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38 Premieren schmücken die Saison 2021/22 im Dschungel Wien
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Im Theaterhaus für junges Publikum, dem Dschungel im Museumsquartier wurde mit der Präsentation der mehr als 70 Aufführungen und der neuen Festivalreihe SKIN die Spielsaison 2021/22 eingeläutet. Neben Prinzipalin Corinne Eckstein nahmen auf dem Podium Künstler, Regisseure und weitere Personen aus dem Ensemble Platz. Fast 40 Premieren und insgesamt 500 Aufführungen machen Lust auf einen Theaterbesuch.

Der Dschungel muss geöffnet bleiben

"Nach über einem Jahr Pandemie, in dem sich Kinder und Jugendliche extrem einschränken mussten, um die Älteren zu schützen, soll es nun wieder sie treffen. Und es trifft vor allem diejenigen, die es ohnehin schwer haben und in der Pandemie besonders gelitten haben, nämlich jene, die keine Eltern haben, die die Kinder unterstützen können und zu Kulturveranstaltungen begleiten. Für viele Kinder und Jugendliche ist die Schule die einzige und aufgrund von Test- und Maskenpflicht ja auch sehr sichere Möglichkeit der kulturellen Teilhabe. Wir fordern, dass Kinder im Klassenverband den privaten TheaterbesucherInnen gleichgestellt werden", richtete die künstlerische Leiterin Corinne Eckstein einen flammenden Apell an das zuständige Unterrichtsministerium

Diesem Statement folgten Videobotschaften von Vucko Schüchner von WIENXTRA und dem Sänger, Schauspieler und Regisseur Gernot Kranner sowie drei schriftliche Statements vom Schauspielhaus Graz, Tiroler Landestheater und Theater THEO. In der Hoffnung, das nicht aufgrund dieses Erlasses womöglich die Hälfte aller geplanten Vorstellungen - nämliche die Vormittagsvorstellungen für pädagogische Institutionen - abgesagt werden müssten, ist die kommende Spielzeit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen gewidmet:

SKIN Performancereihe in drei Teilen

Das SKIN Performancefestival für junge Erwachsene zwischen 15 und 23 Jahren zu Diversität, Sex + Gender, Queerness + Feminismen fasst die Interessen von jungen Menschen bei drei Schwerpunkten mit thematisch passenden Produktionen und einem umfangreichen Begleitprogramm zusammen:

Der erste Festivalschwerpunkt dauert bis 2.10. und beginnt mit der Eröffnung des Theaterhauses für junges Publikum am DO 23.9. unter dem Motto: SKIN #1 “migration: our way to diversity!” Postmigrantische Realitäten/Rassismus/Diversität. Eröffnet wird die Spielzeit 2021/22 mit der Gewinnerproduktion des TRY OUT! 2021 von Shahrzad Nazarpour „Hijab offline“ (12+) gefolgt von „Kalaschnikow – mon amour“ (14+) in der Regie von Corinne Eckenstein.

Die Produktionen im einzelnen

Am Podium sprach Shahrzad Nazarpour über ihre Produktion, die sich mit dem Kopftuch auseinandersetzt und aufzeigt, wie der Hijab als Ort der Identität und Fantasie fungiert. Die 23-jährige iranische Performancekünstlerin bricht mit Disziplinierung und Erwartungshaltung von Gesellschaft und Familie und tanzt mit dem Teil ihres Körpers, mit dem sie nie tanzen konnte: mit ihren Haaren.

Für die zweite Eröffnungsproduktion hat Corinne Eckenstein gemeinsam mit sechs jungen Männern afghanischer Herkunft das Tanztheaterstück „Kalaschnikow – mon amour“ erarbeitet. Diese Ko-Kreation zum Thema Männlichkeitsbilder changiert zwischen Traum und Trauma und bietet sehr persönliche Einblicke.

Gemeinsam mit Ina Holub, queere Body-Positivity-Aktivistin, stellte Corinne Eckenstein den zweiten Schwerpunkt der SKIN Festivalreihe vor: SKIN#2 “my body, my rules!” Queerness/Sex & Gender/Body Positivity findet von 22.–28.11.21 im Dschungel Wien statt. Diesen Festivalschwerpunkt eröffnet die Produktion „I-object“ von Körperverstand. Tanztheater Wien und der Choreografin/Regisseurin Steffi Jöris, die ebenfalls am Podium saß. Das Stück über Rollenbilder und Genderfluidität ist eine Gegenüberstellung von Realität und digitalen Abbildern und ein Plädoyer dafür, dass keines unserer Gefühle in eine Schublade passen muss.

Der letzte Festivalschwerpunkt SKIN#3 “laughing & fighting: feminist resistance now!” Feminismen/Intersektionalität/Aktivismus & Humor findet vom 7.–13.3.2022 statt und bringt eine Vielzahl an spannenden Produktionen und Gastspielen auf die Bühne des Theaterhauses für junges Publikum.

Des Weiteren wurde die diesjährige Wien Modern-Produktion „Der Besuch vom kleinen Tod“ von netzzeit (Regie: Michael Scheidl) vorgestellt, ein Musikmärchen nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Kitty Crowther, vertont von einem der bedeutendsten Komponisten der Gegenwart, Klaus Lang .

Rino Indiono, Tänzer und Schauspieler, sprach über sein Debutstück „From The Heart“ (13+), das mittels interaktiver Medien und aufwändiger Mapping-Videos die Geschichte von Jin und der Trauer um seine Mutter in Form einer magischen Heldenreise erzählt.

Der Schauspieler und Regisseur Richard Schmetterer, der in der Weihnachtsproduktion „Bambi“ (6+) auf der Bühne zu sehen sein wird, stellte neben dieser bereits mit dem STELLA21 – Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum als „herausragende Produktion für Kinder“ ausgezeichneten Produktion auch sein Live-Hörspiel für alle Sinne „Das Alphabet der Träume“ (5+) vor.

Alexandra Hutter, kaufmännische Leitung des Hauses, präsentierte am Ende der Pressekonferenz die diesjährige Benefiz-Gala zugunsten der Kulturpatenschaft: Mit einem Best-of des Kabarettisten Lukas Resetarits und einem Menü von Colette Prommer in Zusammenarbeit mit dem Dschungel Café und einer Versteigerung von Kunstwerken werden Spenden zugunsten von Kindern und Jugendlichen gesammelt, die es sich nicht leisten können, ins Theater zu gehen.

„Das „Covid-Maßnahmenpaket für einen erfolgreichen Start ins Schuljahr SICHERE SCHULE“ https://sichereschule.at/ des Bundesministeriums sieht vor, dass ab einer risikoadjustierten 7-Tage-Inzidenz von 200 KEINE Schulveranstaltungen stattfinden – d.h. kein Besuch im Theater, im Museum, in der Bücherei, dem Konzerthaus, dem Kino und anderen Veranstaltungsstätten.

[mst]

Link zu: Dschungel Wien

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