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Buchrezension
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Enteignung
copyright: S.Fischer Verlag
© S.Fischer Verlag
  

Auf der Vorderseite ist die Zeichnung einer schlafenden Katze. Auf der Rückseite heißt es : „Nach Jahren auf Reisen kehrt ein Journalist in den Ort seiner Kindheit zurück. Er schreibt für das kriselnde Lokalblatt, er beginnt Affären und arbeitet auf dem Hof eines Mastbauern, dessen Land enteignet wurde. Er wird hineingezogen, in die Welt dieser Menschen, die bis zum Äußersten kämpfen, um ihre Existenz, um die Liebe, letztlich um ihr Leben.
Ein existentieller und aufwühlender Roman über die Umbrüche unserer Gegenwart.“
 
Den ehemals berühmten Journalisten verschlägt es in sein Heimatdorf in Österreich. Hier bleibt er in Beobachterposition und möchte sich möglichst wenig berühren lassen, was ihm weder in einer seiner Affären gelingt noch als er mitbekommt wie hart die Arbeit am Schweinehof ist, und auch als er begreift daß ein Beamter gegen die Gesetze agiert und damit Existenzen bedroht. Spät ist spürbar welche Arten von Liebe hier im Kargen leben, sich hier entweder unterstützen oder vernichten.

Reinhard Kaiser-Mühlecker
Enteignung
224 Seiten, geb. mit
  Schutzumschlag
Hardcover Preis € (D) 21,00
  | € (A) 21,60
S.Fischer Verlage
ISBN: 978-3-10-397408-9

Der Journalist versucht den Überblick zu halten und segelt oft über die Landschaften. Er bleibt Außenseiter für die Menschen der kleinen Stadt. Nur sein Kater ist ihm emotional wichtig, und das Grab der Tante.
Die Menschen sind wie distanziert beschrieben. Der Journalist selbst lebt in seiner eigenen Gefühlswelt in die er keinen anderen Menschen läßt, und über die er den Mitmenschen nichts mitteilt. Selbst auf direkte Fragen antwortet er nicht.

Der Stil ist beobachtend und wertet nicht. Die Szenerien und kargen Gespräche stehen für sich, zogen mich sehr in die Geschichte. Karg sind auch die meisten erotischen Szenen, bei denen die Annäherung und das Lösen danach wichtiger als Details bei der Sache sind.

Leider sind durch das deutsche Lektorat einige nicht-österreichische Formulierung wie „schöner Wein“ oder „hoch sehen“ hineingeflossen, die gerade bei dieser schönen sensiblen zurückhaltenden Sprache des Autors als doppelt unsensibel wehtun. Hier wäre mehr passendes Feingefühl passend.

Bei der titelgebenden Enteignung geht es um ein Machtspiel bei dem ein wichtiger Wald vollkommen sinnlos Windrändern weichen wird, obwohl dort nie Wind geht.

In Summe ein Buch, das mich fasziniert und in seinen Bann gezogen hat, und über das ich noch länger nachdenke. Viel Freude beim Einlassen auf diesen Roman !

Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte Landwirtschaft, Geschichte und Internationale Entwicklung in Wien. ?Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt. ?
Sein Debütroman ›Der lange Gang über die Stationen‹ erschien 2008, es folgten die Romane ›Magdalenaberg‹ (2009), ›Wiedersehen in Fiumicino‹ (2011), ›Roter Flieder‹ (2012) und ›Schwarzer Flieder‹ (2014) sowie ›Zeichnungen. Drei Erzählungen‹ (2015). Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kunstpreis Berlin, und dem Österreichischen Staatspreis. Der Roman ›Fremde Seele, dunkler Wald‹ (2016) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

[chs]

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