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Die besten Rieden der Steiermark
Freude über den gelungenen Startschuss einer neuen Verkostungsreihe der großen Steirischen Riedenweine. (v.l.n.r.):  Jutta Bischof (Steiermärkische Sparkasse), Claudia Genner-Schauer (Marketing Wein Steiermark), Gastwinzer Michel Laroche, Weinbaupräs
© fotokuchl
  

Erstmalig fand am gestrigen Samstag, 2.9. in der Aula der alten Universität Graz eine ganz besondere Präsentation steirischer Top-Weine statt. Fast 400 Weine von 32 Spitzenwinzern - inklusive der STKL-Weingüter präsentierten einen spannenden Querschnitt durch die vergangenen Jahrgänge, teils zurück bis 2003. Eine einmalige Gegend, ein Gefühl für Lagen aber auch Alterungspotenzial zu bekommen.

Volles Haus in der Alten Universität Graz: Mehr als 600 Besucher verkosteten sich am Samstag, den 2. September durch die rund 380 angebotenen Riedenweine und studierten deren unverwechselbare Charaktere. Mit dieser Veranstaltung setzten die steirischen Winzer den Startschuss für ein neues Bewusstsein um die Besonderheit und Tradition ihrer großen Rieden.

Bis zu 15 Jahrgänge!

Dabei konnten die Gäste dicht gedrängt nicht nur aktuelle Jahrgänge verkosten, sondern auch gereifte, die teils aus den Schatzkammern der teilnehmenden Weingüter stammenn und am Markt schon längst nicht mehr erhältlich sind. Eine gute Gelegenheit, sich Gedanken über das Reifungspotenzial steirischer Spitzenweine zu ziehen, aber auch, Jahrgänge aus der gleichen Riede miteinander unmittelbar zu vergleichen und zu versuchen zu erschmecken, wo der Charakter der Riede EInfluss nimmt und wie sich die unterschiedlichen Witterungsverläufe auswirken.

Dabei wurden Weine bis zum Jahrgang 2002 zur Verkostung angeboten und zeigten, dass echte Steirer auch nach 15 Jahren noch nicht müde werden...eh scho wissen, 'ka Nudlsuppn!' Ein besonderes Schmankelr bot das Weingut Potzinger, das seinen Sauvignon Sulz 'Joseph' in 15 Jahrgängen von 2002 bis zum raren 2016, dazu auch noch zwei Reserven (2006 und 2011) zur Verkostung brachte. Eine rare Gelegenheit, Jahrgangstypizität am lebenden Beispiel zu studieren.

Zahlreiche Schmankerl

Zu 'studieren' gab es aber auch bei anderen WinzerInnen genug, etwa kräftige ausgebaute Lagen-Muskateller mehrerer Weingüter, einen extrem lang auf der Feinhefe ausgebauten Chardonnay Schaumwein von Regele mit Jahrgang oder ein Dutzend spannende natural und orange Weine bei Ploder Rosenberg. Apropos Orange, auch wenn das an diesem Abend ein Minderheitenprogramm war, ein weiteres erwähnenswertes Angebot in dieser Klasse war der devil ORANGE/ von Peter Skoff, der durch intensiv eigene Aromatik bei hohem Trinkgenuss glänzte - will heissen, orang ja, aber auch nach dem zweiten Glas angenehm und nicht nur interessant, was ja bei puristischen Orange Weinen nicht immer im Vordergrund steht.

Bei den 10 Steirischen Terroir und Klassik Weingütern wiederum gab es zahlreiche Erste und Grpße Lagen zu kosten, nicht nur Sauvignon Blanc und Morillon, sondern auch zum Beispiel Muskateller Grassnitzberg von Polz, Krois von Maitz und Perz von Gross, oder einen 2007er Weissburgunder Pfarrweingarten Fassreserve vom Sattlerhof.

Ein weiterer Trend, gerade in naturnah bewirtschafteten Weingärten (biodynamisch, bio, natürlich, organisch, etc) sind Piwis, also Neuzüchtungen, die von Natur aus widerstandsfähiger gegen Pilzerkrankungen sind, was sie gegenüber Klimaextremen unempfindlicher macht. Weine aus beziehungsweise mit solchen Sorten, konkret Cabernet Blanc beim Weingut Hirschmugle, Muscaris + Sauvignon Gris sowie Cabernet Jura beim Weinhof Leitnerund auch beim Bioweingut Ploder-Rosenberg spielen die Piwis zunehmend eine Rolle, typisch in Cuvées mit klassischen Rebsorten, sind ein kommender Trend. Selbst wenn, wie die Winzer zugeben, die Piwis zwar im Weingarten Vorteile bieten, aber im Handling und der Vinifizierung nicht ganz einfach sind.

