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Steiermark wird DAC
Die Protagonisten feiern das neue DAC mit steirischem Wein (vlnr:) Christoph Neumeister, Werner Luttenberger, Willi Klinger, Claudia Genner-Schauer, Stefan Potzinger, Franz Titschenbacher, Hans Seitinger, Johann Dreisiebner, Armin Tement, Georg Regel
© Life-style.at
  

Der PR-Traum des Weinmarketing-Capos wird Realität: mit den heute in Graz vorgestellten Steiermark DAC, Südsteiermark, Vulkanland und Weststeiermark schliesst sich die letzte signifikante Bundesländerlücke in der österreichischen Weinlandschaft! Ob dies allerdings bei so individuellen Weinen und kleinen teils kleinen Erträgen der ideale Ansatz ist wurde schon auf der Vievinum diskutiert.

Am heutigen Montag, 2. Juli 2018, luden Vertreter des Regionalen Weinkomitees und der Wein Steiermark zu einem historischen Pressegespräch, das eine neue Ära des Steirischen Weines einleiten wird. Wie im Hotel Weitzer verkündet wurde, erhält die Steiermark mit dem Weinjahrgang 2018 ein neues Herkunftssystem. Dieses wird sich gemäß der drei steirischen Weinbaugebiete in einen Südsteiermark, Vulkanland Steiermark und Weststeiermark DAC gliedern. 

Präsentiert und kommentiert wurde das neue DAC System von Landesrat Johann Seitinger, Mag. Wilhelm Klinger (Geschäftsführer ÖWM), Ök.-Rat Franz Titschenbacher (Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark), Johann Dreisiebner (Obmann Regionales Weinkomitee Steiermark), Stefan Potzinger (Obmann der Wein Steiermark) und Ing. Werner Luttenberger (Geschäftsführer Wein Steiermark). Das große Interesse an den Zukunftsplänen des Steirischen Weines manifestierte sich vor allem in der Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter_innen, denen die Podiumsgäste in einer lebendigen Diskussion Rede und Antwort standen.

" Um die Steiermark und ihre drei Weinbaugebiete in Zukunft erfolgreich zu positionieren, ist es notwendig auf die Alleinstellungsmerkmale und Besonderheit der Region hinzuweisen. In der Weinwirtschaft ist die Herkunft das wichtigste Element um sich von Mitbewerbern abzuheben und die Weine so erfolgreich vermarkten zu können“, so Werner Luttenberger zu den Beweggründen für die Entwicklung eines Steiermark DAC. 

Die VerantwortungsträgerInnen der steirischen Weinwirtschaft zogen aus diesem Grund in den letzten Monaten an einem Strang und feilten in einem intensiven Prozess an einem eigenen steirischen DAC System. Das Ergebnis ist eine dreistufige Herkunftspyramide, die sich in Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine gliedert. Stefan Potzinger, Obmann der Wein Steiermark, zeigt sich überzeugt, dass „das neue Herkunftssystem der bereits bestehenden Qualität des Steirischen Weines gerecht wird. Gleichermaßen wird dadurch auch sichergestellt, dass die Qualitätsentwicklung in Zukunft beschleunigt wird“.

Für Mag. Wilhelm Klinger, Geschäftsführer der ÖWM und Miterfinder des österreichische DAC-Systems, hängt der PR-Himmel voller geigen: "Lange hat sich die Steiermark mit dem Beschluss einer neuen Herkunftsordnung beim Wein Zeit gelassen, und das ist gut so! Denn im Zuge der zahllosen Diskussionen, Sitzungen und auch Streitgespräche ist es gelungen, ein fachlich hervorragendes und für alle vorteilhaftes Ergebnis zu erzielen. Ich danke allen, die daran mitgearbeitet haben und dabei das Gemeinwohl vor das betriebliche Einzelinteresse gestellt haben, besonders auch den jungen BetriebsführerInnen, die im letzten Jahr eine neue Dynamik in die Verhandlungen gebracht haben. Mit den drei steirischen Gebieten steigt die Zahl der DACs in Österreich auf 13. Jetzt bin ich zuversichtlich, dass wir mit diesem Rückenwind spätestens 2020 auch die restlichen vier spezifischen Weinbaugebiete unter den DAC-Schirm bringen können."

Auf der vor Kurzem abgefeierten Leitmesse des österreichischen Weins, der Vievinum, gab es hingegen durchaus auch kritische Stimmen zum damals bereits veorligeneden DAC Systems, nicht nur bei Winzern und nicht nur unter Verweis auf einige der bereits existierenden DACs. Auch bei der von Steiermarkwein mitorganisierten fulminanten Masterclass 'Ein Blick in die Tiefe - die große Bodenvielfalt der Steiermark im Vergleich'  unter Leitung der großen Caro Maurer, M.W., wurde darüber diskutiert ob die präsentierte Vielfalt mit all ihren Mikroklimata und Höhenunterschieden sich in einer relativ einfachen DAC Systematik wirklich widerspiegeln kann. Hinterfragt wurde auch die große Anzahl der in den steirischen DACs zugelassenen Rebsorten, bei denen allerdings die in den letzten Jahren vermehrt ausgepflanzten PIWIs nicht enthalten sind. Immerhin dürfen sich Weine aus ganzen 9 Rebsorten, sowie Cuvées aus diesen, stolz DAC nennen - Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Schilcher. Ob bei der Vielfalt die drei DACs wirklich Klarheit in ausländische Köpfe bringen werden bleibt abzuwarten.

Der Startschuss für das Herkunftssystem ist vom Regionalen Weinkomitee jedenfalls für die Ernte 2018 vorgesehen. Die endgültigen Weichen für den steirischen DAC müssen zuvor allerdings noch vom Bundesministerium gestellt werden, das die Verordnung mit seiner Unterschrift absegnen muss.

 

[kjz]

Österreichkarte mit allen bisher definierten DACs
© ÖWM

Die neue DAC Herkunftspyramide für die Steiermark mit den Qualitätsstufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein
© Wein Steiermark

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