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Ausstellungsbericht
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Wotruba. Himmelwärts - die Kirche auf dem Georgenberg
Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, Ansicht von Süd-Ost
© Johannes Stoll / Belvedere, Wien
  

Diese würdige und umfassende Ausstellung über die sogenannten Wotruba-Kirche hat für jeden Kunstinteressierten etwas zu bieten:

  

von: 6.May 21
bis: 13.Mar 22


Belvedere 21
Österreichische Galerie Belvedere
Arsenalstraße 1
1030 Wien, AT
Tel: +43 1 79 557 0
Email: info ::: belvedere. at
https://www.belvedere.at/besuch/...

Öffnungszeiten:
Di - So & Fei 11 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

angefangen von den großartigen Entwurfszeichnungen und Pläne über die interessanten Modelle bis zu den unvergleichlichen Werken Wotrubas, die im Zusammenhang mit der "Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit" stehen.
 
Kubenstapel, Trümmerkirche, Stoanahaufen, Architekturikone. 45 Jahre nach der Einweihung der Kirche auf dem Georgenberg in Wien-Mauer wird erstmalig eine Schau explizit der sogenannten Wotruba-Kirche gewidmet. Das damals heftig umstrittene Bauwerk geht auf den künstlerischen Entwurf des Bildhauers Fritz Wotruba (1907–75) zurück und wurde in den Jahren von 1974 bis 1976 nach gemeinsamer Planung mit dem Architekten Fritz Gerhard Mayr errichtet.

Figuren aus Quadern, Röhren- und Zylinderformen charakterisieren Wotrubas Werk. Nach 1945 entwickelte der Bildhauer sein Konzept der Abstraktion der Figur ständig weiter. Vorstellungen von Natur, Landschaft, Figur und Architektur verbinden sich in lebendigen Formationen. Die Vielfalt der späten Arbeiten reicht von dynamischen bis zu streng architektonisch-abstrakten Resultaten. Die Ausstellung macht die formale Genese und die Gestaltung des Bauwerks mit 135 Betonkuben anhand zahlreicher Modelle, Zeichnungen und Pläne nachvollziehbar – in Zusammenschau mit dem Gesamtwerk Wotrubas, das in den Jahrzehnten seiner Entstehung zunehmend durch den Dialog zwischen Skulptur und Architektur geprägt war.

Die Auseinandersetzung mit Figur, Architektur und Raum verbindet Wotruba mit Künstlern wie Hans Hollein, Max Bill und Peter Eisenman. Vergleichsbeispiele skulpturaler Architektur von den 1950er- Jahren bis in die Gegenwart – von Le Corbusier bis Günther Domenig – stellen seinen Kirchenbau in einen internationalen Kontext. Arbeiten von Thomas Draschan, Aglaia Konrad und Evy Jokhova zeigen die Anziehungskraft, die dieses außergewöhnliche Werk moderner Bildhauerarchitektur auf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ausübt.

Natürlich wird auch auf die begleitenden Kontroversen dieses Projektes eingegangen, da ja die Kirche ursprünglich Teil eines projektiertes Karmelitinnenklosters in Steinbach bei Wien sein sollte und die Finanzierung nicht einfach war.

Fritz Wotruba (1907–75) zählt zu den bedeutenden europäischen Bildhauern der klassischen Moderne. Als kritische Stimme und Lehrer mehrerer Bildhauergenerationen an der Akademie der bildenden Künste Wien wurde er zu einer zentralen Persönlichkeit beim Wiederaufbau des Kunst- und Kulturlebens der Nachkriegsjahrzehnte.

[pge]

Fritz Wotruba in seinem Atelier bei der Arbeit an einem Tonmodell für das Projekt eines Karmelitinnenklosters in Steinbach bei Wien, 1967
© Belvedere, Wien, Nachlass Fritz Wotruba

Fritz Wotruba, Skizze zu einer Architektur, 1966
© Harald Eisenberger / Belvedere, Wien

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