Passwort vergessen?
 
Neuen Account erstellen
 
Warum registrieren
 
Ausstellungsbericht
DruckenArtikel als pdf anzeigen

Edvard Munch - Im Dialog
Andy Warhol: The Scream (After Munch), 1984
© The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Licensed by Bildrecht, Wien 2022
  

Die umfassende Ausstellung ist in mehrerer Hinsicht einzigartig: Über 60 Werke des norwegischen Künstlers zeigen das beeindruckende Œuvre, als eines, das für die moderne und zeitgenössische Kunst wegweisend ist. Neben ikonischen Fassungen der Madonna, des kranken Kindes oder der Pubertät, ist es nicht zuletzt das von Unheimlichkeit, Bedrohung und Entfremdung zeugende Naturbild Edvard Munchs, das durch eine Reihe an Landschaftsgemälden dieses Hauptthemas des Symbolismus und Expressionismus in einen Dialog mit Werkgruppen bedeutender Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit tritt.

von: 18.Feb 22
bis: 19.Jun 22


Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 534 83 -0
Fax: +43 1 534 83 -430
Email: info ::: albertina. at
https://www.albertina.at/home

Öffnungszeiten:
Tgl. 9 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Neben dem weltanschaulichen Pessimismus und dem wachsenden Thema des Allein-seins in der Welt, ist es die Experimentierfreudigkeit Munchs, die Maler wie Peter Doig an dem Werk des Norwegers interessiert. Umgekehrt entdeckt Jasper Johns in einem Spätwerk Munchs ein abstraktes Muster, das der Amerikaner isoliert und als All-over Struktur über das ganze Bild legt.

Die Rezeption Munchs in der zeitgenössischen Kunst beweisen sieben bedeutende Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart – allesamt Größen des 20. Jahrhunderts – die mit Munch in Dialog treten: Andy Warhol, Jasper Johns, Georg Baselitz, Miriam Cahn, Peter Doig, Marlene Dumas und Tracey Emin. Die ausgewählten Werkgruppen illustrieren eindrucksvoll den Einfluss, den Edvard Munchs Kunst bis heute auf nachfolgende Generationen ausübt.

Edvard Munchs zutiefst pessimistische, melancholische Weltanschauung, nach der der Mensch letztendlich völlig allein ist, hat die Rezeption seiner Arbeit bis heute definiert. Ebenso einflussreich sind seine Experimente und seine materielle Ästhetik. Edvard Munch. Im Dialog konzentriert sich in erster Linie auf Munchs spätere Werke und deren Relevanz für die Kunst der Gegenwart. Neben direkten Variationen von Munchs ikonischen Bildern wie Andy Warhols After Munch-Reihe werden Werke von Künstlern in den Fokus der Ausstellung gerückt, die an Munchs experimentelle und modernistische Erweiterung des Malereibegriffs anknüpfen oder die thematische Dimension seiner Motive in ihrer Arbeit subtil transformieren. Dazu gehören zum Beispiel Georg Baselitz‘ Waldlandschaften und seine zum Teil auch indirekten Porträts des norwegischen Malers.

Marlene Dumas beschäftigt sich intensiv mit grundlegenden Fragen menschlicher Erfahrungen, rückt Themen wie Liebe, Identität, Tod oder Trauer ins Zentrum ihrer Arbeit und schließt so unmittelbar an die inhaltlichen Schwerpunkte Munchs an.

Auch bei Miriam Cahn steht menschliche Emotion von ohnmächtiger Verzweiflung und Angst bis hin zu zügelloser Aggression im Mittelpunkt. Was bei Edvard Munch Ausdruck des epochentypischen Geschlechterkampfes ist, wird bei Miriam Cahn zum Ausweis der Unterdrückung der Frau, wobei die unheimliche Stimmung ihrer Werke von Munchs unheimlicher Naturerfahrung abgeleitet erscheint.

Hat Edvard Munch die Bedrohung des Mannes durch die Frau, der femme fatale, zu einem Hauptthema seines Zyklus „Der Lebensfries“ gemacht, so deutet Marlene Dumas diese Ikonografie in Bilder kolonial-rassistischer Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung Afrikas um.

Zugleich fasziniert sie so sehr wie Peter Doig die koloristische Experimentierfreudigkeit des Norwegers. Für Peter Doig ist die Materialität in Munchs Gemälden wie auch die Ikonologie der Entfremdung der Menschheit von sich selbst ein wesentlicher Bezugspunkt in den Werken des Norwegers.

Tracey Emins Gemälde und multimediale Arbeiten sind von traumatischen persönlichen Erfahrungen geprägt und knüpfen an den autobiographischen Charakter in Munchs Schaffen an.

[pge]

Peter Doig: Echo Lake, 1998
© Tate

Edvard Munch Straße in Aggsgardstrand, 1901
© Kunstmuseum Basel, Martin P.Bühler

Kommentare
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
Drucken
Lifestyle Ausstellungsberichte

Künstliche Intelligenz?
17.Dec 20 - 31.Jul 22
Technisches Museum Wien

Höhlen – Schatzkammern der Wissenschaft
1.Feb 22 - 31.Dec 22
Naturhistorisches Museum

Wiener Fürstenfiguren - Gotische Meisterwerke des Stephansdoms
14.May 19 - -
Unteres Belvedere

Suche nach Ausstellungen

Titel 
Lokalität 
Datum 
yyyy-mm-dd or yyyy-mm
GO

  smsParkschein - Das App zum Erstellen einer SMS an Handy Parken