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Weinbauverband und LKÖ diskutierten Erfolge und Herausforderungen
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Den mittlerweile traditionellen Weihnachtsbesuch einer Delegation des Österreichischen Weinbauverbands an der LK Österreich nutzten die Spitzenvertreter beider Organisationen für einen Rückblick und Ausblick auf das kommende Weinwirtschaftsjahr 2023.

Kaum Eigenmarken im LEH

"Bei diesem Austausch konnte beiderseits festgestellt werden, dass es dem heimischen Weinbau dank gemeinsamer Anstrengungen, Unterstützungsmaßnahmen und guter Partnerschaften gelungen ist, die bisherige Corona-Krise recht gut zu bewältigen. Das stimmt optimistisch, ist jedoch gleichzeitig für uns alle ein neuer Arbeitsauftrag für 2023", hob LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger hervor. 74% des österreichischen Weines, der zu Hause konsumiert wird, werden mittlerweile über den LEH abgesetzt, 20% über den Ab-Hof-Verkauf und der Rest über den Fachhandel. Zunehmend Fuß fasst dabei auch der Online-Handel. Als vorteilhaft für die heimischen Winzerbetriebe erweist sich, dass der LEH bei Wein – im Gegensatz zu anderen Lebens- und Genussmittel-Kategorien – kaum Eigenmarken besitzt, sondern auf Herstellernamen und -marken bzw. Zusammenarbeit setzt. Aktionen sind natürlich auch in diesem Segment ein großes Thema, was Chance wie Herausforderung sein kann.

"Wichtig für den österreichischen Weinbau – auch im internationalen Umfeld – ist, dass die großen Weinbau-Bundesländer Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien gut zusammenwirken und sich austauschen. Aber auch diverse andere Regionen Österreichs machen sich in der Weinbranche verstärkt einen Namen und erzielen Erfolge. Darauf können wir weiterhin gemeinsam aufbauen", betonte Andreas Liegenfeld, Präsident des Weinbauverbands Burgenland. "Künftig wollen wir auch noch stärker an die landwirtschaftlichen Schulen herantreten, um bereits den Jugendlichen die vielfältigen Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der österreichischen Weinwirtschaft zu vermitteln", erklärte Reinhard Zöchmann, Präsident des Weinbauverbandes Niederösterreich.

Energiekosten und praxisferne EU-Pläne als Herausforderungen

Als eine der größten Herausforderungen wurden die enorm gestiegenen Energiekosten genannt, die etwa zu 50 bis 60% höheren Glas- bzw. Flaschenpreisen innerhalb eines Jahres (Jänner 2022 bis Jänner 2023) geführt haben. Aber auch Kartons, Verschlüsse und andere unverzichtbare Betriebsmittel sind erheblich teurer geworden. Die gemeinsam mit der Regierung erzielten Unterstützungsmaßnahmen wurden als überaus wichtig bezeichnet und anerkannt. "Die deutsche Energie- und Gaspreisbremse ist aber klarerweise eine große Herausforderung auf den offenen Märkten. Um diesbezüglich keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, streben wir weitere Maßnahmen an", betonte Moosbrugger.

Sorgen bereiten auch diverse, praxisferne EU-Strategien, wie etwa die Verordnung zur "nachhaltigen" Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (SUR – sustainable use regulation), welche den Pflanzenbau – und somit auch den Weinbau – in vielen Regionen Europas bzw. Österreichs verunmöglichen oder zumindest erheblich erschweren würde. Schließlich müssen auch die edlen Weinreben und -trauben gut vor diversen Schädlingen geschützt und vital erhalten werden. Als weitere Herausforderung werden diverse Kennzeichnungs- und Etikettierungspläne auf europäischer Ebene gesehen.

"Gemeinsam gilt es, diese und weitere Herausforderungen – im Sinne von Weinbaubetrieben und Bevölkerung – gut im Auge zu behalten und auf Praktikabilität zu pochen", betonten Liegenfeld und Zöchmann, die sich bei der LKÖ-Spitze auch für die gute Zusammenarbeit – insbesondere in Person von Weinbauverbands-Direktor und LKÖ-Weinexperte Josef Glatt – bedankten.

[mst]

Link zu: Landwirtschaftskammer Österreich

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