Was 2016 als Alternative zu amerikanischen Hot Sauces begann, hat sich zu einer einzigartigen Wiener Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Chili-Werkstatt von Dr. Simone Julia Taschée und Dr. Klaus Postmann feiert 2026 ihr zehnjähriges Bestehen und hat in dieser Zeit nicht nur die heimische Würzkultur revolutioniert, sondern auch eine lebendige Community geschaffen.
Vom Import zur Innovation
Was mit dem Import amerikanischer Hot Sauces begann, entwickelte sich schnell zu einem eigenständigen Konzept. Die Gründer erkannten, dass Schärfe allein nicht genügt - der Geschmack musste in den Mittelpunkt rücken. Mit regionalen Partnern wurde eine neue Chili-Kultur etabliert, die Wiener Würztradition mit internationalen Einflüssen verbindet. Die intensive Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten und die Entwicklung eigener Anbaumethoden führten zu einem tieferen Verständnis der Chilipflanze und ihrer geschmacklichen Möglichkeiten. Durch kontinuierliche Experimente und Verkostungen entstand ein einzigartiger Wiener Chili-Stil, der sich deutlich von der amerikanischen Schärfekultur absetzt.
Kreative Produktvielfalt
Das Sortiment reicht heute von charaktervollen Hot Sauces über Gewürzmischungen bis zu Chilipulvern und -ölen. Besondere Kreationen wie Chili-Sachertorte, Chili-Bier oder der legendäre Chili-Orangen-Punsch zeigen die innovative Kraft des Unternehmens. Auch ausgefallene Ideen wie das "Chilophon" - eine Schärfe-Selektion von mild bis wild - begeistern die Fans. Die Produktpalette wird ständig durch neue Kreationen erweitert, wobei besonders die Verbindung traditioneller österreichischer Küche mit der Würzkraft der Chili für Aufsehen sorgt. Von pikanten Jausenvariationen bis zu raffinierten Desserts hat die Chili-Werkstatt neue kulinarische Maßstäbe gesetzt und beweist, dass Chili weit mehr ist als nur ein scharfes Gewürz.
Bildung und Begegnung
Die Chili-Werkstatt nahe dem Naschmarkt ist mehr als ein Geschäft - sie ist ein Ort des Austauschs. In Workshops vermitteln die Experten Wissen über Anbau, Verkostung und Verwendung. Die hauseigenen Publikationen sind in der Chili-Community hochgeschätzt. Das Geschäft hat sich zu einem wahren Kompetenzzentrum entwickelt, wo Enthusiasten und Neugierige zusammenkommen, um Erfahrungen auszutauschen und Neues zu lernen. Die regelmäßigen Verkostungen und Seminare haben eine treue Fangemeinde aufgebaut, die weit über die Stadtgrenzen hinausreicht. Besonders beliebt sind die saisonalen Workshops zum Chilipflanzen-Anbau, die vielen Stadtgärtnern den Einstieg in die Welt der Chili ermöglichen.
Zukunft mit Schärfe
Zum Jubiläum startet das Unternehmen eine ambitionierte Jungpflanzen-Initiative: Chilis sollen auf jeden Wiener Balkon gebracht werden. Passend dazu feiert Wien 2026 auch 250 Jahre Chili-Geschichte seit der Einführung durch Nikolaus Joseph von Jacquin - ein symbolträchtiger Moment für die weitere Entwicklung der Wiener Chili-Kultur. Die Vision der Chili-Werkstatt geht dabei weit über den reinen Verkauf hinaus: Sie möchte das Bewusstsein für nachhaltige Lebensmittelproduktion stärken und zeigen, dass auch in der Stadt intensive Geschmackserlebnisse selbst angebaut werden können. Mit neuen Produktlinien, erweiterten Workshop-Angeboten und innovativen Kooperationen mit der Gastronomie plant das Unternehmen, seine Position als Wiener Chili-Institution weiter auszubauen.
Über die Chili-Werkstatt
Die Chili-Werkstatt mit Standort in Naschmarktnähe in der Pilgramgasse 16 im 5. Wiener Gemeindebezirk wurde 2016 von Dr. Simone Julia Taschée und Dr. Klaus Postmann gegründet. Seitdem hat sich der Familienbetrieb in der Kulinarik-Szene vom Wiener Geheimtipp zur ersten Adresse für Liebhaber von Schärfe und Aroma entwickelt. Das Unternehmen ist auf handgemachte Chili-Produkte von mild bis wild, inspirierende Kochbücher und Chili-Workshops spezialisiert. Einzigartige Geschmackserlebnisse „Made in Austria“, Qualität, Kreativität und Nachhaltigkeit stehen dabei im Fokus.