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Coffeefestival mit 9.000 Besuchern
copyright: Christina Karagiannis
© Christina Karagiannis
  

73 Aussteller, mehr als 9000 Besucher an drei Veranstaltungstagen in der Ottakringer Brauerei, mehr als 100 frische Kaffeesorten aus aller Welt zur Verkostung, 57 heimische Top-Barista als neues Teilnehmer-Hoch bei den „Austrian Coffee Championships“ und ein begeisterter Weltmeister als Ehrengast. Damit zählt das Vienna Coffee Festival zu den wichtigsten Kaffee-Events der Welt.

Auch die beiden Veranstalter Günter Stölner und Günther Gapp zogen zufrieden Bilanz: „Vor allem der seit Jahren beständige Andrang der Festivalgäste vom Fachbesucher bis zum privaten Kaffeeliebhaber bestärkt uns in einem unserer vorrangigen Ziele, nämlich die Sensibilität für beste Qualität bei den Endkonsumenten zu erhöhen. Schlussendlich ist beste Kaffeequalität nur dann möglich, wenn auch den Farmern faire Preise bezahlt werden. Dieses Bewusstsein bei den Menschen zu wecken, ist wesentlich für unsere Branche.“

So präsentierte das Vienna Coffee Festival auch in diesem Jahr wieder einen einzigartigen Mix rund um die begehrte Bohne – von edlen Rohkaffee-Spezialitäten aus den besten Regionen der Welt und deren Verfahren zur Röstung bis hin zu den neusten Technologien von Kaffeemaschinen und Mühlen sowie den aktuellen Trends der Szene und natürlich den besten Baristi des Landes, die in insgesamt fünf Bewerben bei den „Austrian Coffee Championships“, den offiziellen Staatsmeisterschaften angetreten waren.

Sieger der Austrian Coffee Championships

Die mit 14 Vertretern aus ganz Europa international hochkarätig besetzte Jury der „Specialty Coffee Association“ (SCA) unter Vorsitz des aus Norwegen stammenden zertifizierten „World Coffee Events“-Juror John Stubberud kürte nach spannenden Wettkämpfen die Staatsmeister in fünf Kategorien:

In der Königsdisziplin „Barista Champion“ siegte der Wiener Madalin Truica (The Pelican Coffee Company). Für ihn geht es von 4. bis 7. Mai 2020 nun zu den Weltmeisterschaften nach Melbourne. Begleitet wird er vom Salzburger Michael Manhart, der wie schon im vergangenen Jahr in der Kategorie „Brewers Cup“ gewinnen konnte. Ihren Sieg aus dem Vorjahr wiederholte auch die Villacherin Tamara Nadolph (Bar Italia) in der Kategorie „Latte Art“. Sie tritt damit bei der Weltmeisterschaft in Warschau an (18. bis 20. Juni 2020). Nach Warschau geht es auch für die Sieger der Bewerbe „Coffee in Good Spirits“ und „Cup Tasting“: Der Niederösterreicher Manuel Kopper-Zisser holte sich den ersten Platz im Bewerb „Coffee in Good Spirits“. Der in Wien lebende Vorarlberger Bojan Pasic (Kaffeefabrik, Wien) konnte den „Cup Tasting“-Bewerb für sich entscheiden.

Rekordteilnehmerzahl

"Mit 57 Teilnehmern hatten wir in diesem Jahr einen neuen Rekord. Ein Beweis, dass auch die Wettkämpfe ein immer höheres Niveau erreichen und Österreich sich hier mit den Besten der Welt messen kann. Die Teilnehmer bereiten sich oft Monate lang intensiv auf diesen Wettbewerb vor“, sagt Günter Stölner, Festival-Veranstalter und Obmann der SCA-Österreich. In seiner Funktion als Österreich-Geschäftsführer des renommierten Kaffeemaschinen-Herstellers „Cimbali“ stellte Stölner gemeinsam mit Enrico Bracesco, dem Sales Director der internationalen „Gruppo Cimbali“, für die Wettkämpfe mit der „La Cimbali M100 Attiva“ jene Kaffeemaschine zur Verfügung, die beste Technologie mit modernem Design vereint.

Lokale Röster, Nachhaltigkeit, Baristamilch und alkalisches Wasser

„Nachhaltigkeit, Transparenz sowie lokale Röster sind derzeit die Boom-Themen der Branche“, weiß Christina Meinl, die beim Vienna Coffee Festival ihren ersten offiziellen Auftritt als neue Präsidentin der weltweit größten Organisation für Kaffee hatte, der SCA (Special Coffee Association) und mit der Marke „Julius Meinl“ in mehr als 70 Ländern erfolgreich ist. Das sei eine Entwicklung, von der am Ende alle profitieren, ist sich auch Fritz Kaltenegger sicher. Der Geschäftsführer von „café+co“, dem führenden Kaffeedienstleister in Österreich, Zentral- und Osteuropa sagt: „Das neue Qualitätsbewusstsein der Kunden hat den Kaffeestandard in Österreich auf ein vollkommen neues Niveau gehoben.“

Es sind Spezialisierungen, die sich inzwischen auch auf die Milch ausgewirkt haben. So präsentierte „Kärntner Milch“ mit der „Latte Barista“ eine einzigartige Innovation. „Basis ist unsere weltbeste Rohmilch, die durch eine neue Rezeptur mit höherem stabilen Proteingehalt für einen perfekten Milchschaum sorgt“, erklärt Kerstin Ruttnig vom Kärntner Erfolgsunternehmen. Und selbst beim Wasser, das immerhin 98 Prozent eines Kaffees ausmacht, gibt es immer neuere Entwicklungen wie beim Vienna Coffee Festival Europas führendes Wassertechnologieunternehmen BWT zeigte. So stellte BWT-Manager Markus Knauseder mit dem „Balanced Alkalized Water“ ein neues Produkt in Österreich vor: „Der erhöhte pH-Wert von über 8,5 macht das Wasser alkalisch. Das basische BWT-Wasser unterstützt damit einen ausgeglicheneren Säure-Basen-Haushalt sowie einen bewussteren Lebensstil.“

Dementsprechend zeigte sich auch die Kaffeeszene in diesem Jahr beim Vienna Coffee Festival so bunt wie nie zuvor. Insgesamt 26 Röstereien stellten ihre Kaffeespezialitäten vor – von Größen wie Nespresso, Dallmayr, Meinl, Hornig, Tschibo oder Segafredo bis hin zu den zahlreichen Mikroröstern. Was sie alle verbindet, ist die Hingabe zu Qualität und besten Geschmack für ihre Kunden.



Schon jetzt steht auch der Termin für das Vienna Coffee Festival im kommenden Jahr in Wien fest – von 15. bis 17. Jänner 2021 dreht sich in Österreichs Hauptstadt wieder alles rund um die Bohne.

[mst]

Link zu: Bilanz Coffeefestival

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