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Buchrezension
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Die Muse von Dior
Die Muse von Dior
© Rowohlt Verlag GmbH
  

„Frankreich, 1944: Oona Riley, genannt Copper, ist ihrem Mann, einem amerikanischen Kriegsreporter, nach Paris gefolgt. Seit dem Ende der deutschen Besatzung herrscht in der Stadt trotz Entbehrungen und Schwarzmarkt eine vibrierende Aufbruchsstimmung. Auch Copper träumt von einem aufregenden, selbstbestimmten Leben. Sie ist es leid, nur als Sekretärin für ihren Mann zu arbeiten und dessen Untreue zu erdulden. Als sie zufällig Christian Dior begegnet, scheint ihr Traum in Erfüllung zu gehen. Der aufstrebende Modedesigner macht sie zu seiner Muse. Durch ihn erhält Copper Zutritt zu einer schillernden Welt internationaler Künstler und Bohemiens. Endlich wagt sie sich aus dem Schatten ihres Mannes. ..“ lädt der Roman auf dem Cover zu diesem Roman über die rothaarige Oona mit Liebe, Mode und dem Ende des zweiten Weltkriegs ein.
 
Die schlanke schöne rothaarige Frau war ihrem Abenteurermann nach Europa gefolgt, springt für dessen Freund als Photograph ein und sieht den Hunger, die Menschen die sich trauen wieder politisch zu agieren, aber auch Revanchismus in der Verarbeitung der Deutschen in Paris. Die Ehe scheitert, Christian Dior bringt sie mit anderen Künstlern und Künstlerinnen zusammen und sie schreibt für eine amerikanische Zeitschrift als einzige in Paris lebende Quasi-Journalistin. Hier tritt ein Mann in Ihr Leben, der als Händler und sprachgewandter ausgewanderter Russe ihr das Leben und Kultur zeigt. Am Schluß steht – zeitlich kurz nach dem echten Ende des zweiten Weltkriegs – mitten in Armut eine sinnliche üppige Modepräsentation, und damit Diors Durchbruch für seine eigene Marke.

Im Nachwort schreibt der Autor, daß er mit manchen geschichtlichen Ereignissen künstlerisch umging, manche Geschehnisse zu anderen Zeitpunkten zugunsten der Spannung im Buch geschehen ließ. Anderes war genau recherchiert.

Das Erwachen des kommunistischen Denkens als Gegenpol zu den ehemaligen nationalen Deutschen wird begreifbar. Aber auch, daß die meisten Menschen nichts mehr mit Politik zu tun haben wollen, sondern endlich einfach nur leben wollen. Bei den Künstlern werden viele prominente Namen aus dem bildnerischen, musikalischen und auftretenden Bereich aufgezählt und geschildert. Der englische Originaltitel heißt „The Designer“, was mir eigentlich mehr als der deutsche Titel gefällt.

Die Geschichte ist gut und flüssig geschrieben. Ob das Paris in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg richtig beschrieben worden ist, werden andere Leser und Leserinnen vermutlich besser beurteilen können. Die Liebesgeschichte funktioniert netterweise, und die verrückte Welt der Künstler und Künstlerinnen ist gut beschrieben, einige kriegsbezogene Szenen gehen unter die Haut.

Durchaus gelungen !

Marius Gabriel wurde am 13. November 1954 in Südafrika geboren. Um sein Studium zu finanzieren, schrieb er unter weiblichem Pseudonym Liebesromane und war damit sehr erfolgreich. Heute veröffentlicht unter seinem eigenen Namen. Er hat Kriminalromane, Liebensromane, Bücher für Kinder und historische Romane veröffentlicht. Für ?Die Muse von Dior ? erhielt er 2018 den renommierten Historical Romantic Novel of the Year Award.

Marius Gabriel
Die Muse von Dior
übersetzt von: Martina
  Tichy; Anja Schünemann
Deutsche Erstausgabe
Verlag: rororo
384 Seiten
ISBN: 978-3-499-27632-3

[chs]

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