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92.000 Besucher sahen die Viennale 2019
copyright: Roland Ferrigato_ Eva Sangiorgi
© Roland Ferrigato_ Eva Sangiorgi
  

Mit der Abschlussvorführung des Films "Martin Eden" in Anwesenheit von Regisseur Pietro Marcello ging die 57. Viennale am am 6. Jänner zu Ende. Bei einem Spieltag weniger als im Vorjahr konnte das Festival mit einer BesucherInnenzahl von 92.100 wieder einen großen Erfolg verbuchen (2018: 93.200).

Zufriedene Bilanz

Es war eine fantastische Ausgabe mit außergewöhnlicher Resonanz unseres Publikums und der internationalen Gäste“, freut sich Viennale Direktorin Eva Sangiorgi. „Ich habe das Gefühl, dass die Viennale eine Familie ist, die ständig wächst.“ Ein erstes Highlight des diesjährigen Festivals, des zweiten unter der künstlerischen Leitung von Eva Sangiorgi, war die fulminante Eröfnungsgala im Gartenbaukino mit beeindruckenden Reden von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein, Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler und Eva Sangiorgi in Anwesenheit von Schauspielerin Adèle Haenel sowie mit einem emotionalen Moment der Erinnerung an den verstorbenen Viennale Präsidenten Eric Pleskow.

Filmmuseum-Programm erfolgreich

Das Festival-Programm der letzten 14 Tage rief beim hiesigen Publikum wie auch bei den internationalen Gästen äußerst positive Reaktionen hervor. Ein Höhepunkt unter vielen anderen war der CINEMA LIVE-Abend im Österreichischen Filmmuseum mit Doppelprojektion und Live-Vertonung von Filmen von Silvia das Fadas. Auch der Künstler, Filmemacher und Musiker Luke Fowler präsentierte ein speziell für Wien erstelltes Programm mit neuen Filmen und Live-Musik in der Viennale Zentrale. Zu einem besonders mitreißenden Abend entwickelte sich die Premiere von Sabine Derflingers DIE DOHNAL, dem Film über die legendäre österreichische, feministische Politikerin und Frauenministerin der 1970er- bis 1990er Jahre. Als großer Erfolg entpuppte sich die Monografie zu Angela Schanelec. Die bei der Berlinale ausgezeichnete Filmemacherin präsentierte ihre Filme persönlich und konnte sich über immensen und mit Fortgang des Festivals immer größer werdenden Zuspruch freuen. Cecilia Mangini, eine Ikone des italienischen Kinos, begeisterte das Publikum neben ihren Filmen vor allem auch durch ihre trotz ihres hohen Alters ungebrochene Energie und starke politische Haltung.

Internationale Aufmerksamkeit

Aus Sicht des Festivals sehr erfreulich ist die Tatsache, dass viele BesucherInnen auch den Weg zu anspruchsvollen Gesprächen und Diskussionen in die Viennale Zentrale gefunden haben – wie dies beim Talk mit Angela Schanelec , der Diskussion zu drohenden Konflikten und nahenden Kriegen sowie dem Round Table zum Thema Filmkritik der Fall war. Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive O Partigiano! Pan-European Partisan Film konnte große – auch internationale – Aufmerksamkeit auf sich ziehen und kommt, hochgerechnet auf die Gesamtlänge des Programms, auf etwa 4.300 BesucherInnen.

[mst]

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