Passwort vergessen?
 
Neuen Account erstellen
 
Warum registrieren
 
Nachricht
DruckenArtikel als pdf anzeigen

MAK 2023 zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft
copyright: MAK_Georg Mayer
© MAK_Georg Mayer
  

Das MAK hat seine Besucherzahl im Vorjahr um rund ein Drittel steigern können. 2023 taucht man unter anderem in virtuelle Welten ein und widmet „200 Jahre Lobmeyr“ eine Schau. Mit drei zeitgleichen Ausstellungen – FALTEN, BIRKE GORM: dead stock und SONJA BÄUMEL. ENTANGLED RELATIONS—ANIMATED BODIES – eröffnet das MAK am 31. Jänner ein höchst vielfältiges Programm.

2023 wird ein Fest

Die diesjährigen Themen spannen einen weiten Bogen über die unterschiedlichen im MAK vertretenen Themen und Sammlungsbereiche und vertiefen den interdisziplinären Ansatz, wie er bereits in der vielschichtigen Ausstellung THE FEST. Zwischen Repräsentation und Aufruhr (zu sehen bis 7.5.2023) verfolgt wird. So beschäftigt sich /imagine: Eine Reise in die Neue Virtualität mit dem virtuellen Raum, FABRIC OF COMMUNITY. Textil und Keramik in der zeitgenössischen Kunst legt Schnittstellen zwischen bildender und angewandter Kunst, Architektur und Musik offen, während die Ausstellungen GLANZ UND GLAMOUR. 200 Jahre Lobmeyr und WIENER WELTAUSSTELLUNG 1873 REVISITED. Ägypten und Japan als Europas„ Orient“ an die Entstehung der MAK Sammlung anknüpfen.

„Wir blicken auf ein Jahr 2022, das der inhaltlichen und räumlichen Öffnung des Hauses, der Diversität auf vielen Ebenen, neuen Kontextualisierungen der Sammlung aus zeitgenössischer und postkolonialer Perspektive und auch einem verstärkten Fokus auf Künstlerinnen und Gestalterinnen gewidmet war. Wir freuen uns, diese Schwerpunkte auch im Jahr 2023 fortzuführen und weiterzuentwickeln.“, so Lilli Hollein, Generaldirektorin des MAK.

Im Zentrum die Gegenwart

Die Öffnung der ehemaligen MAK Direktion für Ausstellungs-, Diskurs- und Performance-Formate legte 2022 den Grundstein dafür, der Gegenwart einen zentralen Platz in der Mitte des MAK zu geben. Ab Mai 2023 steht ein weiterer, repräsentativer Ausstellungsraum im Haupthaus am Stubenring für gegenwärtige Positionen aus Kunst, Design und Architektur zur Verfügung: Die zentral in der MAK Säulenhalle gelegene, ehemalige MAK Schausammlung Teppiche wird zu MAK CONTEMPORARY. Eröffnet wird dieser umgewidmete Saal mit Land of Lashes (24.5.–1.10.2023), der ersten Einzelausstellung der bedeutenden New Yorker Künstlerin Rosemarie Castoro in Österreich. Im Herbst folgt hier eine Personale des in Hongkong geborenen Künstlers Wong Ping (MAK CONTEMPORARY, 25.10.2023–31.3.2024), der in seinen Animationsfilmen und Installationen Wünsche, Fantasien und unterdrückte Gefühle anspricht.

Die Präsentation der MAK Schausammlung Teppiche wird 2023 überarbeitet und umziehen. Im Jahr 2024 wird der bisherige Raum für Wechselausstellungen oberhalb der MAK Schausammlung Wien 1900 im 2. Stock zum neuen permanenten Schauraum für die bedeutende Teppichsammlung des MAK. Auch das MAK Untergeschoß präsentiert sich zur Eröffnung der drei Ausstellungen Ende Jänner teilweise neugestaltet. Durch die Öffnung der Umgänge um den zentralen Raum wurde hier mehr räumliche Klarheit und einfachere Orientierung zwischen den Sonderausstellungsräumen und dem MAK Design Lab geschaffen.

