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Mehr als nachhaltiger Tourismus
Zwei Hände halten eine Dose Pannonischen Safran und einige Safranfäden
© Taubenkobel
  

Als eine der stärksten Wirtschaftsbranchen weltweit, erlebt der Tourismus durch die Corona-Pandemie einen katastrophalen Einbruch. Bedrohlicher als die Verluste im Tourismus erscheint aber immer noch der Klimawandel. Die Partner Relais&Châteaux und Slow Food haben sich auch dieses Jahr wieder im Vorfeld des jährlichen Terra Madre-Treffens in Turin, zusammengetan, um 'Food For Change' zu feiern.

In dem gemeinsamen Bestreben, das weltweite Bewusstsein für den Klimawandel zu schärfen, haben die Organisationen gemeinsam eine durchdachte Veranstaltungsreihe, kuratierte Menüs und virtuelle Foren entwickelt. Im bereits dritten Jahr werden diese Bildungsgespräche und -erfahrungen von führenden Vertretern der kulinarischen Industrie und globalen Wissenschaftlern geleitet. Weltweit nehmen rund 200 Chefköche aus 50 Ländern teil. Aus Deutschland und Österreich sind folgende Mitglieder vertreten: Bülow Palais, Gut Steinbach Hotel & Chalets, Hotel Bareiss, Park-Hotel Egerner Höfe, Restaurant Lafleur, Hotel Schloss Seefels, Post Lech Arlberg und Taubenkobel.

Während die neuartige Coronavirus-Pandemie nicht nur das Gastgewerbe, sondern auch die ganze Weltwirtschaft ins Wanken gebracht hat, weisen Experten weiterhin auf Umweltprobleme als weitaus größere Bedrohung hin. Der Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigen sich in einem beispiellosen Tempo, und es ist dringend notwendig, Maßnahmen zu ergreifen. In den letzten acht Monaten, hat eine Renaissance für ein grüneres Leben stattgefunden – sowohl durch den Exodus in der Natur als auch durch eine gesundheitsbewusstere Ernährung. Während diese globale Gesundheitskrise die Gesellschaft in dieser Hinsicht unbeabsichtigt zum Besseren formt, muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass diese Lebensweise nicht als eine momentane Verschiebung ausstirbt, sondern eine wirkliche Neupositionierung der Menschheit im Namen des langsamen Lebens, des langsamen Reisens und der langsamen Ernährung bleibt.

Durch das Kochen von lokalen und saisonalen Produkten (unter 50 Kilometer), die steigende Nachfrage nach traditionellen Lebensmitteln (z.B. „Ark of Taste“, Produkte aus der Arche des Geschmacks von Slow Food), den Verzicht auf Fleisch aus der industriellen Tierproduktion und die Konzentration auf einen pflanzlichen Ansatz reduzieren die Köche den CO2-Fußabdruck jedes einzelnen Tellers erheblich. Außerdem unterstützen sie Landwirte, die historische Nutztierrassen züchten oder traditionelles Gemüsesaatgut einsetzen.

In dieser Hinsicht haben die Küchenchefs von Relais & Châteaux mehr denn je den Wunsch, den Reichtum und die Vielfalt der Weltküche und der Traditionen der Gastfreundschaft zu schützen und zu fördern. Wie in der Vision von Relais & Châteaux enthalten, die 2014 bei der UNESCO vorgestellt wurde, setzt sich die Vereinigung für den Erhalt des lokalen Erbes und der natürlichen Umwelt ein. Mit Food For Change hofft Relais & Châteaux, die Menschen auf der ganzen Welt dazu zu inspirieren, unserem Nahrungsmittelsystem, das für 30 Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Der Gründer von Slow Food, Carlo Petrini, sagt dazu: „Für uns bei Slow Food ist der Schutz der biologischen Vielfalt der Schlüssel zur Überwindung der drei Krisen, die wir erleben: die klimatische, die wirtschaftlich-soziale und die gesundheitliche, die uns die Covid-19-Pandemie zum ersten Mal unaufhaltsam vor Augen geführt hat. Krisen, die sich unmittelbar auch auf die Ernährung auswirken, bringen bereits anfällige Systeme zum Einsturz. Und in diesem Sinne werden Relais & Châteaux und sein Netzwerk von Küchenchefs, die an Food For Change teilnehmen, auf dieser langen Reise von Terra Madre Salone del Gusto in den fünf Kontinenten zu Botschaftern einer entscheidenden Nachricht: Biodiversität ist die einzige Möglichkeit, den Planeten zu ernähren. Sich um den Schutz der Biodiversität zu kümmern, bedeutet einerseits, den Zugang zu guter, cleaner und fairer Nahrung für alle zu gewährleisten; andererseits, da es untrennbar mit dem Schutz des Naturkapitals verbunden ist, einem Entwicklungsmodell ein Ende zu setzen, das ökologische und soziale Ungerechtigkeiten hervorruft.“

