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Ausstellungsbericht
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Arbeit - Wohlstand - Macht
Sujet der Ausstellung
© Landesausstellung Steyr 2021
  

Am Beispiel der Stadt Steyr wird in dieser ausgezeichneten Landesausstellung die Entwicklung unserer Gesellschaft – vom Mittelalter bis in die Gegenwart - erlebbar gemacht. Die Entwicklung von Steyr ist geprägt von einem intensiven und sich über die Jahrhunderte stets wiederholenden Wechselspiel zwischen Phasen der Hochblüte und tiefgreifenden Krisen.

  

von: 24.Apr 21
bis: 7.Nov 21


OÖ-Landesausstellung

4400 Steyr, AT
Tel: +43 (0)732 7720 52900
Email: office ::: landesausstellung-ooe. at
https://landesausstellung.at/

Öffnungszeiten:
9 - 18 Uhr

Es sind die Lebensgeschichten der Erfolgreichen und jene der Unterdrückten, die Steyr im Laufe der Jahrhunderte prägten. Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft standen in Steyr vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert in enger Beziehung zueinander.
 
.

Gesellschaftlicher Aufstieg und tiefer Fall, aber auch die Fähigkeit, Wohlstand mit den eigenen Händen zu schaffen, Produkte mit Weltruhm zu entwickeln und zu produzieren – alle diese Themenfelder werden am Beispiel Steyr deutlich sichtbar und bieten die ideale Grundlage für die thematische Aufbereitung im Zuge einer Landesausstellung.

In einem barocken Schloss, einer Fabrik der Gründerzeit (Museum Arbeitswelt) und in einem Handelshaus aus der Renaissance (Innerberger Stadel) spürt diese sehenswerte und gut gestaltete Ausstellung Spannendes und Überraschendes auf. Sie erzählt persönliche Geschichten und ermöglicht so das Verstehen vergangener Lebenswelten. Historische Beispiele werden um aktuelle ergänzt, so wird Geschichte erlebbar.

Steyr, einst die zweitgrößte Stadt Österreichs, war und ist stets eine große Welt im Kleinen, ein Beispiel für Tradition und Bodenständigkeit ebenso wie für Innovation und Internationalität. Adel, Bürgertum und Arbeiterschaft waren in der Entwicklung der Stadt von zentraler Bedeutung. Sie standen in einem konfliktreichen Wechselspiel und waren doch voneinander abhängig.

Während Adel und Bürgertum seit Jahrhunderten Handel in ganz Europa trieben, fanden Arbeiterinnen und Arbeiter aus der gesamten Monarchie in den Steyrer Fabriken Beschäftigung. Die Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg führte tausende Familien in die Arbeitslosigkeit und zwang viele zur Auswanderung. Doch nach Bürgerkrieg, Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg sollte Steyr erneut zu einem Zentrum der Industrie werden.

Zwar steht die alte Eisenstadt Steyr im Mittelpunkt, doch wird das Thema breiter behandelt. Vor dem Hintergrund der historischen Erzählungen stellt die Schau entscheidende Fragen zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Gegenwart und beschäftigt sich auch mit Visionen der Zukunft. Der Raum Steyr und das gesamte Bundesland Oberösterreich beherbergen heute modernste Produktionsstätten und Start-ups voller Ideen.

Station "Wohlstand": Innerberger Stadel

Der formschöne Renaissancebau diente lange als Handelshaus. Thronfolger Franz Ferdinand setzte sich seinerzeit persönlich für den Fortbestand des Gebäudes ein. Empfangen werden Sie hier vom frisch restaurierten Steyrer Kripperl, einem der letzten noch bespielten Stabpuppen-Theater, das zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Kripperl-Kino gibt in der spielfreien Zeit filmisch Einblick in diese besondere Steyrer Tradition.

In einer Art Zeitraffer werden die großen Entwicklungsschritte Steyrs in einem interaktiven Stadtmodell zusammengefasst. Anschließend führt der Weg über das Zunftwesen in die Arbeitswelt der Nagel- und Sensenschmiede.

