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Ausstellungsbericht
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"Im Alleingang": Die Fotografin Elfriede Mejchar ab 17. April im MUSA
copyright: Wien Museum
© Wien Museum
  

Mit Elfriede Mejchar (1924–2020) ist eine große Fotokünstlerin zu entdecken, deren vielseitiges Werk von den späten 1940er Jahren bis ins 21. Jahrhundert reicht. Die Fotografin, die als Künstlerin erst spät Anerkennung gefunden hat, gehört mittlerweile zu den wichtigsten Vertretern der österreichischen und internationalen Fotoszene. Am 10. Mai 2024 wäre die Wiener Fotografin hundert Jahre alt geworden.

von: 17.Apr 24
bis: 1.Sep 24


Wien Museum - MUSA
Felderstrasse 6-8
1010 Wien, AT
https://www.wienmuseum.at/de/sta...

Öffnungszeiten:
Di - So (Fei): 10 - 18 Uhr

Seriell statt Augenblick
 
Die Ausstellung im musa präsentiert einen breiten Querschnitt durch das Gesamtwerk Mejchars und zeigt, wie eine künstlerische Außenseiterin die österreichische Fotografie der Nachkriegszeit quasi „im Alleingang“ erneuerte. Elfriede Mejchar setzte sich bewusst vom fotografischen Mainstream und vom gängigen Reportage-Stil ihrer Zeit ab. "Sie suchte nicht den sogenannten „entscheidenden Augenblick“, sondern näherte sich ihren Themen stark auf konzeptuelle, serielle Weise an", so Kuratorin Frauke Kreutler.

Nicht das Außergewöhnliche rückte sie ins Zentrum, sondern das Unspektakuläre und Gewöhnliche und Alltägliche, das sie in ihren Werkserien auf immer neue Weise umkreiste. Ihre Heimatstadt Wien erschloss sich die Fotografin von den Rändern her, das tausendfach abgelichtete ikonische Stadtzentrum hingegen interessierte sie wenig.

Schönheit inmitten von Ödnis

Als Fotografin war Elfriede Mejchar dort zu Hause, wo die Stadt ins Ländliche ausufert, wo sich die Zonen der Stadterweiterung, des Brach- und Grünlandes und des postindustriellen Zerfalls mischen. Aufmerksam und zugleich nüchtern dokumentierte sie in ihren Langzeitstudien die architektonischen und sozialen Texturen der Wiener Vorstadt: Neubauten, die sich immer weiter ins Grün hinausschieben, die Monotonie endloser Ausfallsstraßen, verfallene Industrieareale, Gemüseplantagen und in die Jahre gekommenen Gasometer, Barackensiedlungen und vergessene Schutt- und Brachlandschaften. Das Gesicht der Vorstadt ist bei Mejchar aber nicht nur grau, immer wieder blitzen aus der Ödnis des Brachlandes und des Verfalls auch Momente unvermuteter Schönheit auf.

Blumenstilleben und Hotelserie

Auch wenn die Wiener Stadt- und Architekturfotografie einen zentralen Stellenwert in Elfriede Mejchars Werk einnimmt, ist ihr Œuvre thematisch weitaus breiter. So wie die
Fotografin vergessene Landschaften und Bauwerke in einem neuen fotografischen Licht erscheinen lässt, so nähert sie sich auch Menschen und Pflanzen, Orten und Dinge auf
ungewohnte, überraschende Weise. In ihrer Serie „Hotels“ buchstabiert sie die Interieurs und Typologien österreichischer Unterkünfte durch, in ihren faszinierenden, oft in
leuchtenden Farben gehaltenen Pflanzen- und Blumenstilleben lotet sie die Zwischenstufen zwischen Blühen und Verwelken ästhetisch aus. Und in ihren frechen Collagen und Montagen, einem Werkkomplex, den sie bis ins hohe Alter weiterführte, baute sie gewitzte Fantasiewelten, die gleichermaßen gesellschaftskritisch und humorvoll sind.

Drei Parallelausstellungen

In einer Ausstellungskooperation zwischen dem Wien Museum, der Landesgalerie Niederösterreich und dem Museum der Moderne Salzburg wird das umfangreiche Gesamtwerk Elfriede Mejchars 2024 erstmals österreichweit parallel an drei Orten gezeigt. Die Ausstellungen in Krems, Wien und Salzburg erschließen das Werk der Fotografin aus unterschiedlichen Perspektiven:

musa

Im Alleingang. Die Fotografin Elfriede Mejchar

18. April bis 1. September 2024

Dienstag bis Sonntag,

10-18 Uhr

Eintritt € 8,00 / ermäßigt € 6,00. Freier Eintritt für alle unter

19 Jahren und jeden ersten Sonntag im Monat.

Publikumsservice +43 1 505 87 47 85173,

service@wienmuseum.at, www.wienmuseum.at

Kurator:innen Anton Holzer, Frauke Kreutler

Landesgalerie Niederösterreich

Elfriede Mejchar. Grenzgängerin der Fotografie

13. April bis 16. Februar 2025

Dienstag bis Sonntag,

10-18 Uhr

Moderne Salzburg

Poesie des Alltäglichen. Fotografien von Elfriede Mejchar

26. April bis 15. September 2024

Dienstag bis Sonntag,

10-18 Uhr

Salzburg

[mst]

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