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Ausstellungsbericht
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Dame mit Fächer - Klimas letzte Werke
Gustav Klimt, Dame mit Fächer (Detail), 1917-18
© Belvedere, Wien, Foto: Markus Guschelbauer
  

Den Kopf erhoben, mit selbstsicherem Blick: So begegnet uns Gustav Klimts geheimnisvolle "Dame mit Fächer", die seit einhundert Jahren erstmals wieder in Wien zu sehen ist. Das letzte Porträt aus der Hand des Künstlers zeigt eindrucksvoll, wie stark und eigenständig auch seine finale Schaffensphase ist.

  

von: 25.Mar 21
bis: 13.Feb 22


Oberes Belvedere
Österreichische Galerie Belvedere
Prinz Eugen-Straße 27
1030 Wien, AT
Tel: + 43 1 79 557 0
Email: info ::: belvedere. at
http://www.belvedere.at/

Öffnungszeiten:
Di - So: 10 - 18 Uhr



Karten mit Ziel und
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So nimmt Klimt expressive Elemente der „Jungen Wilden“ seiner Zeit auf, bleibt aber gleichzeitig dem eigenen Stil treu. Diese Ausstellung widmet sich diesem letzten Aufbruch der Malerikone.
 
Das Porträt entstand im Laufe des Jahres 1917. Als Klimt am 11. Jänner 1918 einen Schlaganfall erlitt, an dessen Folgen er am 6. Februar starb, war das Bild beinahe fertiggestellt. Es handelt sich nicht um ein Auftragswerk, sondern um eine Variation von Klimts Lieblingsthema der "schönen Wienerin".

Wohl kurz nach Gustav Klimts Tod im Jahr 1918 entstand in seinem Atelier eine Fotografie. Darauf abgebildet sind zwei Gemälde auf je einer Staffelei: "Dame mit Fächer" und "Die Braut". Während "Die Braut" sich bereits seit 1971 als Leihgabe im Belvedere befindet, war Dame mit Fächer zuletzt im Jahr 1920 in Wien ausgestellt und seit 1994 nicht mehr öffentlich zu sehen. Eben jene beiden Gemälde werden nun, nach über einhundert Jahren, erstmals wieder zusammen präsentiert.

Gemeinsam mit einer Auswahl weiterer unvollendeter Werke repräsentieren diese späten ikonischen Gemälde die letzte Entwicklung in Gustav Klimts künstlerischem Schaffen. Die darin ersichtlichen Arbeitsstufen geben Einblick in den Entstehungsprozess. Der Stil des Spätwerks ist Klimts Antwort auf die Konfrontation mit dem Schaffen von Künstlern wie van Gogh, Matisse, Gauguin und den jungen Expressionisten. Er greift Elemente wie die starke Leuchtkraft der Farben und den offenen, skizzenhaften Pinselstrich auf und erzeugt dadurch eine expressive Ausdrucksform.

Obwohl der Künstler in seinen letzten Gemälden auf den Einsatz von Blattmetall verzichtete, blieb er der formalen Errungenschaft seiner Goldenen Periode treu: der Neuinterpretation des Tafelbildes als materielles Objekt im Sinne eines kostbaren Schmuckstücks. In seinem Spätwerk versucht Klimt, diesen Eindruck weniger durch die Anmutung kunsthandwerklicher Gestaltung zu erreichen. Vielmehr sucht er nun auf dieser Grundlage eine expressivere Bildsprache, die eine emotionale, positive und weltbejahende Haltung vermittelt.

Der erste Teil der Schau zeigt "Dame mit Fächer" im Kontext der späten, unvollendeten Gemälde von Gustav Klimt. Ab Oktober wird die Ausstellung adaptiert und um eine weitere Komponente ergänzt: Das neue Kapitel beleuchtet Klimts Affinität zu ostasiatischen Kunststilen und zeigt auf, wie sich diese im Werk widerspiegeln. Gustav Klimts letzte Werke macht den Aufbruch des Malers in eine neue Schaffensphase kurz vor seinem Tod nachvollziehbar.

Provenienz: "Dame mit Fächer" wurde im Jahr 1920 als Leihgabe des Industriellen Erwin Böhler in der Kunstschau in Wien ausgestellt. Noch im selben Jahr wurde es zu seinem Bruder Heinrich Böhler in die Schweiz gebracht, wo es bis in die 1960er-Jahre im Besitz der Familie verblieb. Zeitweilig im Bestand der Sammlung Rudolf Leopolds, befand sich das Bild seitdem in unterschiedlichem Privatbesitz. Es wurde 1981 in Tokio und 1992 in Krakau öffentlich gezeigt. Als Leihgabe wird es nun im Oberen Belvedere im Rahmen einer zweiteiligen Sonderausstellung präsentiert.

[pge]

Gustav Klimts Arbeitsraum im Atelier Feldmühlgasse 11, Wien 13, mit den (unvollendeten) Gemälden Die Braut und Dame mit Fächer, 1918
© ONB/Wien Bildarchiv 94884-E, Foto: Moriz Nähr

Gustav Klimt, Dame mit Fächer, 1917-18
© Belvedere, Wien, Foto: Markus Guschelbauer

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