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Wohlan! Das TAG eröffnet am 23. September
copyright: Anna Stoecher_Macbeth
© Anna Stoecher_Macbeth
  

Ed. Hauswirth, Arturas Valudskis, Bernd Liepold-Mosser: Große Namen die sich in der neuen Theatersaison 2018/19 im TAG an die Arbeit machen um Ihnen abwechslungsreiche und spannende Uraufführungen zu bescheren. Und mit Margit Mezgolich, Gernot Plass und Elisabeth Gabriel finden sich gleich 3 TheatermacherInnen, die ihre erfolgreichen Inszenierungen der Saison 2017/18 noch einmal hochleben lassen.

Eine spannende Saison

Insgesamt 3 Uraufführungen "Der Untergang des österreichischen Imperiums"," Kirschgarten" und "Die Ratten" sowie zahlreiche, erfolgreiche Aufführungen der Vorsaison, allen voran "Macbeth" sowie "Auf der Suche nach dem sechsten Sinn und "Unterm Strich" kommen In der Saison 2018/19 zur Aufführung. Dazu gibt es wie gewohnt eine feine Auswahl an Musik (Theater:Gigs), den Dauerbrenner TAGebuch Slam und jede Menge Impro-Theater – allem voran Sport vor Ort und das MOMENT! 7th International Improv Festival Vienna .

Der Untergang des öst. Imperiums oder...

...die gereizte Republik Von Ed. Hauswirth und dem Ensemble Sehr frei nach „Il Decamerone“ von Giovanni Boccaccio Eine Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof Graz Premiere: Samstag, 17. November 2018, 20 Uhr

"Ich komme überraschenderweise gut an, wenn man eine Kamera auf mich hält." Die mondäne Villa eines Verlegers am Semmering. Acht Menschen aus der Öffentlichkeit – Intellektuelle, JournalistInnen, KommentatorInnen (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind völlig zufällig) – haben sich an diesen Ort aus Anlass einer politischen Krise vor einer schleichenden, von ihnen so empfundenen „Krankheit“ zurückgezogen und lecken an ihren Wunden.

Fassungslos und gleichzeitig überrascht stehen sie vor dem Befund, dass die bekannten und gut eingeübten Diskurse gegenwärtig an den Rand gedrängt werden und plötzlich die ideologische Gegenseite die öffentliche Hegemonie beansprucht. Dennoch redet man hauptsächlich über Essen, Sex und Entspannung.

Was ist ein erfülltes Leben und was ein befriedigendes körperliches Sein? Normalität wird simuliert, oberflächlich soll alles so bleiben, wie es ist. Die Sorgen der Republik wirken unglaublich weit weg. Hier am Semmering steht die Zeit still, obwohl gar nicht weit entfernt die Demokratie auf dem Spiel steht. Die politischen Haltungen liegen zwar mitunter auseinander, jedoch genießt man seit Jahren schon gemeinsam die Treffen in der Verlegervilla. Man hat studiert, man kennt sich aus. Die österreichische Innenpolitik kommentiert man ständig online, die Geschichte der Republik gehört zum kleinen Einmaleins. Man hat alles über politische Theorie gelesen, kennt die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung, im Grunde versteht man sich. Doch dieses Mal ist es unangenehm anders. Hätte man bloß das selbstgewählte Twitterverbot eingehalten … Ein brisanter und äußerst witziger Abend

KIRSCHGARTEN Eine Komödie ohne Bäume

Von Arturas Valudskis Frei nach „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow Eigenproduktion des TAG Premiere: Samstag, 2. Februar 2019, 20 Uhr „Sobald Sie sich für Sommerhäuser entscheiden, sind Sie gerettet.“ Ein gestörtes Verhältnis zur Wirklichkeit kann komisch wirken. Ein Gefühl von Hilflosigkeit umso mehr. Die ProtagonistInnen in Tschechows Theaterstücken, zumeist verarmte Landadelige in der russischen Provinz, versprühen mit ihren Vorstellungen vom Leben, der Exzentrik ihrer Verlorenheit und in ihrem Fernsein von Gestaltungsmöglichkeiten in der realen Welt diese Komik auf besonders exemplarische Art und Weise. Nicht zuletzt wurden seine Stücke Klassiker der Weltliteratur, weil sie die menschliche Situation unter den besonderen Bedingungen der Provinz dramatisch abbilden.

Das letzte Stück Tschechows, „Der Kirschgarten“, ist ein Meisterwerk dieser Menschenschau. Arturas Valudskis, der 2016 schon mit seiner feinsinnigen Tschechow-Interpretation von „Die Möwe“ reüssierte, lässt dieses nun am TAG über die Bühne gehen. Valudskis’ Zugriff auf den Stoff ist dabei ein radikaler. Er übersetzt die Dialoge nicht nur neu, er reduziert sie auch aufs Wesentliche und setzt sie auf einer völlig leeren Bühne um. Auch das Figurentableau wird verkleinert .

Der russophone Litauer Valudskis hat ein sensibles Gehör für den tschechow‘schen Witz. Er überträgt und übersetzt ihn auf seine ganz eigene Art ins Deutsche und löst Tschechows Vorgabe „wie im Leben“, die dieser den SchauspielerInnen des Moskauer Künstlertheaters seinerzeit eintrichterte, auf ebenso eigene Art auf der Bühne ein. Bei aller Melancholie und Verlorenheit der Figuren wird dabei von ihm Tschechows Spartenbezeichnung „Komödie“ mehr als ernst genommen.

DIE RATTEN Von Bernd Liepold-Mosser Frei nach Gerhart Hauptmann Eigenproduktion des TAG Premiere: Mittwoch, 3. April 2019, 20 Uhr „Ein Kind, das was lebt, ja das ist schon eine vitale Sache.“

Eine Ratte gilt als ein anpassungsfähiger und intelligenter Schädling, der irgendwo in der Dunkelheit existiert und Krankheiten überträgt. Insofern gilt es, sie zu bekämpfen. Frau John hat sich nach einer Fehlgeburt in einen manischen Kinderwunsch verstrickt, der solche Ausmaße annimmt, dass sie schließlich einer anderen Frau deren Neugeborenes geradezu stiehlt. Sie setzt die Hochschwangere in ihrer Verzweiflung über eine Zukunft als Alleinerziehende derart unter Druck, dass dadurch die Geburt eingeleitet wird und sie ihr anschließend das Neugeborene in völliger Überforderung überlässt. Als sie es kurz darauf wiedersehen möchte, greift Frau John zu radikalen Maßnahmen, indem sie ihren brutalen Bruder auf sie ansetzt …

Wie in Hauptmanns berühmten Naturalismus-Drama stellt Bernd Liepold-Mosser einerseits die Frage, nach den Ringen um die Erfüllung von Lebensträumen, andererseits thematisiert er auch die Machtspiele der Unterdrückung und der Ausbeutung zwischen Menschen und stellt damit ferner das zeitlose Verhältnis zwischen Herr und Knecht an den Pranger. Sprachlich überträgt er Hauptmanns Dialektsprache in seine eigene Kunstsprache. Auf einem ständigen Grat zwischen Komik und Tragik erzählt er die beklemmende wie berührende Geschichte des ungleichen Kampfes zweier Frauen im dichtgedrängten Käfig ihrer fixen Ideen und Vorstellungen.

[mst]

Link zu: TAG in der Gumpendorferstraße

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