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Ausstellungsbericht
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950 Jahre Benediktinerstift Admont
copyright: Stift Admont
© Stift Admont
  

2024 markiert ein für Geschichte und Zukunft des Stiftes Admont wichtiges Ereignis: 950 Jahre lebendiges Kloster. Grund genug, um ein Jubiläumsjahr mit zahlreichen Ausstellungen würdig zu begehen. Die „kulturellen Markierungspunkte“ sind die Umgestaltung der Museumslandschaft und die Präsentation der Sonder- und Dauerausstellungen, die einen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart spannen.


von: 3.Apr 24
bis: 3.Nov 24




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Streifzug durch die Stiftsgeschichte

Die Sonderausstellung zum Jubiläumsjahr will einen Querschnitt durch alle Jahrhunderte seit der Gründung im September 1074 bieten. Dabei werden beachtliche Werke der Kunst, der Handschriftenproduktion, der Religion und des Geistes präsentiert. Der erste Teil konzentriert sich auf die Auseinandersetzungen der Mönchsgemeinschaft mit den jeweiligen politischen Herausforderungen der Zeit. Es geht um die Blütephasen des Stiftes, etwa im Spätmittelalter und in der Zeit der Gegenreformation, aber auch um prekäre Zeiten. Immer wieder war das Stift existenziell bedroht: schon in der Gründungsphase, als der Admonter Konvent im sogenannten Investiturstreit die kirchliche Partei bezog, dann während der Reformation, als das Klosterleben beinahe zum Erliegen kam, in der Zeit Josephs II, als es für kurze Zeit aufgehoben wurde, nach dem großen Feuer von 1865 und schließlich während der NS-Zeit, als das Stift enteignet wurde und seine Mönche das Kloster verlassen mussten. Der Rundgang durch die Geschichte wird von zahlreichen hochkarätigen Exponaten gesäumt, die zum großen Teil aus eigenen Sammlungen stammen. Schätze aus der Bibliothek und aus dem Stiftsarchiv werden zu sehen sein, die noch nie gezeigt wurden.

1.000 Exponate im Museum für Gegenwartskunst

Im Museum für Gegenwartskunst findet sich zum Jubiläumsjahr einen Querschnitt aus dem seit 1997 im Aufbau befindlichen jüngsten Sammlungsteil des Stiftes Admont. Er besteht aus über 1.000 Werken von rund 180 überwiegend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geborenen österreichischen Künstlerinnen und Künstler.

Der erste Ausstellungsteil bildet den Grundstock der Sammlung ab, aus dem heraus sich alle weiteren Stränge entwickelt haben – österreichische Malerei ab den 1980ern. Die folgenden Bereiche der Ausstellung sind diversen Themenkreisen gewidmet: Leben, Tod und Auferstehung, dem Multimedia-Gesamtkunstwerk „Zeitperlen“ (2005– 2012) von Johannes Deutsch, Aspekten des Sehens, Arbeiten von Guillaume Bruère und Peter Unterthurner, in welchen es um mittelalterliche Madonnen geht.

Dialog zwischen alter und neuer Kunst

Seit seiner Eröffnung im Jahre 2003 ist das Museum des Stiftes Admont in seiner heutigen Form für den Dialog zwischen alter und aktueller Kunst bekannt. Die Stiftsbibliothek und die Museumsabteilungen kommunizieren miteinander. Werke aus der kunsthistorischen und naturhistorischen Sammlung finden sich in die Ausstellung eingebunden: als Originale, aber vor allem als integrierte Elemente in ausgewählten Werken der „MADE FOR ADMONT“-Auftragskunst. Sie sind das Ergebnis spezifischer Verortungsprozesse mit Bezug zur Region, zum Stift Admont, zum Museum und zu dessen Inhalten. Das Medium Fotografie spielt eine zentrale Rolle. Eine weltweite Besonderheit dieser Schiene ist die Spezial-Sammlung „JENSEITS DES SEHENS – Kunst verbindet Blinde und Sehende“. Bei diesen seit 2002 entstandenen Kunstwerken steht die visuelle Wahrnehmung nicht im Vordergrund. In einem eigenen Ausstellungsbereich werden die unterschiedlichen Entwicklungsstränge zweier für die steirische Kunstszene der Nachkriegszeit bedeutender Künstler greifbar: Hannes Schwarz (1926–2014) und Gustav Zankl (*1929).

Weltgrößte Klosterbibliothek

In einer Zeit der Superlative reiht sich die Stiftsbibliothek der Benediktinerabtei Admont gerne ein – in früheren Zeiten als „Achtes Weltwunder“ bezeichnet – als größter klösterlicher Bibliothekssaal der Welt. Diesen Anspruch erhebt sie durch die räumlichen Dimensionen und nicht durch den dort aufbewahrten Buchbestand von etwa 60.000 Büchern. Der Saal ist 70 Meter lang, 14 Meter breit und bis in den Gewölbescheitel über elf (im Mittelraum sogar über zwölf) Meter hoch. 48 Fenster geben das nötige Licht, zwölf weitere Fenster sind hinter den Bücherkästen versteckt. Es ist das Licht, das diesen majestätischen Raum mit seiner beeindruckenden Größe zu einem Saal der Offenheit, der Aufklärung und eines liberalistischen Geistes macht. Neben dem Licht sind es die Farben, die dem Raum sein unvergleichliches Aussehen verleihen: das Weiß der Regale, das Gold in Verzierungen und Ornamenten sowie die bronzefarbenen Skulpturen und Schnitzwerke – ein Meisterwerk des Spätbarocks, geplant durch den Architekten Joseph Hueber.

Die Vollendung der Raumschale geschah um 1776, die wichtigsten beteiligten Künstler waren Bartolomeo Altomonte (Deckenfresken) und Joseph Stammel (Holzskulpturen). Die Aufstellung der Bücher im großen Bibliothekssaal entspricht heute noch jenem gut durchdachten Gliederungskonzept, das schon bei der Fertigstellung des Raumes entwickelt worden war. Der Bestandwurde in Sachgruppen aufgegliedert, die auch heute noch an den lateinischen Aufschriften auf den Kartuschen an den großen Bücherschränken ablesbar sind.

Jubiläumsausstellungen 2024

Admont 1074 – Ein Streifzug durch die Stiftsgeschichte

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM: Admonter Kunstschätze neu präsentiert

MUSEUM FÜR GEGENWARTSKUNST: Aktuelle Kunst in Alten Mauern

WELTGRÖSSTE KLOSTERBIBLIOTHEK: Glanz & Gelehrsamkeit. Die größte Klosterbibliothek der Welt – Ein barockes Gesamtkunstwerk

GOTIK MUSEUM: Dem Himmel nahe – Sammlung Mayer

NATURHISTORISCHES MUSEUM: Zwischen Wunderwelt und Wissenschaft

STIFTSPRÄSENTATIONEN: Multimediapräsentation Hans Peter Felzmann, Modell- und Multimediapräsentation 2024+

WACHSOBSTKABINETT: Wie zum Reinbeißen täuschend echt, Wachsobstfrüchte von P. Constantin Keller

Stift Admont

Kirchplatz 1

8911 Admont

info ::: stiftadmont. at

Tel. +43 3613 2312-0

https://www.stiftadmont.at

[mst]

Link zu: 950 Jahre Stift Admont

copyright: Stefan Leitner
© Stefan Leitner

copyright: Thomas Sattler
© Thomas Sattler

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