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Internationales Roséweinfestival feiert Premiere in Graz
copyright: Johanna Lamprecht
© Johanna Lamprecht
  

Drei hochkarätige Masterclasses für Professionals und private Roséwein-Liebhaber beim Internationalen Roséweinfestival Steiermark: In Kooperation mit Vinaria organisierte Wein Steiermark am Donnerstag, 10. Juni 2021, eine gesetzte, kommentierte Verkostung in der Alten Universität Graz. Thema waren ausschließlich Roséweine und Schilcher, letztere die Leitsorte der Herkunft Weststeiermark DAC.

Damit tragen die Veranstalter dem anhaltenden Hype um Roséweine Rechnung. Früher als „Sommerwein“ in Fachkreisen oft belächelt, haben sich Roséweine einen fixen Platz in den Herzen der Weinfreunde und die Weinkarten der Gastronomie erobert.

Roséweine haben immer Saison

Roséweine erleben in Österreich und international einen wahren Boom. Vom „Gemisch“ entwickelte sich Rosé zur eigenständigen, gefragten Weinkategorie. Die Weine werden mittlerweile in allen Qualitätsstufen gekeltert, auch als Riedenweine. Viele Winzer bauen ihre Rosèweine reinsortig aus, aber auch exzellente Cuvetierungen spiegeln das große Know-how der heimischen Winzer wieder. Einzelne Winzer haben sich sogar auf Roséweine spezialisiert, etwa „Miss Rosé“ Pia Strehn aus dem Mittelburgenland. Sie war in den Masterclasses selbstredend mit einem Top-Rosé vertreten.

"Gerade das Weinland Steiermark verfügt in allen drei Herkünften und im Besonderen im Weststeiermark DAC – über hervorragende Roséweine, die das gesamte Spektrum der Rosés abdecken, von frisch-rassig-knackig bis hochfein, elegant und finessenreich", sagt Stefan Langmann, stellvertretender Obmann Wein Steiermark. Der Schilcher beziehungsweise Blaue Wildbacher spielt im Konzert der besten Roséweine eine führende Rolle und gewinnt immer mehr Fans.

Längst haben Roséweine ganzjährig Saison, sind besonders vielfältige Speisebegleiter und decken alle „Gewichtsklassen“ ab: Von frisch-fruchtig-leicht über gehaltvoll unkompliziert bis zu strukturiert, stoffig, vielschichtig, mit Tiefgang und Länge. Der aktuelle Jahrgang 2020 ist ein typisch steirischer Weinjahrgang und wartet mit frischen, fruchtigen Weinen auf, die viel Trinkspaß vermitteln. Auch in den anderen Weinbaubundesländern hat sich in der pinken Szenen in den vergangenen Jahren viel getan.

Größte Roséwein-Verkostung Österreichs

Diesen Trends auf der Spur ist alljährlich Österreichs größte Roséverkostung, die das Weinmagazin Vinaria ausrichtet. Die jüngste Auflage ist in der eben erschienenen Ausgabe 3/21 publiziert, anonym (blind) degustiert und bewertet wurden darin rund 200 Roséweine Jahrgang 2020. Vinaria widmet traditionell auch dem Schilcher viel Aufmerksamkeit und dokumentiert die ausgezeichnete Entwicklung dieser autochthonen weststeirischen Rebsorte.

Vor diesem Hintergrund wurde das Konzept des Internationalen Roséweinfestivals kreiert von Wein Steiermark und Vinaria. Dieses startet 2021 pandemiebedingt vorerst mit drei Masterclasses im prächtigen Rahmen der Alten Universität Graz. Für die kommenden Jahre ist ein zügiger Ausbau um eine große Publikums-Verkostung, Symposium und Abendevent geplant. Die Location ist der hohen Rosékompetenz in der Steiermark geschuldet.

30 (Inter-)nationale Weine

Zur Verkostung gelangte bei den Masterclasses 2021 eine repräsentative Auswahl an Schilcher- und Roséweinen aus der Steiermark, ergänzt um erstklassige Rosè aus anderen österreichischen Weinbaugebieten und internationale Vertreter. Letztere zeigten etwa den „Rosé de Coeur de Grain“ von Domaines Ott Chateau Romassan, das Rosé-Flaggschiff aus der der südfranzösischen Provence. Oden den mit viel Glamour behafteten, sehr vielseitigen Miraval, den „Rosé der Stars“, steht doch das Château im Miteigentum von Angelina Jolie und Brad Pitt. Dazu einen der besten Rosé aus Italien von der Tenuta Feudi di San Gregori in Kampanien. Aber auch einen Rosé aus Granacha-Reben eines kleinen, jungen, spanischen Bioweinguts.

Fact & Figures zum Schilcher

Die Steiermark ist ein „Roséwein-Kompetenzzentrum“. Mit der autochthonen Sorte „Blauer Wildbacher“, aus welcher der bekannte Schilcher gekeltert wird, hat die Steiermark schon früh eine Vorreiter-Rolle übernommen: „Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre wurde der als Roséwein ausgebaute Wein schon für die Steiermark geschützt, mit Einführung des DAC-Systems mit dem Jahrgang 2018 wurde die Herkunft des regionaltypische Schilcher mit „Weststeiermark-DAC“ definiert“, erklärt Werner Luttenberger , der steirische Weinbaudirektor.

Der Blaue Wildbacher/Schilcher liegt mit 535 Hektar und einem Anteil von 10,5 % der gesamtsteirischen Fläche an 4. Stelle der aktuellen Rebsorten-Statistik in der Steiermark. Ein Plus von 12% im Vergleich zur Erhebung davor. In der Weststeiermark ist die Sorte Blauer Wildbacher mit 419 Hektar die am stärksten gepflanzte Sorte und nimmt knapp zwei Drittel der weststeirischen Fläche ein.

[mst]

Link zu: Wein Steiermark

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