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Ausstellungsbericht
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Deutscher Expressionismus - Die Sammlungen Braglia & Johenning
MAX PECHSTEIN 1881–1955 Junge Dame mit Federhut, 1910 Öl auf Leinwand
© Pechstein–Hamburg/Tökendorf/Bildrecht Wien, 2019
  

Diese sehenswerte und äußerst interessante Ausstellung zeigt umfassend den deutschen Expressionismus an Hand von erstklassigen Werken 19 Künstlerinnen und Künstlern aus zwei bedeutenden europäischen Kunststiftungen: der Fondazione Gabriele e Anna Braglia (Lugano, Ch) und der Renate und Friedrich Johenning-Stiftung (Nordrhein-Westfalen, D).

  

von: 15.Nov 19
bis: 20.Apr 20


Leopold Museum im MQ
Museumsplatz 1 im MQ
1070 Wien, AT
Tel: +43 1 525 70 -0
Fax: +43 1 525 70 -1500
Email: office ::: leopoldmuseum. org
http://www.leopoldmuseum.org/

Öffnungszeiten:
Mi-Mo: 10-18 Uhr
Do bis 21 Uhr
GESCHLOSSEN
WEGEN UMBAU
5.11.18 - 5.12.18



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Die Wege, welche die beiden passionierten Sammler zum deutschen Expressionismus geführt haben, waren unterschiedlich. Erwarb Gabriele Braglia bereits 1950 ein Werk des Futuristen Mario Sironi, entdeckte er den deutschen Expressionismus in den 1980er-Jahren für sich. Paul Klees Aquarell Erinnerung an Romanshorn (1913) bildete den Auftakt dieser Sammeltätigkeit Braglias. Bei Friedrich Johenning bewirkte in den 1960er-Jahren der Erwerb des Aquarells Alpenveilchen und Chrysanthemen (1952–1955) von Emil Nolde eine Initialzündung. Anna Braglia und Renate Johenning teilten jahrzehntelang die Passion ihrer Ehemänner. Die hohe Qualität der Kollektionen beruht in beiden Fällen auf der gemeinsamen Auswahl der Kunstwerke.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war eine aufstrebende Generation von Kunstschaffenden auf der Suche nach neuen Ausdrucksmitteln. In Opposition zur akademischen Tradition und in Auflehnung gegen gesellschaftliche Normen kämpften sie für die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks. Sie hinterfragten den Schönheitsbegriff, enthoben die Farbe ihrer abbildenden Funktion, bevorzugten lapidare Formen und bedienten sich einer raschen und impulsiven Malweise. Nicht mehr die naturalistische Darstellung zählte, sondern die Vermittlung innerer Zustände.

Anfangs unverstanden oder ignoriert, sahen sich die Vertreterinnen und Vertreter der neuen Kunstrichtung in der Zwischenkriegszeit zunehmend mit Diffamierungen konfrontiert. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten ihre Werke und entfernten sie aus den Museen. Im Deutschland der Nachkriegszeit wurde der Expressionismus als scheinbar völlig „unbelastete“ Kunstrichtung zum Symbol demokratischer, humaner Werte. Heute ist die herausragende internationale Bedeutung expressionistischer Kunst unumstritten und sorgt für Rekordergebnisse am Kunstmarkt.

Die Schau selber beginnt mit einer kleiner Ouvertüre, in der kurz auch auf die Vorgänger der Expressionisten und deren Themen in Deutschland eingegangen wird, um dann die Seelenlandschaften der Künstlergemeinschaft "Die Brücke" zu untersuchen. Im Kapitel "Braune Flecken im Farbengarten" wird auf Erich Nolde eingegangen (seine Rolle bezüglich des Nationalsozialismus wird dabei auch diskutiert). Unter dem Titel "Kinderbilder aus Worpswede" ist das nächste Kapitel Paula Modersohn-Becker gewidmet. Im nächsten Raum stößt man dann auf die kleine Künstlerkolonie in Murnau (Bayern) zusammen mit den subjektiv empfundenen Werken des "blauen Reiters".

Die gezeigten Werke stammen von:
MAX LIEBERMANN: 1847 Berlin – 1935 Berlin
LOVIS CORINTH: 1858 Tapiau, Ostpreußen (heute Gwardeisk/Russland) – 1925 Zandvoort (Niederlande)
PAULA MODERSOHN-BECKER: 1876 Dresden – 1907 Worpswede
EMIL NOLDE: 1867 Nolde (heute Dänemark) – 1956 Seebüll
CHRISTIAN ROHLFS: 1849 Groß Niendorf – 1938 Hagen
KARL SCHMIDT-ROTTLUFF: 1884 Rottluff – 1976 Berlin
MAX PECHSTEIN: 1881 Zwickau – 1955 Berlin
ERICH HECKEL: 1883 Döbeln – 1970 Radolfzell am Bodensee
ERNST LUDWIG KIRCHNER: 1880 Aschaffenburg – 1938 Davos (Schweiz)
OTTO MUELLER: 1874 Liebau, Schlesien (heute Lubawka/Polen) – 1930 Obernigk, Schlesien (heute Oberniki ?l?skie/Polen)
MARIANNE VON WEREFKIN: Tula (Russland) – 1938 Ascona (Schweiz)
ALEXEJ VON JAWLENSKY: 1864/65 Torschok (Russland) – 1941 Wiesbaden
WASSILY KANDINSKY: 1866 Moskau (Russland) – 1944 Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
GABRIELE MÜNTER: 1877 Berlin – 1962 Murnau am Staffelsee
AUGUST MACKE: 1887 Meschede – 1914 Perthes-lès-Hurlus (Frankreich)
FRANZ MARC: 1880 München – 1916 Braquis (Frankreich)
HEINRICH CAMPENDONK: 1889 Krefeld – 1957 Amsterdam (Niederlande)
LYONEL FEININGER: 1871 New York (USA) – 1956 New York (USA)
PAUL KLEE: 1879 Münchenbuchsee (Schweiz) – 1940 Muralto (Schweiz)

[pge]

Ausstellungsansicht
© Life-style.at

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