Der Präsident von Relais & Châteaux, Philippe Gombert, pflichtet der Partnerschaft bei: „Mehr als je zuvor ist Relais & Châteaux eine Bewegung, die sich für den Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt einsetzt. Lebensmittel stehen heute am Scheideweg politischer, wirtschaftlicher und sozialer Fragen, so dass wir im Bereich Gesundheit und Kultur eine Rolle zu spielen haben. Relais & Châteaux setzt sich an der Seite von NGOs wie Slow Food dafür ein, diese Initiative zu manifestieren und unseren Mitgliedern zu helfen, diese Themen erfolgreich anzugehen.“

Oliver Roellinger, Vizepräsident von Relais & Châteaux, fügt hinzu: „Köche haben selbst eine gesellschaftliche Rolle beim Austausch guter Ernährungsweisen zu spielen, indem sie lokal und saisonal einkaufen, wobei der Schwerpunkt auf Zero-Waste, Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit beim Fleischkonsum sowie traditionellen Lebensmitteln, wie den Arche-Passagieren der Arche des Geschmacks, liegt.“

Mit rund 200 Relais & Châteaux-Köchen aus 50 Ländern, die Food For Change im Jahr 2020 unterstützen, präsentieren vier von ihnen stellvertretend auf Instagram eine Zutat – lokal, saisonal und unbedingt schützenswert. Die spannenden Präsentationen werden in einer Instagram Live-Serie vom 16. September bis 7. Oktober 2020 wöchentlich mittwochs auf @relaischateaux ausgestrahlt und finden im Gespräch mit Charles Michels von „The Final Table“ (Netflix) statt. Diese Instagram Live-Sessions umfassen: Massimiliano Alajmo (Le Calandre in Italien), Krista Garcia (Hotel Wailea auf Hawaii in den USA), Pedro Bargero (Chila in Argentinien) und Shinobu Nimae (L’Effervescence in Japan). Sie alle haben einen Passagier der Arche des Geschmacks gewählt und werden erklären, wie wichtig es ist, die Zutaten zu wählen, die Biodiversität achten.

Über Relais & Châteaux

Relais & Châteaux wurde 1954 gegründet und ist ein Zusammenschluss von 580 einzigartigen Hotels und Restaurants auf der ganzen Welt, davon 19 in Deutschland und zwölf in Österreich. Alle sind unabhängige Unternehmen, die meist seit vielen Jahren von Familien geführt werden. Hoteliers und Küchenchefs verbindet die Leidenschaft zu ihrer Berufung und der Wunsch nach aufrichtiger Gastlichkeit.

Relais & Châteaux ist auf fünf Kontinenten präsent, von den Weinbergen des Napa Valley über die Provence bis zu den Stränden des Indischen Ozeans. Relais & Châteaux lädt Menschen auf der ganzen Welt ein, genussvolle Reisen zu unternehmen, die unnachahmliche „Art de Vivre“ vor Ort zu entdecken und unvergleichbare, unvergessliche Erfahrungen zu machen.

Die Mitglieder von Relais & Châteaux sind bestrebt, den Reichtum und die Vielfalt der Küchen der Welt und die Tradition der Gastfreundschaft zu bewahren und zu fördern. Die Verpflichtung, das lokale Erbe und die Umwelt zu schützen, wurde 2014 von der UNESCO in einem Manifest festgehalten und vorgetragen.

Über Slow Food

Slow Food wurde in den 1980er Jahren von Carlo Petrini und einer Gruppe von Aktivisten in Italien mit dem Ziel gegründet, für regionale Traditionen, gutes Essen, kulinarischen Genuss und einen gemächlichen Lebensstil einzustehen. In einer mehr als zwei Jahrzehnte dauernden Entwicklungsgeschichte ist die Bewegung zu einem ganzheitlichen Ansatz für Lebensmittel geworden, der die starken Verbindungen zwischen Teller, Planet, Menschen, Politik und Kultur anerkennt. In den Jahrzehnten seit ihrer Gründung hat sich Slow Food in über 160 Ländern zu einer globalen Bewegung entwickelt, der Millionen von Menschen angehören.

[kjz]

Link zu: Mehr Informationen zu allen teilnehmenden Relais & Châteaux-Chefköchen

Link zu: Relais & Châteaux

Link zu: Slowfood Homepage

Poster das die Prinzipien von Food for Change veranschaulicht
© Relais & Châteaux/Slowfood

Ein Teller Steinüilzcremesuppe mit bunten Blüten dekoriert
© Post Lech

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