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Abbau bürokratischer Hürden statt staatlich verordnetes Sparmenü
copyright: Die Fotografen_Alois Rainer
© Die Fotografen_Alois Rainer
  

Die heimische Gastronomie steht seit Jahren unter massivem Kostendruck - und zwar am Ende der gesamten Kostenkette. Gleichzeitig zeigen aktuelle Erhebungen klar: Über 90 Prozent der Gastronomen haben ihre Preise nicht im Ausmaß der tatsächlichen Kostensteigerungen erhöht.


Strukturelle Maßnahmen statt Planwirtschaft

„Österreich verzeichnet seit Jahren eine Inflationsrate deutlich über dem EU-Durchschnitt und liegt im europaweitem Spitzenfeld. Wer diese Entwicklung ernsthaft bekämpfen will, muss sich dringend mit ihren Ursachen auseinandersetzen – hohen Energiepreisen, hohen Arbeitskosten durch Lohnnebenkosten und einer überbordenden Bürokratie“, zeigt Alois Rainer, Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), wenig Verständnis für zuletzt kolportierte Vorschläge wie ein staatlich verordnetes ‚Sparmenü‘. „Symbolpolitik ersetzt keine strukturellen Maßnahmen“, betont Rainer.

Die österreichische Gastronomie sei breit aufgestellt und biete seit jeher ein vielfältiges Angebot, vom leistbaren Mittagstisch bis zur gehobenen Küche. „Was es nicht braucht, sind zusätzliche Vorgaben, die an Planwirtschaft erinnern“, so Rainer. „Unsere Betriebe reagieren längst verantwortungsvoll auf die wirtschaftliche Lage ihrer Gäste.“

Rückläufige Betriebsergebnisse seit 2019

Fakt ist: die heimische Gastronomie steht seit Jahren unter massivem Kostendruck - und zwar am Ende der gesamten Kostenkette. „Wir Wirte sind die ersten, die von steigenden Preisen betroffen sind. Darauf müssen wir reagieren, denn Preissteigerungen sind keine Willkür, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Jede Wirtin und jeder Wirt muss steigende Löhne, Pacht, Wareneinkauf, Energie, Investitionen und Rücklagen finanzieren“, erklärt Rainer. „Gleichzeitig zeigen unsere Erhebungen klar: Über 90 Prozent der Gastronom:innen haben ihre Preise nicht im Ausmaß der tatsächlichen Kostensteigerungen erhöht.“

Die Folgen sind deutlich spürbar: „Über alle Betriebstypen hinweg sind die Betriebsergebnisse seit 2019 rückläufig. Das zeigt unmissverständlich, dass wir es mit systemischen Ursachen zu tun haben.“ Besonders belastend seien dabei die hohen Arbeits- und Energiekosten sowie der bürokratische Aufwand. „Gastronom:innen verbringen im Schnitt rund zehn Stunden pro Woche mit administrativen Tätigkeiten – Zeit, die im Betrieb und für die Gäste fehlt.“

„Wer die Inflation nachhaltig senken will, muss an echten Stellschrauben drehen: finanzielle Entlastung, leistbare Energie und spürbarer Abbau bürokratischer Hürden“, betont Rainer abschließend. „Nur so können Betriebe wirtschaftlich stabil arbeiten - und das wirkt sich auch positiv auf Angebot und Preise für die Gäste aus.

[mst/kjz]

Link zu: Wirtschaftskammer

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