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Francesca Woodman vom 4. April bis 6. Juli 2025 Albertina
copyright: woodman_family_foundation
© woodman_family_foundation
  

Die ALBERTINA präsentiert die erste Museumsausstellung der amerikanischen Künstlerin Francesca Woodman in Österreich mit den Werken der SAMMLUNG VERBUND. Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 erwarb die SAMMLUNG VERBUND kontinuierlich Fotografien von Woodman. Alle in der Ausstellung zu sehenden 82 Werke, darunter 20 von der Künstlerin selbst entwickelte Fotografien, sind in der Albertina zu sehen.

von: 2.Apr 25
bis: 6.Jul 25


Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 534 83 -0
Fax: +43 1 534 83 -430
Email: info ::: albertina. at
https://www.albertina.at/home

Öffnungszeiten:
Tgl. 9 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
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Umfassendstes Oeuvre
 
Damit verfügt die Sammlung – abgesehen vom Nachlass – über den umfassendsten Bestand dieser außergewöhnlichen Künstlerin. Francesca Woodman (3. April 1958 – 19. Jänner 1981) kreierte ihr Œuvre in einer 9-jährigen Schaffensphase von 1972 bis 1981. Ihr Werk ist von einer leidenschaftlichen Selbstinszenierung sowie von der kreativen Positionierung des weiblichen Körpers im Raum gekennzeichnet, im Kontext konzeptueller Fotografie und Performance.

Die meisten Fotografien haben ein kleines, quadratisches Format, sind schwarz-weiß und wurden mit einer Mittelformatkamera aufgenommen. Die Künstlerin setzt ihren Körper, wie viele Künstlerinnen der Feministischen Avantgarde, oft nackt und auf überraschend unkonventionelle Art und Weise wie ein Werkzeug ein. In ihren ungewöhnlichen Atelierräumen, in den aufgelassenen Fabrikhallen, erforscht sie damit ihre Neugier auf das weibliche Selbst.

Wechselspiel von Licht und Schatten

„Mit der ersten umfassenden Francesca Woodman-Ausstellung in Österreich würdigt die ALBERTINA eine der einflussreichsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. In nur neun Jahren schuf Woodman ein bahnbrechendes Werk: Ihre eindringlichen Darstellungen machen sie nicht nur zum zentralen Motiv, sondern auch zum Medium ihrer Kunst. Durch den gezielten Einsatz von Spiegeln erweitert sie den Blick auf sich selbst und eröffnet neue geheimnisvolle Perspektiven. Ihre faszinierenden SchwarzWeiß-Fotografien und das spielerische Wechselspiel von Licht und Schatten verhandeln eindrucksvoll die Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens. Die Ausstellung unterstreicht die Bedeutung der ALBERTINA als eines der führenden Ausstellungshäuser für Fotografie, zugleich ist sie Teil eines klaren Schwerpunkts auf Künstlerinnen 3 – mit insgesamt sechs Personalen in diesem Jahr. Mein besonderer Dank gilt der SAMMLUNG VERBUND, die mit ihrer herausragenden Woodman-Sammlung diese Ausstellung ermöglicht hat und deren kontinuierliches Engagement für Künstlerinnen von unschätzbarem Wert ist“, so Ralph Gleis, Generaldirektor der ALBERTINA.

Neunjährige Schaffensphase

VERBUND CEO Michael Strugl erklärt: „In unserem Unternehmen setzen wir auf Gender Balance, Gleichstellung und Diversität. Diese Haltung spiegelt sich auch in der Ausrichtung der SAMMLUNG VERBUND. Durch die Kooperation zwischen ALBERTINA und VERBUND ist es möglich, unsere Werke einem breiten Publikum in einem renommierten Wiener Museum vorzustellen. Das freut mich sehr!“ Gabriele Schor, Gründungsdirektorin der SAMMLUNG VERBUND und Kuratorin der Ausstellung erklärt: „Die flüchtige Erscheinung des weiblichen Körpers wird manchmal als ästhetische Vorwegnahme ihres Suizids im Alter von 22 Jahren gedeutet. Die Ausstellung will hingegen ihr Werk nicht vom Ende, sondern vom Anfang ihrer Schaffenszeit interpretieren. Schon in frühen Jahren, während ihrer Studienzeit in den USA und in Italien gelingt es der Künstlerin virtuos und einzigartig den weiblichen Körper im Raum zu inszenieren. Ihre Verwendung von Requisiten wie Spiegel, Handschuhe, Tapeten, Mehl, Muscheln, Fliesen oder Aale ebenso wie ihr gekonnter formaler Einsatz von Licht und Schatten, lassen Genie und Meister:innenschaft erkennen. Ihre subtile Anwendung der genannten Requisiten schafft eine poetische Metaphorik. Ihre Fotografien stellen Fragen, deuten Antworten an und reflektieren eine spezifische Ambivalenz, was es bedeutet, Frau zu sein.“

Anerkennung nach dem Tod

Woodmans Werk fand erst nach ihrem Tod internationale Anerkennung und wird heute umfassend rezipiert. Die Themen ihrer Arbeiten kreisen um die kreative Selbstinszenierung des weiblichen Körpers. Die Künstlerin hinterlässt ein eindrucksvolles Werk, das auch vier Jahrzehnte nach ihrem Tod einzigartig und visionär bleibt. In der Ausstellung sind auch zwei von ihr selbst erstellte Künstlerinnen-Bücher zu sehen.

[mst]

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