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Urlaub am Bauernhof trifft Nerv der Zeit
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Das Tourismus-Qualitätsangebot "Urlaub am Bauernhof" (UaB) verzeichnete im Vorjahr 105.000 Nächtigungen ist vor allem in den ländlichen Regionen eine willkommene und notwendige Angebotserweiterung der landwirtschaftlichen Betriebe. Den Gästen gefällt das Angebot und laut einer Gästebefragung hat UaB eine Weiterempfehlungsrate von 92 Prozent. 77 Prozent der Gäste planen wieder zu kommen.

Tourismus und Landwirtschaft

„Das Interesse an Angeboten für UaB steigt seit vielen Jahren stetig an. Der persönliche Kontakt zwischen Urlaubern und Einheimischen schafft nicht nur ein besonderes Urlaubserlebnis für die Gäste, sondern auch mehr Verständnis füreinander“, betont Tourismusministerin Maria Patek und verweist darauf, dass diese Symbiose einen entscheidenden Beitrag dafür leistet, dass auch die Bevölkerung den Tourismus nicht als Belastung, sondern als Bereicherung empfindet. Es gehe ebenso darum, bewusst zu machen, wie wichtig der Tourismus für viele landwirtschaftliche Betriebe ist. UaB ist kein nettes Hobby von Bäuerinnen und Bauern, sondern oft ein wesentlicher Teil für den wirtschaftlichen Erfolg von einzelnen Höfen. Die ländlichen Regionen würden ganz anders aussehen, wenn es dort keinen Tourismus gäbe. Tourismus und Landwirtschaft kann man daher nicht getrennt voneinander behandeln, denn sie bedingen und ergänzen einander“, so die Bundesministerin für für Nachhaltigkeit und Tourismus Maria Patek.

Bäuerliche Gäste als Botschafter

„Urlaub am Bauernhof ist ein nicht mehr wegzudenkendes Bindeglied zwischen der Landwirtschaft und der Bevölkerung. BäuerInnen, die vermieten, machen die Landwirtschaft für nicht-bäuerliche Gäste mit sinnlichen Eindrücken, praktischen Erfahrungen und kulinarischen Genüssen erlebbar. Und die Gäste gehen als Botschafter der bäuerlichen Welt zurück in ihr städtisches Lebensumfeld. Um dieses Erfolgsmodell auch in Zukunft abzusichern, müssen sowohl in Österreich als auch auf EU-Ebene die Rahmenbedingungen stimmen. Auf EU-Ebene gilt es, die notwendigen Mittel für die Diversifizierung abzusichern. In Österreich müssen wir danach trachten, dass erfolgreiches Wirtschaften im ländlichen Raum auch rechtlich möglich bleibt. Daher richtet sich unser Appell an die kommende Bundesregierung, die rechtlichen Rahmenbedingungen für kleine Betriebe, gleichgültig ob sie aus dem bäuerlichen oder aus dem gewerblichen Bereich kommen, weiterzuentwickeln und vom bürokratischen Ballast zu befreien. Denn lebendige ländlichen Regionen brauchen auch in Zukunft wirtschaftliche Impulse“, erklärte LK Österreich-Präsident Josef Moosbrugger.

UaB sichert rund 23.000 Arbeitsplätze

UaB wurde in Österreich durch das Engagement der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Bäuerinnen ins Leben gerufen und mit dem unternehmerischen Denken und Handeln zahlreicher Bäuerinnen über Jahrzehnte zu dem Qualitätsprodukt aufgebaut, das es heute ist. Frauen erhalten durch die zusätzliche Einkommensschiene nicht nur mehr Unabhängigkeit, sondern auch die Chance, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln, Familie und Betrieb zu vereinbaren sowie den Arbeitsplatz Bauernhof zu erhalten. Die bäuerliche Vermietung sichert in Österreich rund 23.000 Arbeitsplätze und dies in erster Linie für Frauen (Quelle: Edinger Tourismusberatung); eigene Berechnungen des UaB-Verbands). Gute rechtliche Rahmenbedingungen sind für eine weitere positive Entwicklung von Urlaub am Bauernhof unabdingbar. Auch eine erstklassige Breitbandversorgung ist für die Schaffung beziehungsweise Sicherung von Arbeitsplätzen in peripheren Regionen ein Muss", betont Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann.

„Enorm wichtig ist für uns BäuerInnen die Zusammenarbeit mit dem Urlaub am Bauernhof-Verband, um auf dem hart umworbenen Tourismusmarkt bestehen zu können. Ohne der gemeinsamen konsequenten Qualitäts- und Markenstrategie hätten wir nie das heute durchschnittliche Preisniveau erreicht.“, erklärt UaB-Österreich Obmann Johann Hörtnagl und ergänzt: „Optimismus braucht aber auch moderne Rahmenbedingungen. Bäuerliche Vermieterinnen und Vermieter geben oft aufgrund der hohen Bürokratie und der immer komplexer werdenden gesetzlichen Anforderungen auf. Die Rahmenbedingungen machen somit unsere Arbeit jeden Tag nicht einfacher, sondern komplizierter. Die Zehn-Betten-Grenzen in der Privatzimmervermietung trägt auch ihren Beitrag dazu bei. Diese Hürden müssen wir in Zukunft gemeinsam angehen, damit wir unserer zukünftigen Generation modernere Rahmenbedingungen bieten können.“

Eckdaten UaB 9.895 Betriebe

113.764 Betten

Umsatz: 500 Mio.€

23.000 Arbeitsplätze

[mst]

Link zu: UaB

Link zu: englische Version

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