche Wege es nimmt. Die Dauerausstellung vermittelt nicht nur die Faszination für Naturwissenschaften, sondern schafft auch ein Verständnis für die Abläufe in der Wissenschaft und damit die Grundlage ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz.
„Die Eröffnung der neuen Dauerausstellung ‚Wissenschaft im Wandel‘ macht die Kernkompetenz des TMW sichtbar: Als Mittler zwischen Wissenschaft und breiter Öffentlichkeit werden komplexe Themen begreifbar sowie die Vielfalt der Forschungslandschaft gezeigt. Verständnis und Akzeptanz von Naturwissenschaften zu fördern, ist zentrale Aufgabe des Museums, das so viele verschiedene Besucher:innen und insbesondere junge Menschen erreicht", betont TMW-Direktor Peter Aufreiter.
Forschung im TMW
Die Intensivierung der eigenen Forschungsaktivitäten ist die konsequente Weiterführung der Bemühungen des TMW, einer breiten Öffentlichkeit wissenschaftliche Erkenntnisse zu vermitteln und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Mit dem Abschluss des vom BMWKMS geförderten mehrjährigen Forschungsprojekts „[Re]Framing Colonial Infrastructures“, das die Beteiligung österreichischer Ingenieure und Unternehmen in kolonialen Infrastrukturprojekten in Ägypten, Namibia, Brasilien und Indien untersucht hat, werden die Erkenntnisse mit einer Online-Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit nahegebracht. Das dazugehörige Recherche-Portal gibt auch Forschenden die Möglichkeit, die untersuchten TMW-Bestände zu sichten und von der Transkription und Zusammenführung zahlreicher Dokumente zu profitieren.
Was Textil und Technik verbindet
Mit der Sonderausstellung „Textil und Technik“ wird 2026 die internationale Zusammenarbeit von drei europäischen Technikmuseen mit einem neuen Ausstellungszyklus fortgeführt, in Zuge dessen das TMW, DASA Arbeitswelt (Dortmund) und Parque de las Ciencias (Granada) jeweils eine Sonderausstellung konzipieren, die anschließend auch in den anderen Museen zu sehen sein werden. Diese Kooperation ermöglicht es, Perspektiven auszutauschen und eine nachhaltige Museumspraxis zu etablieren, um Sonderausstellungen ein zweites und drittes Leben zu geben. Ab Herbst 2027 wird die Sonderausstellung von Parque de las Ciencias zum Thema „Heiß und Kalt“ zu sehen sein und 2028 der Beitrag von DASA Arbeitswelt über „Schlaf“.
Eurovision Song Contest 2026
Anlässlich des in Wien stattfindenden 70. ESC zeigt das TMW im Mai 2026 in und vor dem Festsaal Glanzlichter aus der Geschichte des Eurovision Song Contests: Interaktive Medienstationen, unter anderem mit einem ESC-Quiz, und ein Nonstop-Kino geben Besucher:innen die Möglichkeit, die Siegertitel der letzten Jahre nachzuhören und anhand der Liedbeiträge mehr über die Geschichte einzelner Titel zu erfahren. Sonderführungen zum Thema Musik sowie Workshops mit dem Thema „Einstieg in die Musikproduktion“, die im hauseigenen Tonstudio stattfinden, sowie die Möglichkeit, ESC-Lieder auf der Karaokebühne in der Music Lounge des TMW zu singen, runden das Programm ab.