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Buchrezension
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Der Geiger und der Regenwald
Cover: Der Geiger und der Regenwald
© Amalthea Verlag
  

Michael Schnitzler, den einen mehr bekannt als engagierter Kämpfer für einen kleinen schönen Teil Regenwald, den anderen als jahrezehntelanger Musiker und wieder anderen als Enkel eines berühmten Dichters der lange vor seiner Geburt verstarb, hat mit etwas Unterstützung seine Erinnerungen liebevoll zusammengefaßt.
 

Der Geiger und der Regenwald
Erinnerungen
Autor: Michael Schnitzler
Mitarbeit und Vorwort von
  Petra Hartlieb
1. Auflage, mit zahlr.
  Abb.,
272 Seiten
ISBN-13: 978-3-99050-204-4

Im Pressetext werden "Sind Sie verwandt mit Arthur Schnitzler?", "Als Sohn von Heinrich Schnitzler und Lilly Strakosch wächst er in den USA auf und studiert Violine in Wien. Seine unvergleichliche Musikkarriere führt ihn mit verschiedenen Orchestern und Ensembles auf internationale Konzertbühnen rund um die Welt" und "Doch sein persönliches Paradies entdeckt der begeisterte Reisende 1989 im Regenwald von Costa Rica, wo er die sanften Klänge der Violine gegen die Rufe von Brüllaffen und Papageien tauscht." genannt.

In den ersten Kapiteln wird vom Leben der Eltern, und Großeltern in großbürgerlichen Wien, und des 18. Bezirks erzählt. Ab 1938 leben die Eltern in den USA, wo 1941 Sohn Michael auf die Welt kommt. Michael lernt früh Violine und wird gefördert.

Als Michael 16 Jahre wird, übersiedelt die Familie nach Wien und es beginnt für musikbegeisterte Leserinnen und Lesern einiges mit Musikernamen zu lesen. Es wird von den Wiener Philharmonikern, den Symphonikern, der Oper, Kammermusik etc erzählt, daß es ein Vergnügen ist. Die Reflexionen in denen über Dirigenten zu lesen ist, sind hochinteressant. Bei den Abschnitten über die Kammermusik ist einiges von der Liebe zu dieser Art Musik zu spüren; einige Absätze in denen humorvoll über Situationen während Tourneen erzählt wird, brachten mich zum Lachen.

Im dritten Teil geht es um seine Liebe zu dem Stück Erde in Costa Rica, aus dem der „Regenwald der Österreicher“ entstand. Hier ist es faszinierend und berührend zu lesen, wie mühsam es war Unterstützung aufzutreiben, was alles im sprichwörtlichen Regen versank, welche Probleme es gab und gibt. (Anm: als jahrelange Unterstützterin des „Regenwald der Österreicher“ hat mich dieser Abschnitt am meisten interessiert). Der Epilog macht traurig, wenn der Autor seine Befürchtung, daß der Regenwald in 50 Jahren inexistent ist, formuliert.

Sprachlich sind die Erinnerungen leicht zu lesen. Inhaltlich gehen einige Stellen sehr unter die Haut – hier nicht nur die Art und Weise mit Eigentum umgegangen wurde, sondern auch daß es selbstverständlich war, daß Michaels Mutter in Wien nicht mehr als Krankenschwester arbeiten konnte, und damit nicht glücklich war, und später bei der Unterstützung des Regenwalds wie sich „die Politik“ verhielt, und der Epilog.

In Summe ein faszinierendes Buch, daß über Zwischenkriegszeit, USA, Musikerleben und Regenwald berichtet und unterhält. Ein wunderbares Buch zum selber lesen und verschenken!

[chs]

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