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50 Prozent des Spargelangebots im LEH kommt aus Österreich
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Woher kommt der Spargel in den Supermarktregalen? Das hat der Österreichische Branchenverband für Obst und Gemüse (ÖBOG) in einem aktuellen Store-Check untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass mehr als die Hälfte des Angebots im LEH aus dem Ausland stammt. LKÖ und ÖBOG fordern daher eine Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen für österreichische Betriebe, insbesondere im Lohnnebenkosten-Bereich.

Spanischer und italienischer Spargel

Insgesamt werden rund 2.300 Tonnen Spargel in Österreich produziert. Der Großteil kommt dabei aus dem Marchfeld. Jedes Jahr essen wir im Schnitt 0,5 kg der grünen und weißen Stangen. Woher der in den Supermärkten angebotene Spargel kommt, war Gegenstand eines umfangreichen Store-Checks, der vom ÖBOG im Zeitraum von Ende März bis Mitte Mai 2024 im Wiener Lebensmittelhandel durchgeführt wurde. Dabei wurden elf verschiedene Filialen von insgesamt sechs Lebensmittelhändlern bis zu viermal aufgesucht. Insgesamt gab es 16 Filialchecks.

Das wichtigste Ergebnis: Von den 53 gefundenen Spargelprodukten entfielen 26 auf heimische Ware (49%) und 27 (51%) auf importierte Lieferungen. Diese stammten großteils aus Spanien, gefolgt von Italien und Griechenland. Auch aus Ungarn, Deutschland und der Slowakei wurden Produkte angeboten.

Mehr Bio-Spargel aus Österreich

Beim Weißspargel kamen 13 der 23 Spargelprodukte aus Österreich (57%), 10 aus dem Ausland. Beim Grünspargel waren hingegen nur 12 der 28 Spargelpakete (43%) hierzulande erzeugt und geerntet worden, 16 und somit die Mehrheit kamen aus dem Ausland. Es wurde auch zweimal violetter Spargel angeboten, einmal aus Österreich, einmal Importware. Acht der 26 österreichischen Spargelbündel waren biologisch erzeugt worden, was 31% entspricht, während es bei den importierten nur sechs von 27 waren und somit 22%.

Wettbewerbsbedingungen verbessern

Heimischer Spargel besticht nicht nur durch Qualität und Frische. Durch die kurzen Transportwege und die höheren Sozialstandards für die Saisonarbeitskräfte können die Konsumentinnen und Konsumenten dieses gesunde, wohlschmeckende Gemüse mit bestem Gewissen genießen. Wichtig ist daher, dass sowohl Handelsfilialen, als auch die Österreicherinnen und Österreicher primär heimischer Qualität 'die Stange halten'", betont ÖBOG-Obmann Manfred Kohlfürst. "Gleichzeitig fordern wir die Politik auf, die Wettbewerbsbedingungen für unsere Betriebe auf den heiß umkämpften Märkten zu verbessern, insbesondere durch Entlastungen im Lohnnebenkostenbereich. Nur so und durch gezielte Vermarktung und Bewerbung regionaler, saisonaler Qualität kann es uns gelingen, den Selbstversorgungsgrad von knapp 50% zu halten oder auszubauen."

Ausländische Dumpingpreise

Klargemacht hat der Store-Check nämlich auch, dass ausländische Ware oftmals zu regelrechten Dumping-Preisen angeboten wird. Während konventioneller, heimischer Weißspargel im Untersuchungszeitraum im Schnitt zu 7,51 Euro je 500 g angeboten wurde, kostete Auslandsspargel nur 5,10 Euro je 500 g und war somit um 2,41 Euro billiger. Bei grünem Spargel waren die Preisunterschiede ähnlich. Kostete konventionelle heimische Ware durchschnittlich 7,25 Euro je 500 g, so waren es bei Auslandsspargel im Schnitt 4,76 Euro je 500 g und somit 2,49 Euro weniger. Dieser Unterschied ist nur durch deutlich niedrigere Produktionskosten zu erklären. Bei Biospargel waren die Abstände geringer.

Lohnnebenkostenbereich aus der Welt schaffen

"Die österreichischen Gemüsebaubetriebe leiden seit Jahren unter den hohen Lohnnebenkosten. Diese führen im Vergleich zum benachbarten Ausland zu höheren Produktionskosten und massiven Wettbewerbsnachteilen. Auch die Arbeitskräfte brauchen mehr Netto vom Brutto. Spätestens im nächsten Regierungsprogramm muss diese unfaire Benachteiligung unserer heimischen Gemüsebetriebe aus der Welt geschafft werden", unterstreicht LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.

[mst]

Link zu: LK Österreich

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