Eine exklusive Besonderheit konnte man beimWeingut Krispel - Eruption kosten: Die Barrique-Lagencuvée B1 - 'Der Wein aus dem Stein' reift nicht nur im Holz, sondern einen Teil seiner Reifungszeit in einem Basalt-Behältnis, wobei sowohl durch Oberflächeneffekte als auch durch die besondere Mineralik des vulkanischen Eruptivgesteins besondere Effekte zum tragen kommen.

5 Stunden Intensivverkosten

Von der ersten bis zur letzten Minute ‒ von 16 bis 21 Uhr ‒ nützten die gelehrsamen Verkoster die Chance, möglichst viele der 47 steirischen Top-Winzer zu besuchen. Im Mittelpunkt stand dabei klarerweise Sauvignon blanc, gefolgt von Weinen burgundischer Rebsorten. Zu erschmecken und unterscheiden galt es etwa den Einfluss von Kalk, Gneis oder Schiefer auf den jeweils spezifischen Weinstil. Vielfach wurden zur Veranschaulichung Vertikalen gereicht, die bis zu 15 Jahrgänge umfassten und damit Zeugnis für das enorme Reifepotenzial ablegten. Spannend zu erleben war dabei auch die Entwicklung in der Vinifikation, die sich in den vergangenen 15 Jahren klar in Richtung Sortenausdruck und Herkunftscharakter bewegte.

Burgundische Anflüge

Ebenfalls großen Andrangs erfreute sich Gastwinzer Michel Laroche. Einst Teilhaber an Weingütern in mehreren Weinbaugebieten Frankreichs, bewirtschaftet er nunmehr gemeinsam mit seinen beiden Töchtern Cécile und Margaux das kleine und noch recht junge Weingut Domaine d’Henri. Er legt Wert darauf, seine Weingärten möglichst nach biodynamischen Grundsätzen zu kultivieren und in seinen Weinen sowohl Lagencharakter als auch Frische und Eleganz zu forcieren.

Kulinarisches Glück
Die gleichermaßen wohlschmeckende und korrespondierende Umrahmung bildete das Flying Buffet von Wolfgang Edler, Landhaus Oswald. Köstlichkeiten wie "Kalt geräucherte Lachsforelle auf Fenchel Orangensalat", "Gebratenes Paprikagemüse mit Vulkanlandschinken" oder "Gefüllte Roulade vom Maishendl mit Muskatkürbispüree" vollendeten das kulinarische Glück der Verkoster und ausstellenden Winzer. Einziger Wermutstropfen: da das kulinarische Angebot von Beginn der Veranstaltung an sowohl als Flying Buffet durch den Saale getragen wurde als auch per zentral gelegener Buffetstation in den gleichen Räumen wie die Verkostungsstände unter die von Start weg erstaunlich hungrigen Gäste gebracht wurde kam es schon vor, dass der spannende Sauvignon Blanc im Kostglas überraschend Aromen von Muskatkürbis und Rehragout aufwies.

Zitate

Stefan Potzinger, Obmann Wein Steiermark:
„Diese Veranstaltung hat die besten Weine der besten steirischen Winzer an einem Ort gezeigt und das Weinwunder Steiermark erstmals auch ,kostbar‘ gemacht.“

Werner Luttenberger, Geschäftsführer Wein Steiermark:
„Diese Auswahl an Weinen ist einzigartig. Vielfach sind es Kult-Weine, die zum Sammeln einladen. Sie bilden das Herzstück des steirischen Weins.“

Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Landesrat Hans Seitinger, Gemeinderätin Sissy Potzinger, Weinkönigin Katja I., Präsident der Landwirtschaftskammer Franz Titschenbacher, Dr. Leonhard Steinbauer (Landeswirtschaftliches Versuchszentrum), Kammeramtsdirektor Mag. Johannes Sorger (Landarbeiterkammer), KommR Gerhard Wohlmuth (Winzer und Wirtschaftskammer-Obmann der Sparte Handel) sowie Weinbaupräsident Johann Dreisiebner.

[kjz]

Volles Haus in der Aula der Alten Universität
© Life-style.at

Eindrücke von der großen steirischen Riedenverkostung
© Life-style.at

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