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Bauernbund fordert volle Transparenz am Teller
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Der Österreichische Bauernbund erneuert seine Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie. Konsumenten müssen auch außer Haus klar und einfach erkennen können, woher Fleisch, Milch und Eier stammen. Herkunft muss auf den ersten Blick erkennbar sein, damit die Menschen am Wirtshaustisch genauso Bescheid wissen wie beim Einkauf im Supermarkt.

Fairer Wettbewerb braucht Transparenz

Europas Landwirtschaft steht unter massivem Druck. Sinkende Erzeugerpreise, steigende Kosten, hohe Auflagen und zunehmender Importdruck belasten die Betriebe. Gleichzeitig verschärfen internationale Handelsabkommen den Wettbewerb besonders dann, wenn Produkte aus Drittstaaten mit niedrigeren Produktionsstandards in den europäischen Markt drängen. "Die Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie darf nicht die Kür sein, sie muss die Pflicht für alle Gastronomen und Touristiker sein. Nur so wissen die Gäste, was sie am Teller haben. Derzeit sind Gäste vielfach auf die Ehrlichkeit des Kellners angewiesen. Das ist zu wenig“, betont Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl.

„Es kann nicht sein, dass Gäste ein Wiener Schnitzel bestellen und am Ende Kalbfleisch aus dem Ausland, etwa aus den Niederlanden, am Teller liegt. Hier geht es um Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber den Konsumenten. Dazu sind wir unseren Gästen als Tourismusnation verpflichtet. Beste österreichische Bauernhof-Qualität muss Vorrang am Teller haben. Wer nach höchsten Standards produziert, muss für die Konsumenten sichtbar und wählbar sein.“

Bewusste Entscheidung verlangt Klarheit

Der Bauernbund ist überzeugt: Wenn Konsumenten wissen, woher ein Lebensmittel stammt, greifen sie bewusst zu heimischer Qualität. Das stärkt regionale Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze im ländlichen Raum und gibt bäuerlichen Familienbetrieben eine faire Chance am Markt. „Wir wissen, dass die Menschen zu österreichischer Qualität greifen, wenn sie Bescheid wissen. Genau darum geht es: Klarheit schaffen, Vertrauen stärken und unseren bäuerlichen Betrieben faire Perspektiven geben“, betont Weisl.

Praktikable Herkunftskennzeichnung

Dass Herkunftskennzeichnung umsetzbar ist, wurde bereits in anderen Bereichen des Außer-Haus-Verzehrs gezeigt. Für den Bauernbund ist klar: Diese Transparenz muss auch in der Gastronomie Standard werden. „Wer im Wirtshaus isst, hat dasselbe Recht auf Information wie beim Einkauf. Es braucht ein verpflichtendes, praxistaugliches System, verständlich für Gäste und umsetzbar für Betriebe“, so Weisl.

„Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie ist ein Gebot der Fairness, der Transparenz und der Wertschätzung unserer heimischen Lebensmittel“, so Weisl abschließend. „Unser klares Ziel ist eine verpflichtende, EU-weite Herkunftskennzeichnung, damit überall in Europa die gleichen Spielregeln gelten. Bis es so weit ist, braucht es eine transparente und nachvollziehbare Lösung in Österreich. Konsumenten haben ein Recht darauf zu wissen, was am Teller liegt. Wer Österreich am Teller will, muss auch erkennen können, ob das auch tatsächlich der Fall ist.“

[mst/kjz]

Link zu: Öst. Bauernbund

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