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Neues Führungsteam der Neuen Oper präsentiert Jahresprogramm
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Intendantin Anna Sushon und Geschäftsführer Alexander Kaimbacher der Neuen Oper (NOW) - die Institution für zeitgenössisches Musiktheater - präsentierten die Neuausrichtung und das Jahresprogramm 2026 unter dem Motto: "SCHICHTEN" . Das neues Führungsduo setzt auf künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz – innovative Formate und niederschwellige Zugänge.

Zweierteam übernimmt NOW-Leitung

Die NOW Wien, seit über drei Jahrzehnten prägende Institution für zeitgenössisches Musiktheater in Wien startet mit einem neuen Führungsduo in die Zukunft. Sie übernehmen die Leitung von Gründungsintendant Walter Kobera. Bei einer Pressekonferenz im Presseklub Concordia stellten sich heute die neue Intendantin Anna Sushon und der neue Geschäftsführer Alexander Kaimbacher erstmals der Öffentlichkeit vor und präsentierten ihre Visionen sowie das ambitionierte Jahresprogramm 2026 unter dem Motto „SCHICHTEN“. Opernsänger Felix Heuser, der in beiden Hauptproduktionen dieser Saison mitwirken wird, sprach aus Künstlerperspektive über die Bedeutung der Institution für junge Künstlerinnen und Künstler sowie die Musikstadt Wien.

Anna Sushon bringt internationale Erfahrung als Dirigentin und Korrepetitorin mit, u.a. an der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Festwochen und den Bregenzer Festspielen. Alexander Kaimbacher, Universitätsprofessor für Gesang an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz und Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, übernimmt die kaufmännische Leitung.

„Wir verstehen die NOW als Versuchslabor für innovatives zeitgenössisches Musiktheater“, betonte Anna Sushon. „Wir wollen neue Musik in Kunst, Kultur und Bildung zusammendenken und dabei unser Publikum herausfordern, neue Perspektiven einzunehmen. Zeitgenössisches Musiktheater soll einen Raum für kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen bieten.“ Alexander Kaimbacher ergänzte: „Die NOW steht für hohe Qualität und Professionalität im zeitgenössischen Musiktheater. Wir werden die bewährte schlanke Struktur beibehalten und gleichzeitig neue Wege gehen – insbesondere mit unseren Hot Spot NOW-Projekten, die zeitgenössisches Musiktheater direkt zu den Menschen in Stadtteile abseits der etablierten Kulturzentren bringen. So schaffen wir niederschwellige Zugänge zu Kunst und Kultur.“

2 Hauptproduktionen, 3 Hot Spot NOW-Projekte

Das Programmmotto „SCHICHTEN“ steht für das systematische Freilegen von Schichten menschlichen Denkens, Fühlens und Wollens. „Unsere Produktionen enthalten das Neue als das gut vergessene Alte und bieten einen gesellschaftlichen Austausch über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, erläuterte Anna Sushon. „Wir bringen durch künstlerische Wiederholung das zur Erscheinung, was unter Schichten zu verschwinden und zu vergessen droht.“

Als Hauptproduktionen präsentiert die Neue Oper Wien die Wiener Erstaufführung von Oscar Strasnoys a-capella-Operette „Geschichte“ nach Witold Gombrowicz im MAK – Museum für angewandte Kunst (Premiere: 15. September 2026) sowie die österreichische Erstaufführung von Liza Lims „Tree of Codes“ im REAKTOR in Kooperation mit Wien Modern und dem Klangforum Wien (Premiere: 31. Oktober 2026).

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den innovativen Hot Spot NOW-Projekten . Durch ihre Flexibilität und ihren performativen Charakter ermöglichen die drei Produktionen „Future Is Now“, „Le Deux“ und „Same New Story“, zeitgenössisches Musiktheater in die Wiener Außenbezirke direkt zu den Menschen zu bringen. „Die Hot Spots NOW sind transdisziplinäre Theaterprojekte, die ein begleitendes Programm für alle Publikumsschichten an entlegenen Standorten zeigen und damit die soziale Integration fördern“, erklärte Alexander Kaimbacher das Konzept.

Mit dem Projekt „Same New Story“ geht die Junge Oper Wien direkt in die Schulen: Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des BRG Pichelmayergasse in Wien-Favoriten werden in einem diskursiven Austausch Begriffe wie Zeitgeist, Way of Life und Zukunft neu verhandelt und im Heute verortet. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie die Neue Oper Wien mit ihrem Angebot auf junge Menschen zugeht und ihre Begeisterung für Kunst und Kultur weckt.

Über die Neue Oper

Die Neue Oper Wien (NOW) wurde 1994 von Walter Kobera gegründet und hat sich seither als zentrale Institution für zeitgenössisches Musiktheater in Wien etabliert. In über drei Jahrzehnten realisierte die NOW zahlreiche Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer Opern und brachte bedeutende Werke des 20. und 21. Jahrhunderts nach Wien, darunter Benjamin Brittens „Billy Budd“, Kurt Weills „Silbersee“, György Ligetis „Le Grand Macabre“ sowie Harrison Birtwistles „Punch and Judy“. Die Produktionen der NOW wurden international mit Preisen ausgezeichnet und erhielten breite Anerkennung in der Fachkritik. Als Plattform für junge Künstlerinnen und Künstler ermöglichte die NOW den Karrierestart international erfolgreicher Sängerinnen und Sänger wie Adrian Eröd, Michael Spyres, Georg Nigl und Daniela Fally.

Seit 2026 wird die Neue Oper Wien von Intendantin Anna Sushon und Geschäftsführer Alexander Kaimbacher geleitet. Mit innovativen Formaten wie den Hot Spot NOW-Projekten und Opernprojekten mit Jugendlichen erschließt die Institution neue Spielorte in Wiener Stadtteilen und richtet sich an breite Publikumsschichten. Weitere Informationen unter: www.neueoperwien.at

[mst]

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