Mit dem Jahresprogramm 2026 "Große Vergangenheit – Große Zukunft" wird die Gründung der ALBERTINA vor 250 Jahren gefeiert. Dabei rückt das gesamte Haus und seine Sammlung in den Mittelpunk. Die großartigen Bestände der international bekannten Kunstinstitution mit Kunstschätzen von Weltrang und als inspirierendes Kraftzentrum werden aus den Archiven, Dürers Hase aus seinem Stall geholt.
Zeitlose Kultur weiterentwickeln
"Wir entwickeln das Museum weiter, gewinnen neue Perspektiven auf das Vorhandene und denken die Sammlung konsequent für kommende Generationen weiter. Dabei geht es nicht nur darum, das Erreichte zu bewahren, sondern die Zukunft aktiv zu gestalten – gemeinsam mit unserem Publikum und offen für Innovation. Gute Kunst ist zeitlos mit einem besonderen Fokus auf das eigene, reichhaltige Erbe sowie mit inspirierenden Ausstellungen heimischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler. Dieses besondere Jahr feiern wir mit einem vielfältigen, lebendigen Programm, das Entdeckungen ermöglicht und neue, zukunftsorientierte Wege der Kulturvermittlung eröffnet", so Ralph Gleis, Generaldirektor der Albertina beim Jahres-Pressegespräch.
Offen für Zukunft
Viel wurde bereits geschrieben – und doch längst nicht alles gesagt. Was wurde bisher nicht erzählt? Was gibt es noch zu entdecken? Und wohin wird sich die Albertina n Zukunft entwickeln? Diese Fragen führen durch das Jubiläumsprogramm. Offen für Perspektivwechsel: Drei Ausstellungen zum Jubiläum In drei Hauptausstellungen (Faszination Papier, Sammeln für die Zukunft, Künstlerinnen der Albertina) mit innovativen Ansätzen wird die weltberühmte Sammlung der Albertina aus neuen Perspektiven präsentiert. Es werden bislang kaum gezeigte oder unbekannte Objekte ebenso ins Licht gerückt wie Werke etablierter künstlerischer Positionen neu befragt. Ein „Entdeckungspfad“ durch die umfangreichen Sammlungen soll das Publikum in der Schau Faszination Papier anregen, das traditionsreiche Medium Papier neu zu erleben und mit der Kunst in ungewohnten Perspektiven in Interaktion zu treten.
Am Anfang stand eine Frau
Die Geschichte der Albertina neu zu betrachten meint auch, eine weibliche Persönlichkeit in den Mittelpunkt zu rücken, die in ihrer Bedeutung für die Sammlungsgründung häufig im Schatten ihres Gatten Herzog Albert von Sachsen-Teschen stand: Erzherzogin Marie Christine. Als Lieblingstochter der österreichischen Herrscherin Maria Theresia brachte sie das Vermögen in die Ehe ein, das den umfassenden Erwerb von Kunst ermöglichte. Zugleich war sie selbst von Jugend an künstlerisch tätig und setzte wichtige Impulse für die Sammeltätigkeit des Paares. Die Jubiläumsausstellung Sammeln für die Zukunft widmet sich dieser Geschichte der Albertina und zeigt dabei an erlesenen Beispielen wie Dürers Feldhasen bis hin zu den expressiven Zeichnungen Egon Schieles wie diese umfangreiche Kollektion zusammengetragen wurde.
Wo sind die Künstlerinnen?
Mit neuem Blick auf die Sammlung sind auch die Künstlerinnen in einer großen Herbstausstellung zu entdecken, die bisher zu wenig beachtete weibliche Positionen in einem epochenübergreifenden Dialog vereint. Während es in der zeitgenössischen Kunst heute nahezu als Selbstverständlichkeit gilt, Künstlerinnen bei Neuerwerbungen zu berücksichtigen, stellt sich die Frage bezüglich der historischen Sammlung bis heute. Wo sind die Künstlerinnen? Welche Werke verbergen sich in einer der größten Sammlungen der Welt? Wer hat sie gesammelt? Ein laufendes Forschungsprojekt zeigt bereits jetzt erstaunliche Ergebnisse.
Im Jubiläumsjahr geben wir einen Einblick in den aktuellen Kenntnisstand und die Vielfalt der von Frauen geschaffenen Kunst.
Highlights 2026
Im kommenden Jahr wird an den drei Standorten ein breit gefächertes Angebot präsentiert: Nach mehreren Jahrzehnten ist im Frühjahr erstmals wieder der französische Meister der politischen Karikatur, Honoré Daumier, zu sehen, dessen Werk viele Künstlergenerationen bis heute beeinflusste. Die große Herbstausstellung widmet sich den beiden bedeutendsten figurativen Malern des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso und Francis Bacon. Mit KAWS. Art & Comix lädt die ALBERTINA MODERN zu einem Dialog von Gegenwartskunst an der Schnittstelle zwischen Comics und Kunst. Richard Prince widmet die Albertina eine große Retrospektive mit einem Schwerpunkt auf seine fotografischen Werke von den 1970er-Jahren bis heute. Mit Ausstellungen zum Schaffen von Helga Philipp und Shara Hughes legt die Albertina auch im Jubiläumsjahr erneut einen Schwerpunkt auf die Präsentation national wie international bekannter weiblicher Positionen. Mit einer umfassenden Retrospektive zu Franz West und einer Hommage an Arnulf Rainer widmet die Albertina zwei großen Meistern aus Österreich Einzelausstellungen.
Feste feiern, wie sie fallen
In der ALBERTINA KLOSTERNEUBURG ist das Jahresmotto Donated with Love. Die Ausstellung ist eine Sammlungspräsentation der jüngsten Schenkungen von Sean Scully bis Julie Mehretu , die das breite Spektrum der zeitgenössischen Sammlung abbildet. Offen für alle Zum Albertina-Geburtstag am 4. Juli lädt das Museum im Palais am Samstag und Sonntag bei freiem Eintritt zum Besuchen und Entdecken ein – ein besonderes Event, das gemeinsam mit dem Publikum gefeiert wird. Die Besucher:innen erwartet ein vielfältiges Familien- und Vermittlungsprogramm.
Am Abend des Jubiläums findet im Musensaal ein offizieller Festakt mit einer Ansprache des Bundespräsidenten statt.
Die Albertina Klosterneuburg veranstaltet am Donnerstag, 27. August ein Künstler-Fest, bei dem das Publikum gemeinsam mit namhaften Künstler:innen im attraktiven Innenhof des Museums feiert. Am Samstag, dem 26. September, lädt die Albertina zu einer Zeitreise ins 18. Jahrhundert und einem besonderen Fest: Wer beim Rokoko Special kostümiert erscheint, erhält kostenlosen Eintritt – und Partystimmung nach dem bewährten Rezept von ALBERT & TINA. Das Jubiläum der Albertina findet auch international große Beachtung: In den österreichischen Kulturforen zahlreicher Metropolen – darunter New York, London, Madrid, Rom oder Prag – werden Gegenwart und Geschichte des Museums und seiner Sammlung präsentiert. 4