Raum für angewandte Kunst und Architektur

Die Präsentationen in den großen Ausstellungshallen widmen sich in unterschiedlicher Form wesentlichen Aspekten der angewandten Kunst. /imagine: Eine Reise in die Neue Virtualität (MAK Ausstellungshalle, 10.5.– 10.9.2023) stellt ein internationales Spektrum zeitgenössischer Positionen unterschiedlicher Generationen und kultureller Hintergründe und Disziplinen vor, die sich mit Gestaltung, Architektur und Städteplanung im virtuellen Raum auseinandersetzen. Von auf Instagram populären virtuellen Architekturrenderings bis zu kritischem Storytelling und KI-basierten Designs reflektiert die Ausstellung deren gesellschaftliche, ökologische, politische und infrastrukturelle Auswirkungen und zeigt neue Erzählungen und Handlungsmöglichkeiten im virtuellen Raum auf, die sich in der realen Welt fortsetzen können.

Anlässlich des 200-jährigen Bestehens von J. & L. Lobmeyr rollt das MAK mit der Jubiläumsausstellung GLANZ UND GLAMOUR. 200 Jahre Lobmeyr (MAK Ausstellungshalle, 7.6.–24.9.2023) die engen Verbindungen des Museums mit dem Glasverleger auf. Seit 1823 steht Lobmeyr für in Zusammenarbeit mit herausragenden Gestalter*innen entstandene, kunstvoll ausgeführte Gläser, Trinkservice und Luster, deren Vielfalt das MAK, das in seiner Sammlung über umfassende Bestände quer durch die Dekaden verfügt, nachempfindbar macht. Textil und Keramik gewinnen derzeit an Präsenz in zeitgenössischen Ausstellungen. Künstler*innen experimentieren in den letzten Jahren wieder verstärkt mit handwerklichen Techniken der angewandten Kunst. Das intermediale Potenzial, das Material, Ästhetik und Gesellschaft vor der Folie der Avantgarde verbindet, ist Thema der Ausstellung FABRIC OF COMMUNITY. Textil und Keramik in der zeitgenössischen Kunst (MAK Ausstellungshalle, 13.12.2023–28.4.2024). Fragen der Appropriation, feministische und queere Kontexte treffen hier auf eine Dynamik, in der sich verschiedene Erzählungen ineinander spiegeln.

Herausragende Künstlerinnenpositionen

Der 2022 gestartete Schwerpunkt auf herausragende Künstlerinnenpositionen wird 2023 mit fünf Ausstellungen vertieft. Neben der Personale zu Rosemarie Castoro schreibt Birke Gorm in der MAK Galerie mit dead stock (1.2.– 25.6.2023) ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Wert von Material und Arbeit im Kontext von Geschlechterrollen weiter. Lili Reynaud-Dewar präsentiert in der MAK Direktion das Projekt Rome, 1er et 2 novembre 1975 (29.3.–6.8.2023), das sich auf die Ereignisse der Nacht bezieht, als der Dichter und experimentelle Filmemacher Pier Paolo Pasolini nahe Rom ermordet wurde. Die Ausstellung GERTIE FRÖHLICH. Schattenpionierin (MAK Kunstblättersaal und MAK Direktion, 13.9.2023–3.3.2024) zeigt das vielschichtige Werk der 2020 verstorbenen Künstlerin, Kunstgewerblerin, EatArt-Aktivistin, Grafikerin und einflussreichen Netzwerkerin der Wiener Nachkriegsmoderne, und STERNE, FEDERN, QUASTEN. Die WienerWerkstätte-Künstlerin Felice Rix (1893–1967) (Zentraler Raum MAK Design Lab, 22.11.2023–21.4.2024) gibt einen Einblick in das Œuvre und den eigenständigen Stil einer der bemerkenswertesten Künstlerinnen der Wiener Werkstätte.