Im zweiten Stock wird die private Welt des Steyrer Bürgertums thematisiert. Bürgerliche Wohnkultur im Biedermeier, Forderungen nach politischen Rechten, wirtschaftlicher Aufstieg und Wohlstand werden ebenso angesprochen wie Privatheit, Vereinskultur und das Thema der Bildung. So können die Besucher*innen in einem originalgetreuen Wohnzimmer selbst erfühlen und erleben, warum Leute wie die Komponisten Franz Schubert oder Anton Bruckner so gern in Steyr waren.

Im ersten Obergeschoß widmet sich die Ausstellung dem Unternehmertum der Bürger*innen, dem Handel, der Mobilität, dem Erfolg, auch den Krisen, letztlich dem Aufstieg durch Innovation und Kreativität vom 19. bis ins 21. Jahrhundert.

Station "Macht": Schloss Lamberg

In der Galerie (Seitentrakt) erhalten Sie einen Einblick in die luxuriösen Freizeitvergnügen der adeligen Kreise – in der Zeit des Barocks waren beispielsweise Schlittenfahrten sehr beliebt. Stammbäume, Wappen, Besitzungen und verwandtschaftliche Verflechtungen zeigen die Bedeutung des Adelsgeschlechtes der Lamberg und auch den Niedergang des Hauses auf.

In den historischen Prunkräumen werden Persönlichkeiten aus dem Hause Lamberg und ihre Besitztümer vorgestellt. Hier begegnen man großen Namen und mächtigen Menschen – bis hin zum Kaiser –, ebenso Edelleuten, die mit den strengen Konventionen brachen oder nach dem Ende der Monarchie neue Betätigungsfelder suchen mussten. Eine davon war die „fliegende Gräfin“ Paula von Lamberg, die vor rund 100 Jahren stilvoll gekleidet aufsehenerregende Skisprung- Rekorde knackte.

Station "Arbeit": Museum Arbeitswelt

Wo sonst als im Museum Arbeitswelt, 2019 mit dem österreichischen Museumspreis ausgezeichnet, sollten die Themen Arbeit, Arbeiterschaft und Arbeitswelt präsentiert werden. In der großen Mittelhalle des Museum Arbeitswelt wird man von einem eleganten Oldtimer „made in Steyr“ empfangen. Von hier aus tauchen Sie in die Welt der Industrialisierung, der Fabriken und der Gewerbe ein.

Ausgangspunkt ist die von Josef Werndl 1884 initiierte sogenannte „Elektrische Ausstellung“, eine „Weltausstellung“ im Kleinen, die auch der Kaiser besuchte. Die „Stadt der Fahrzeuge“ wird die Herzen aller Autofans höherschlagen lassen: Freuen Sie sich – neben zahlreichen Überraschungen – über einige wahre Klassiker, darunter ein originales Cabriolet „made in Steyr“, ein Steyr II (das älteste hier erzeugte Auto), das legendäre „Baby“ Modell 50/55 oder der Kleinwagen „Pucherl“ Puch 500.

Weiter führt der Weg durch die Zeit des Nationalsozialismus, das „Wirtschaftswunder“ und die Krisen der 1970er- und 1980er-Jahre bis in die Gegenwart (MAN Verkauf). Die Ausstellung schließt mit den Fragen nach der Zukunft der Arbeit und der Arbeiterschaft.


Nehmen Sie sich für diese sehr große Ausstellung viel Zeit mit und machen Sie längere Pausen zwischen den Standorten zum Beispiel bei einer Jause oder einem Mittagsessen am wunderschönen Stadtplatz oder am idyllischen Steyrufer.

[pge]

Ausstellungsansicht: Arbeitswelt
© Pia Odorizzi

Ausstellungsansicht: Macht (Bibliothek Schloss Lamberg)
© Pia Odorizzi

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