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Ausstellungsbericht
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Sheila Hicks - Garn, Bäume, Fluss
Porträt Sheila Hicks, 2018 Musée Carnavalet, Paris
© VG Bild-Kunst, Foto: Cristobal Zanartu
  

Beweglich, sinnlich und anziehend, unendlich farbintensiv, einmal zart und intim, dann monumental und raumgreifend: Die Gewebe, Skulpturen und Installationen der Künstlerin Sheila Hicks fordern traditionelle Vorstellungen von Textilkunst heraus und erforschen neue künstlerische Ebenen. Entdecken Sie dieses und noch ein bisschen mehr in dieser wunderbaren Ausstellung.

  

von: 10.Dec 20
bis: 18.Apr 21


Museum für angewandte Kunst -MAK
Stubenring 5
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 712 80 00
Fax: +43 1 713 10 26
Email: office ::: mak. at
http://www.mak.at/

Öffnungszeiten:
Di – So, Fei 10 – 18 Uhr



Karten mit Ziel und
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Hicks gilt als Virtuosin textiler Techniken und historischer Traditionen. Bildende Kunst verwebt sie mit Design, angewandter Kunst und Architektur, um neue Objekte und Environments zu schaffen, in denen das Material, das Taktile, die Form und feine bis vibrierend leuchtende Farbnuancen ihre eigene faszinierende Sprache entfalten. In der Ausstellung, ihrer ersten Personale in Österreich, präsentiert die Künstlerin sowohl neue als auch bekannte Werke und raumgreifende Skulpturen, die sie in Bezug zur Architektur setzt.

Sheila Hicks (geboren 1934 in Nebraska) begann ihre künstlerische Arbeit als Malerin. Textilien versteht sie weit über einen Werkstoff hinaus als archaische wie zeitgenössische Medien, die interdisziplinäre Felder weltweit verbinden. Seit den 1950er Jahren arbeitet und forscht sie in verschiedenen kulturellen Kontexten und zählt mit ihren vielfältigen Arbeiten, die durch ausgeprägtes Farbgefühl und eine intensive Auseinandersetzung mit Architektur und Fotografie charakterisiert sind, zu den bedeutendsten KünstlerInnen der Gegenwart.

Inspiriert von den Konzepten der Wiener Werkstätte und des Bauhauses setzt sich Hicks über die Grenzen von Medium, Nationen und Gender hinweg und lenkt den Blick auf die soziopolitischen Konnotationen von Textilien. Ein ungemein reiches Wissen über indigene Webpraktiken, das sie sich während Aufenthalten in Nord- und Lateinamerika, Europa, im Nahen Osten und in Asien angeeignet hat, ist immanentes Moment ihres facettenreichen Werks.

Die monografischen Schau präsentiert vier Szenerien, die unterschiedliche Aspekte ihres weitreichenden Œuvres beleuchten. Eine Serie von monumentalen Prayer Rugs (1970–1974), entstanden in Marokko, interagiert mit Walter Pichlers (1936–2012) Tor zum Garten (1990), einem Symbol für den Übergang zwischen Innen und Außen. Die in verschiedenen Knüpf- und Webtechniken ausgeführten Arbeiten stellen sich der Frage der kulturellen Appropriation. Eingebettet in einen säkularen Kontext, öffnen an den Wänden montierte Bas-Relief-Paneele oder -Teppiche den westlichen Blick für verborgene Zugänge. Die hohe Bogenform legt die Ambivalenz von Verbindungen offen, deren Spannung durch einfachste Mittel erzeugt wird. Das Schließen und Ziehen von Grenzen stehen direkt nebeneinander, als Zeichen allumfassender Offenheit.

Bis heute ist Sheila Hicks’ Zugang zur Textilkunst von Malerei, Fotografie, Skulptur und Architektur geprägt. Ihre visionäre künstlerische Praxis wird durch das Prozesshafte und die Parameter der Produktion im Atelier bestimmt. Sie studierte an der Yale University bei Josef Albers (1888–1976), verschiedene Webtechniken erlernte sie autodidaktisch von dem Archäologen Junius Bird (1907–1982), dem Kunsthistoriker George Kubler (1912–1996) und von Anni Albers (1899–1994). Hicks tauchte in die weite Ideenwelt des Bauhauses und der Moderne ein. Raoul d’Harcourts Buch Les textiles anciens du Pérou et leurs techniques [Textilien aus dem alten Peru und ihre Techniken] (1934) inspirierte sie zur Auseinandersetzung mit dem Thema der kulturellen Aneignung und zur Zuwendung zu prä-inkaischen Textilien als einflussreiches Referenzsystem.

1957/58 ermöglichte ihr ein Fulbright-Stipendium für Malerei Aufenthalte in Peru, Ecuador, Bolivien und Chile, eine Erfahrung, die die Entwicklung ihrer interkulturellen Kunstpraxis beeinflusste. Als sie von 1959 bis 1964 in Mexiko lebte, knüpfte sie eine enge Verbindung zum Künstler Mathias Goeritz (1915–1990) und zu den Architekten Luis Barragán (1902–1988), Ricardo Legoretta (1931–2011) und Félix Candela (1910–1997). Bis heute sieht Hicks das Textile als immanentes Element der Architektur – vergleichbar mit dem praxisorientierten Zugang des Architekten und Theoretikers Gottfried Semper (1803–1879), der den Kontext zwischen Natur, Textil, Architektur und Raum beleuchtete.

[pge]

Sheila Hicks, Constellation, 2020
© VG Bild-Kunst, Foto: Cristobal Zanartu

Sheila Hicks, Escalade Beyond Chromatic Lands, 2017 Installationsansicht, Arsenale, Biennale di Venezia
© VG Bild-Kunst, Foto: Cristobal Zanartu

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