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Schlechte Noten für vegane 'Burgern'
Veganer Burger
© Wikimedia Commons (Public Domain)
  

Die österreichische Arbeiterkammer hat gemeinsam mit dem VKI vegane 'Burgerpatties' getestet, also den rein pflanzlichen Ersatz für's Fleischlaberl als Herzstück eines Burgers. In den letzten Jahren ist die Industrie ja massiv auf vegetarische und vegane Ersatzprodukte aufgesprungen und das Angebot wie die sprichwörtlichen Schwammerln aus dem Boden geschossen, doch ist nicht alles gold was glänzt.

Dass vegetarische und vegane Ersatzprodukte, die Lebensmittel und Speisen mit tierischen Bestandteilen nachahmen sollen, so gut wie nie ohne eine erkleckliche Menge an den berüchtigten E-Nummern auskommen ist wohl nicht zu verhindern. Auch sind zwar E-Nummern Herolde unserer Lebensmittelindustrie und die Antithese zu Bio oder Slow Food, aber keineswegs a priori ungesund. So hat etwa der natürliche Farbstoff des überaus gesunden Curcuma, das Curcumin, die Nummer E100, E101 steht für das lebensnotwendige Riboflavin, auch Vitamin B2 genannt. E260 ist Essigsäure und E300 etwa Ascorbinsäure vulgo Vitamin C. Und E406 ist der aus Algen gewonnene Gelatine-Ersatz Agar-Agar, der sich in der vegetarischen Küche auch ausserhalb der Industrie höchster Beliebtheit erfreut. Und auch die Tatsache, dass eine Substanz überhaupt eine E-Nummer als zugelassener Lebensmittelzusatzstoff erhalten hat, bedeutet dass sie in den erlaubten Mengen eben nicht gesundheitsschädlich ist. Dies kann man so von den von ÖAK und VKI bemängelten Mineralölrückständen oder gentechnisch verändertes Soja nicht so einfach sagen.

Und auch wenn bei einem Großteil der Produkte mangelhafte Nährwertqualität bemängelt wurde, hat die Industrie in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Sie sind in Konsistenz, Geruch und Geschmack ihrem fleischhaltigen Vorbild richtig ähnlich geworden. Das erhöht auch ihre Beliebtheit. In Deutschland hatte die fleischlose Variante im Jahre 2019 einen Marktanteil von rund 17 % an einem Markt, der auf 48 Millionen Euro geschätzt wird. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist in Kooperation mit der Arbeiterkammer Steiermark der Frage nachgegangen, wie gesund die fleischlosen Burger-Laibchen eigentlich sind und hat 11 im Handel erhältliche vegane Burger-Patties untersucht. Bei der Expertenverkostung konnten alle Produkte überzeugen, doch bei der Nährwertqualität trennte sich die Spreu vom Weizen. Bei der Bewertung auf der Nutri-Score-Skala konnten drei Testkandidaten die Bestnote „A“ erringen, während vier Produkte sich mit der zweitschlechtesten Note „D“ zufriedengeben mussten, was dem Nutri-Score-Wert von normalen Fleisch-Patties entspricht - darunter mit Hofers just Veg und dem Vegini Burger ausgerechnet auch 2 der insgesamt top platzierten Patties. Zudem mussten Produkte abgewertet werden, weil sich Mineralölrückstände oder gentechnisch verändertes Soja nachweisen ließ.

Was Nachhaltigkeit, Tier- und Umweltschutz betrifft, sind die veganen Burger-Patties gegenüber ihren fleischhaltigen Kollegen klar im Vorteil“, so Birgit Beck, Projektleiterin beim VKI. „Auch bei der Nährstoffzusammensetzung liegen sie größtenteils vorn, auch weil der Fleischersatz Ballaststoffe enthält und cholesterinfrei ist. Aber man muss sich natürlich darüber im Klaren sein, dass vegane Produkte, die ihren tierischen Pendants möglichst ähnlich sein sollen, hoch verarbeitete Lebensmittel sind. Das zeigt sich nicht nur an den gefundenen Mineralölrückständen, die durch Verunreinigungen im Produktions- und Verpackungsprozess entstehen“, so Birgit Beck weiter. „Stark verarbeitete Lebensmittel sollten grundsätzlich nur in Maßen konsumiert werden. Auch die veganen Varianten können viel Fett, gesättigte Fettsäuren und Salz enthalten. Vegane Vollwertkost sieht anders aus. Als gesündere Alternative sind wenig verarbeitete Lebensmittel wie Linsen, Erbsen, Bohnen oder Tofu und Tempeh auch den veganen Burgern vorzuziehen“. Dabei ist noch nicht erwähnt, dass fast alle Produkte Bestandteile wie Gluten oder Soja enthalten, die laut Allergenverordnung gekennzeichnet werden müssen - genau hinsehen lohnt sich also, besonders für Allergiker.

Im Gesamtergebnis wurden 4 vegane Laibchen mit „gut“ bewertet, 6-mal wurde das Urteil „durchschnittlich“ vergeben und ein Produkt erhielt nur ein „wenig zufriedenstellend“, hauptsächlich wegen eines hohen Gehaltes an Mineralölrückständen. Dass dabei weder der bekannte Mett- und Leberwursthersteller Rügenwalder Mühle noch der Silicon Valley Star Beyond Meat oder die Eigenmarken von LEH und Diskontern vorne lagen ist eine durchaus interessante Erkenntnis. Das Produkt des israelischen Platzhirschs Garden Gourmet (Nestlé) konnte zumindest ebenso wie die Iglo Green Cusine beim Nutriscore überzeugen. Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 19. November in der Dezember-Ausgabe von KONSUMENT.

[kjz]

Link zu: Konsument-Artikel vorab online

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