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Ausstellungsbericht
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Bessere Zeiten? Waldmüller und das Wiener Biedermeier
Ferdinand Georg Waldmüller, Der Abschied der Patin (Nach der Firmung), 1859
© Belvedere, Wien, Leihgabe des Vereins der Freunde der Österreichischen Galerie Belvedere
  

Ist der Blick auf das Biedermeier wirklich ein Blick auf Bessere Zeiten? Diese Ausstellung setzt sich mit der Kunst der Zeit vom Wiener Kongress 1814/15 bis zur Revolution von 1848 auseinander und erzählt von der Zeit der Metternich’schen Restauration, der Stärkung des Bürgertums und seinem gleichzeitigen Rückzug aus politischer Teilhabe ins Private.

  

von: 12.May 21
bis: 27.Feb 22


Oberes Belvedere
Österreichische Galerie Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien, AT
Tel: + 43 1 79 557 0
Email: info ::: belvedere. at
http://www.belvedere.at/

Öffnungszeiten:
Di - So: 10 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Maßgebliche Motive der Epoche des Wiener Biedermeier – wie das Ideal der trauten Privatheit, die Entdeckung der Heimat, der zunehmende Einfluss des Bürgertums, die Repressionen der Monarchie und die zurückhaltende Darstellung sozialer Missstände – werden beleuchtet und kritisch hinterfragt.

Zentrale Themen der Biedermeiermalerei waren das Porträt, die Landschaft und das Genre, also Darstellungen vermeintlich alltäglicher Szenen. Im wahrsten Sinne abgewirtschaftet hatte die klassische Historienmalerei. Nicht mehr die Schlacht selbst oder der Herrscher hoch zu Ross wurden dargestellt, sondern dramatische oder anrührende Szenen, die sich am Rande des Geschehens ereigneten oder ereignet haben könnten. Ziel war es, das Gefühl der Betrachtenden anzusprechen, sie zu rühren. In der Malerei der Biedermeierzeit wurden erstmals Gefühle wie die Liebe, insbesondere die der Eheleute untereinander wie auch die der Eltern zu ihren Kindern, nicht versteckt, sondern gezeigt und dargestellt. Ort dieses privaten Glücks war das „traute Heim“, das bei entsprechendem Wohlstand mit prächtigen Blumenbildern geschmückt werden konnte. An keinem anderen Ort erreichte die Blumenmalerei eine derartige Vielfalt und Bedeutung wie im Wien der Biedermeierzeit.

Das Bürgertum erlangte allen politischen Restriktionen zum Trotz ein bis dahin ungekanntes Selbstbewusstsein. In keiner Gattung der Malerei kommt dies mehr zum Ausdruck als im Porträt. Es galt, das neue Ansehen und den gesellschaftlichen Status neben der Individualität der dargestellten Person zu zeigen.

Das „Leben auf dem Lande“ rückte in den Fokus der Malerinnen und Maler. Das Landleben wurde verklärt, mit Menschen, deren Leben von der Taufe bis zum Tod in festen, vorbestimmten Bahnen verlief. Es sind Bilder, die Gefühle wie Geborgenheit und Aufgehobensein – mit einem Wort Heimat – vermitteln. Auch die Landschaftsmalerei – der „Blick in die Ferne“ – erlebte im 19. Jahrhundert einen bis dahin ungekannten Aufschwung, nicht nur in Wien und Österreich, sondern in ganz Europa. Ungebrochen war die Sehnsucht nach Italien. Doch auch der Norden wurde entdeckt. Caspar David Friedrich malte die Ostsee und das Elbsandsteingebirge. Anders als seinen Berliner Künstlerkollegen Carl Blechen zog es Friedrich nicht in den Süden, wo mit Joseph Rebell, Blechen und Rudolf von Alt Klassizismus, Berliner Romantik und Wiener Biedermeier aufeinandertrafen.

Der bedeutendste Künstler der Zeit war unbestritten Ferdinand Georg Waldmüller. Das Belvedere stellt seine Sammlung von Gemälden Waldmüllers – weltweit die größte - ins Zentrum der Schau. Daneben werden Arbeiten von Friedrich von Amerling, Rosalia Amon, Carl Blechen, Josef Danhauser, Thomas Ender, Peter Fendi, Caspar David Friedrich, Pauline Koudelka-Schmerling, Carl Schindler, Franz Steinfeld, Adalbert Stifter und zahlreichen anderen gezeigt.

[pge]

Thomas Ender, Der Großglockner mit der Pasterze, 1832
© Johannes Stoll / Belvedere, Wien

Ferdinand Georg Waldmüller, Am Fronleichnamsmorgen, 1857
© Belvedere, Wien / Leihgabe des Vereins der Freunde der Österreichischen Galerie Belvedere

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