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ABGESAGT: Fahrenheit 451
copyright: Anna Stoecher
© Anna Stoecher
  

Die Eröffnungsproduktion im Theater in der Gumpendorferstraße ist "FAHRENHEIT 451 (AT)". Die Premierenaufführung nach einem Bestseller von Ray Bradbury in der Bühenfassung von Susanne Draxler und Mimu Merz findet (nach dr Vorafführung am 1.10.) am 3. Oktober um 20:00 statt. Weitere Aufführungstermine: 6., 7., 23. und 24. Oktober sowie 10., 11., 13. und 14.11.

13.Nov 20, 20:00 - 22:00

Theater in der Gumpendorferstraße
Gumpendorferstraße 67
1070 Wien

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Klassiker aus den 50-iger Jahren

Der dystopische Klassiker „Fahrenheit 451“ aus dem Jahr 1953 hat auf erschreckende Art und Weise unsere Gegenwart vorhergesehen: Bradbury prophezeit darin den visuell-digitalen Informationsfluss und seine Manipulationsmöglichkeit. Aus welchen Quellen setzt sich das Weltbild eines heutigen Menschen zusammen – aus journalistisch aufbereiteter Information, staatlicher Propaganda oder doch eher aus Social-Media-Algorithmen?

Von der Realität überholt

FAHRENHEIT 451 spielt in einem übermächtigen Staat, der die Bevölkerung bewusst unmündig hält, indem das Lesen von Büchern und damit einhergehend das Bilden von eigenständigen Gedanken und Gefühlen untersagt werden. Diese gelten als gefährlich, da sie die Gesellschaft destabilisieren könnten. Bücher werden als Hauptgrund für nicht systemkonformes Denken und Handeln angenommen und deshalb rigoros verboten. Die Bevölkerung wird mit sedierenden Drogen und Unterhaltungsmedien wie allgegenwärtigen Bildschirmen dumpf und ruhig gehalten. So wird sie vom eigentlichen politischen Geschehen geschickt abgelenkt.

Zum Aufstöbern aller noch existierenden Bücher und ihrer anschließenden Zerstörung gibt es die Feuerwehr – zweckumgekehrt Brände zu legen anstatt dieselben zu löschen. Der Protagonist Montag ist ein Feuerwehrmann, dem nach und nach Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns kommen. Nachdem er zwei Frauen begegnet, die das autoritäre System hinterfragen bzw. sich dagegen auflehnen, beginnt auch er, dieses System und seine Unterdrückungsmechanismen infrage zu stellen.

Überwachungsstaat

Susanne Draxlers und Mimu Merz’ Ansatz ist es, mit ihrer Bearbeitung des Romans eine mögliche und vielleicht sehr nahe Zukunft zu zeigen, in der Politik nicht mehr von der Bevölkerung mitgestaltet wird, sondern eine virtuelle Macht die Herrschaft über das Bewusstsein der Menschen übernommen hat. Diese bestimmt und überwacht die Lebensrealität der Gesellschaft. Die Grenzen zwischen Virtualität und Realität sind für das Individuum komplett verschwommen, sodass die Masse vollends lenkbar und kontrollierbar ist. Die neue Herrschaftsform ist die digital-totalitäre Diktatur. Das Erschreckende in diesem Zukunftsszenario ist, dass diese Diktatur vom Willen des Volkes getragen ist. Die Theaterfrau Susanne Draxler und Mimu Merz, Spezialistin für Visuals und elektronische Sounds, entwickeln gemeinsam einen faszinierenden Ausblick in eine Welt, die nur ein paar Atemzüge weit von uns entfernt sein könnte.



Es spielen: Jens Claßen, Michaela Kaspar, Raphael Nicholas, Lisa Schrammel, Georg Schubert

Textfassung und Regie: Susanne Draxler | Videoregie/Sounds: Mimu Merz



Karten:

+ ONLINE auf www.dasTAG.at rund um die Uhr und um 3 Euro billiger

+ TELEFONISCH unter 01/586 52 22

+ per MAIL an karten@dasTAG.at

[mst]

Link zu: Theater in der Gumpendorferstraße

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