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Ausstellungsbericht
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Der magische Raum - Bühne-Bild-Modell
BÜHNENBILDMODELL VON BERNHARD HAMMER ZU MALAKUT VON NADER MASHAYEKHI, MUSEUMSQUARTIER, WIEN 1997
© Theatermuseum © KHM-Museumsverband
  

Das Theatermuseum zeigt in dieser phönomenalen und ungewohnt gestalteten Ausstellung einen kleinen Teil aus der Theater- und Bühnenmodellsammlung, die eine der unglaublichsten Schätze des Museums ist. Die Gestalter haben sich bei der Zusammenstellung auf die Bühnenmodelle konzentriert und haben 57 Inszenierungen aus vier Jahrhunderten zu den verschiedensten Opern- und Theaterstücken aller Genres ausgesucht.

  

von: 20.Apr 17
bis: 12.Feb 18


Theatermuseum
Lobkowitzplatz 2
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 525 24 - 34 60
Fax: +43 1 525 24- 53 99
Email: info ::: theatermuseum. at
http://www.theatermuseum.at/

Öffnungszeiten:
Di - So: 10 - 18 Uhr




Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Die Modell-Sammlung des Theatermuseums zählt mit fast 1.000 Objekten zu den bedeutendsten Spezialsammlungen dieser Art. Bühnen- und Architekturmodelle, technische Modelle und Dioramen lüften die Geheimnisse der theatralen Verwandlungskünste und entführen in die historischen Epochen, in denen die Dramen spielen.

Diese Schau widmet ihr Augenmerk ganz diesem ausdrucksstarken und für viele Theater- und Opernproduktionen unentbehrlichen Arbeitsmittel der Bühnenkunst. Erst durch die Dreidimensionalität des Bühnenbildmodells, das oft durch eine faszinierende bauliche Akkuratesse beeindruckt, wird die Vorstellung des Raumes und seiner Proportionen ermöglicht. So trägt es zur Vergegenwärtigung szenischer Abläufe und ihrer Wirkung bei. Als technisches Modell unterstützt es die Prüfung der Umsetzbarkeit spezieller Effekte mit der vorhandenen Bühnentechnik und dient schließlich als Arbeitsvorlage für die Theaterwerkstätten. Die Schau thematisiert diese Funktionen, die Beschaffenheit, die Unterscheidung in Typologien ebenso wie den kunsthistorischen Wert von Modellen.

Gezeigt werden Kostbarkeiten aus dem hauseigenen Bestand, die die interessante Entwicklung des szenografischen Denkens über eine Zeitspanne von mehr als 300 Jahren fast lückenlos belegen. Ergänzt durch das 1963 von Fritz Wotruba gestaltete Modell zu Sophokles‘ Elektra am Burgtheater, eine Leihgabe der Fritz Wotruba Privatstiftung, entführen die Modelle in die fantastische Welt des Theaters: dabei verzichtet die Ausstellung bewusst auf eine chronologische Präsentation - vielmehr dienen Ort und Zeit des Spielgeschehens, für das das Bühnenbild geschaffen wurde, als ordnendes Prinzip.

Auf sieben Themeninseln – von Antike, Mittelalter, Renaissance und Barock bis zu Romantik, Revolution und Gegenwart – wird anhand von markanten Beispielen gezeigt, wie die Szenografie zu verschiedenen Zeiten und unter vielfältigen Perspektiven die jeweiligen Schauplätze gesehen und gestaltet hat. Die Bühnenbildmodelle lassen erkennen, dass die Vorstellungen von Zeit, Epochen und Räumen variieren, ja manchmal sogar widersprüchlich sind. Bemerkenswert ist die Riege bildender Künstler und Architekten, die als Bühnengestalter tätig waren.

Die „bühnenräumlichen“ Konzepte – von den Illusions-Kulissen des Barock über die suggestiven Illustrationen des Historismus und Naturalismus bis zu den abstrakten Entwürfen der Avantgarde und Gegenwart, die auf die Korrespondenz zur Wirklichkeit gänzlich verzichten – könnten unterschiedlicher nicht sein. Veranschaulicht werden die kontrastierenden Sichtweisen dadurch, dass die Modelle auf den Themeninseln einander zugewandt präsentiert werden. Die BesucherInnen werden eingeladen, die Bühnenbildmodelle von allen Seiten, aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Distanzen zu betrachten und das Spiel im Bühnenbild zu imaginieren. Der magische Raum versucht keinen perfekten Blick auf die Bühne zu lenken, sondern zufällige Perspektiven freizugeben, die der Lebendigkeit des Theatererlebnisses entsprechen. Ich finde diese Art der Plazierung der Ausstellungsstücke sehr gelungen, vor allem, wenn man sich dazu Alternativen überlegt, die allesamt viel fader wären.

Um eine unbefangene Sicht auf die Bildervielfalt zu ermöglichen, sind Beschriftungen bewusst auf ein Minimum beschränkt. Das Publikum wird allerdings mit einer Fülle an multi-medial aufbereiteten Informationen durch die Insellandschaft navigiert. Auskunft gibt ein kostenloses Libretto mit allen nötigen Angaben zu den präsentierten Bühnenbildmodellen; die darüber hinausreichenden Texte geben Denkanstöße. Gleich zu Beginn der Ausstellung erwarten die BesucherInnen zwei Filme, die exklusiv für die Schau produziert wurden. Im Gespräch gewährt Paul Zündel, Leiter der Dekorationswerkstätten
Art for Art, Einblicke in den Entstehungsprozess vom Modell zum Bühnenbild; Reinhard von der Thannen spricht zu seiner Inszenierung von Charles Gounods Oper Faust bei den Salzburger Festspielen 2016 und zur Kunst, einen Raum „in Szene zu setzen“.

Die Schau wird über das Theatermuseum hinaus seine kleinen, vielsagenden Spielräume präsentieren. In der Wiener Staatsoper, im Burgtheater, im Theater an der Wien und in der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums werden für einige Monate Modelle gezeigt werden, die für die jeweiligen Bühnen entstanden sind, bzw. thematisch mit dem Spielplan und der Antikensammlung korrespondieren. Diese kleinen Ausstellungsatelliten sollen Lust und Interesse für das Theatermuseum wecken, aber auch für sich genommen, den Besuch der befreundeten Institutionen bereichern.

[pge]

Ausstellungsansicht
© Life-style.at

DER MAGISCHE RAUM, AUSSTELLUNGSANSICHT
© Theatermuseum © KHM-Museumsverband

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