Ort für Mode

Auch 2023 bleibt das MAK ein Ort für Austausch und Diskurs zum Thema Mode. Der im Jahr 2022 erfolgreich im MAK Geymüllerschlössel lancierte Modeschwerpunkt (CON)TEMPORARY FASHION SHOWCASE geht in die zweite Saison. 2023 sind zwei Ausstellungen geplant, die sich der Mode und ihrem kritischen Potenzial widmen und dazu einladen, Mode neu zu denken. Im Haupthaus am Stubenring setzt sich die Ausstellung CRITICAL CONSUMPTION (MAK Galerie, 30.8.2023–8.9.2024) mit unserem Modekonsum auseinander, der paradigmatisch für den Konsum der kapitalistischen Gesellschaft des Globalen Nordens stehen kann, und beleuchtet den Stellenwert von Textilien vom Beginn der Moderne bis zu unserer heutigen globalisierten Wegwerfgesellschaft. Plakatkunst

Weitere Höhepunkte

Zu den weiteren Highlights im MAK zählen unter anderem auch die Ausstellung ZUR FREIEN ENTNAHME. Julius Deutschbauer – 30 Jahre Plakate (MAK Kunstblättersaal, 29.3.–6.8.2023), die alle 210 Plakate der vergangenen drei Jahrzehnte zeigt, mit denen Julius Deutschbauer im Eigenauftrag das Stadtbild Wiens verunsicherte, sowie die schon zur Tradition gewordene Präsentation des Wettbewerbs 100 BESTE PLAKATE 22. Deutschland Österreich Schweiz (MAK Design Lab, 27.9.2023–3.3.2024), die 2023 erstmals im neu geschaffenen Umgang im MAK Design Lab gezeigt wird.

Ein wesentliches Thema in Bezug auf die Geschichte der Stadt und des Hauses ist 2023 auch das 150-Jahr-Jubiläum der Wiener Weltausstellung 1873. Die Ausstellung WIENER WELTAUSSTELLUNG 1873 REVISITED. Ägypten und Japan als Europas „Orient“ (Zentraler Raum MAK Design Lab, 28.6.–22.10.2023) geht ebenso darauf ein wie ein Symposion anlässlich des 1873 im MAK veranstalteten Ersten Internationalen Kunstwissenschaftlichen Kongresses.

Öffnung und Kommunikation nach außen

Seit Frühjahr 2022 arbeitet das MAK intensiv an der Implementierung eines neuen Corporate Designs, das die Identität und Positionierung des MAK langfristig stärken wird. Die von Bueronardin entwickelte neue visuelle Identität schließt alle Bereiche der Kommunikation ein. Als Schritt der Öffnung des MAK in den Stadtraum wird ab Frühsommer 2023 der MAK Garten zu Museumsöffnungszeiten offen zugänglich sein. Damit wird die Verbindung zum dritten Bezirk/Wien Mitte gestärkt und zudem ein Durchgang zur benachbarten Universität für angewandte Kunst Wien geschaffen

[mst]

Link zu: MAK

Kommentare
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
Drucken

Lifestyle Nachrichten

24 Michelin-Restaurants in Wien und Salzburg

Esserwisser erzählen die Geschichte des Essens seit 1880

Museumsquartier mit nachhaltigem Jahresprogramm 2023

Unabhängige Privatbrauereien auf 43 Mitglieder angewachsen

Jede 10. Nächtigung in NÖ entfällt auf Urlaub am Bauernhof oder Privatzimmer

NÖ Tourismus fast auf Vor-Krisenniveau

down
Suche nach News

Bitte geben Sie den gewünschten Suchbegriff ein:

 
GO

  smsParkschein - Das App zum Erstellen einer SMS an Handy Parken