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7.000 Besucher beim 13. Schrammel.Klang
copyright: Karl-Satzinger
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Etwas über 7000 Menschen fanden wieder den Weg zum 13. Schrammel.Klang nach Litschau und erlebten drei Tage voller Musik in der wunderschönen Natur um den Herrensee .Der programmatische Mix aus nordischen Gruppen (die Erkundung von Europas Norden auf den Spuren der Gebrüder Schrammel und heimischen Musikgrößen war ein großer Erfolg.

Abwechslungsreiches Programm

Ernst Molden und Ursula Strauss boten am Eröffnungsabend (5. 7.) im Herrenseetheater gemeinsam mit Walther Soyka an der chromatischen Wiener Knopfharmonika in bewusst sparsamer, einfühl ?samer Instrumentierung neue Wienerlieder. Der gebürtige Pole Krzysztof Dobrek gestaltete die Premiere seiner neuen Formation Dobrek Quintett mit dem für ihn typischen dichten Klangteppich, der dem Publikum merkbar Hörgenuss bereitete. Erster nordischer Höhepunkt war zuletzt die Band von Helene Blum und Harald Haugaard aus Dänemark. Blums elfengleiche Stimme verzauberte das Herrenseetheater und blieb das ganze Wochenende über Festivalgespräch.

Das Abendkonzert am Samstag eröffnete ALMA mit höchst über ?zeugenden Nummern aus dem Esperanto-Album „OEO“. Musikalisch futuristisch ging es weiter mit Georg Breinschmids „First Strings On Mars“ und Stefan Sterzingers „Iceland calypso suite“. Diese war geprägt von der jungen und vielseitigen Anna Anderluh als Gastsängerin, die die mitteleuropäische Sehnsucht nach den erträumten mythischen Klangwelten des Nordens stimmlich wie darstellerisch kongenial zum Aus-druck brachte. Die tongewaltige finnische Akkordeonistin Johanna Juhola verblüffte zunächst mit ihrem Auftritt zu zweit mit dem Gitarristen Roope Aarnio – war ihre Gruppe doch als Trio präsentiert worden. Des Rätsels Lösung: Sound Designer Teemu Korpipää ist der geheimnisvolle „Dritte Mann“ – die wichtigen kreativen Menschen sind nicht immer nur die im Rampenlicht.

Sonntagabend waren dann die schwedischen Mundharmonika-Virtuosen SVÄNG an der Reihe, die in Österreich schon viele Fans haben. In Litschau spielten sie mit Otto Lechner. Das fulminante Konzert wurde von Ö1 aufgezeichnet und wird im Frühsommer 2020 im Radio zu hören sein.

Nördliche und heimische Entdeckungen

Ein wichtiger Grund zur Reise zum Schrammel.Klang. Festival in Österreichs nördlichste Stadt ist für viele die Entdeckung neuer Gruppen. Diese sprechen sich dann am weitläufigen Festivalgelände auch rasch herum: So outeten sich viele spontan als Fans von Yxalag (man lese das Wort bitte auch verkehrt herum!), dem jungen Klezmer Ensemble, das extra aus Lübeck angereist war.

Das bayrische Familienunternehmen Spui‘maNovas von Eltern und Söhnen Straubinger stellte schwungvoll überzeugend den Kontext von bayrischer Tanzmusik zu Schrammel-Melodien her. Unfolkkom ?men, die beiden wackeren Bänkelsänger aus Dresden, überraschten mit einem sächsischen Volkstext zu „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel. Das durchaus ungewöhnlich besetzte heimische Trio Akk:zent (zwei Akkordeons und Saxophon) wird wohl genauso wieder am Herrensee zu hören sein wie die Gesangskapelle Herrmann. Die fünf jungen Herren aus Ober- und Niederösterreich ?mischen schon länger die A-cappella-Szene auf, unterhielten aber wahrhaft königlich heuer erstmals auch am Schrammel.Pfad mit Liedern in heimischer Mundart zu Gender-Fragen und Alltagsproblemen. Erstmals gemeinsam in Litschau zu hören waren auch Altmeister Rudi Koschelu an der Kontragitarre und Marie-Theres Stickler am Akkordeon, ein „Genertionen-Projekt“. Als ganz neues Ensemble waren Die Kellergeigen zu entdecken – mit Anna Breger an der schwedischen Nyckelharpa und Wanda Leben am Cello. Die beiden jungen Frauen verzauberten mit ihrer kenntnisreichen Freude an alter Musik („Kommt ein dunkler Wolk herein“) wie nordischem Folk. Besonders berückend war der Auftritt der beiden als letztes Konzert am Schrammel.Pfad auf der neu positionierten Floßbühne mit Blick über den ruhig da liegenden abendlichen Herrensee vor einem Publikum, das verteilt auf der Böschung und im Wald lagerte und den schwebenden Klängen lauschte.

Zufriedener Intendant Nachbemerkung von Festivalgründer -und leiter Zeno Stanek: „Natürlich freue ich mich über den exzellenten Besuch. Besonders beglückend sind für mich aber unser friedfertiges und entspanntes Publikum und die zahlreichen engagierten Menschen, die mitarbeiten. Ein persönlicher Höhepunkt ist immer die Nachtwanderung, bei der alle gebeten werden, weder zu sprechen noch zu applaudieren und ohne Hilfe von Lichtquellen durch die Natur zu wandern. Das Erlebnis des dunklen Waldes, des Sternenhimmels und der nächtlichen Landschaft, verbunden mit Musik, Rezitation und Kerzenschein bleibt für viele dauerhaft in Erinnerung. Darum geht es, um unverfälschtes Erleben mit allen Sinnen.“

Die meisten Bühnen sind nun abgebaut, die Vorbereitungen auf das Theaterfestival HIN & WEG von 9. – 18. August haben bereits begonnen. Ebenso aber auch die Planungen für das 14. Schrammel.Klang.Festival, das von 10. bis 12. Juli 2020 unter dem Motto „Schrammel extrem“ stattfinden wird.

Der programmatische Mix aus nordischen Gruppen (die Erkundung von Europas Norden auf den Spuren der Gebrüder Schrammel war bekanntlich das Thema des heurigen Festivals) und heimischen Musikgrößen ist erfreulich gut aufgegangen.

[mst]

Link zu: Schrammel.Klang.Festival

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