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Ausstellungsbericht
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Ausstellungstipp:
Koloman Moser - Universalkünstler zwischen Gustav Klimt und Josef Hoffmann
Porträtfotografie Koloman Moser, um 1903
© MAK
  

Anlässlich seines 100. Todesjahres würdigt diese phänomenaleAusstellung Koloman Moser (1868–1918), einen der großen Visionäre der Wiener Moderne, mit einer der bisher umfangreichsten Personalen zu seinem vielfältigen Werk. Dabei taucht die Schau tief in das Œuvre des Ausnahmekünstlers ein und zeigt auf, wie entscheidend Moser die Suche nach einer neuen, modernen Formensprache in Wien um 1900 mitgeprägt hat.

  

von: 19.Dec 18
bis: 22.Apr 19


Museum für angewandte Kunst -MAK
Stubenring 5
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 712 80 00
Fax: +43 1 713 10 26
Email: office ::: mak. at
http://www.mak.at/

Öffnungszeiten:
Mi–So 10 – 18 Uhr
Di 18 - 22 Uhr (Eintritt frei)



Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

Bis heute übt sein Gesamtwerk eine nachhaltige Faszination aus. Als Universalkünstler beherrscht Moser die Disziplinen Malerei, Grafik, Kunstgewerbe und Innenraumgestaltung ebenso wie Mode und Bühnenbild. Das von der Wiener Secession propagierte Gesamtkunstwerk lebt Moser in beeindruckender Weise vor. Er gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der Wiener Moderne, als einer der einflussreichsten Künstler des Wiener Jugendstils und zählt neben Gustav Klimt und Josef Hoffmann zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten des Wiener Kunstfrühlings.

Unter dem Titel „Wien als Bühne der Künste“ widmet sich das einleitende Kapitel dem Umfeld, das den jungen Moser prägt. Wien erlebt von 1860 bis 1890 eine rasante gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Ein erstarktes Großbürgertum ermöglicht den Künsten neue Betätigungsfelder. Moser wächst mit einer dynamischen Künstlergeneration heran, die auf eine hochwertige Tradition aufbauen kann. Prägend für Moser ist insbesondere der Gesamtgestaltungsanspruch des Historismus, der Architektur, Malerei und Bildhauerei bei der Realisierung von Ausstattungsprojekten an einen Tisch holt.

Das zweite Kapitel zeigt den jungen Moser als freischaffenden Künstler. Um sein Studium der Malerei an der Kunstgewerbeschule (1893–1895) bei Franz Matsch finanzieren zu können, betätigt sich Moser bereits ab 1888 intensiv als Illustrator für Bücher und Zeitschriften. Mit jungen Künstlerkollegen, die mit der dem Naturalismus verschriebenen Wiener Kunstszene zunehmend unzufrieden sind, schließt er sich zum Siebener-Club zusammen, aus dem später die Secession hervorgeht.

Das dritte Ausstellungskapitel widmet sich dem Architekten und „Vater der Moderne“ Otto Wagner sowie seiner prägenden Rolle für Mosers Werdegang. Wagner kritisiert den Einsatz historischer Stile und prägt den sogenannten Nutzstil. Die Einheit von Form und Funktion – „form follows function“ – wird zum Credo der Moderne. Wagners Ideen üben großen Einfluss auf die unter anderen beteiligten Gründungsmitglieder der Secession Gustav Klimt, Koloman Moser, Carl Moll, Josef Hoffmann und Joseph Maria Olbrich aus. Wagner ist es auch, der Moser gemeinsam mit Josef Hoffmann für eine Professur an der Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie vorschlägt. Letztendlich aber orientieren sich die Secessionisten an der Arts and Crafts-Bewegung, die der Realisierung der künstlerischen Idee den Vorrang vor der Funktion gibt.

Das vierte Kapitel zeigt Moser als Gründungsmitglied der Secession und Universalkünstler. Inspiriert vom Konzept des Gesamtkunstwerks der Secession widmet sich Moser nun ausschließlich der Ausstellungs-, Bühnen- und Innenraumgestaltung sowie der Mode. In Zusammenarbeit mit Josef Hoffmann entstehen Innenraumkonzepte, die als Wiener Raumkunst international bekannt werden. Ein berühmtes Beispiel ist die von Künstlern gestaltete Einrichtung des Palais für den Industriellen Nikolaus Dumba. Hans Makart stattet das Arbeitszimmer (1871–1873) aus, Gustav Klimt den Musiksalon und Franz Matsch das Speisezimmer (1897/98).

Um 1900 kommt es zu einer markanten stilistischen Zäsur. Ein flächiger, geometrisch reduzierter Ausdruck dominiert nun Mosers Entwürfe, der Quadratdekor wird zu einem seiner Markenzeichen. Der sogenannte Wiener Stil ist geboren. Gemeinsam mit Josef Hoffmann und dem Mäzen Fritz Waerndorfer gründet Koloman Moser schließlich die Wiener Werkstätte (1903), die die kompromisslose Umsetzung des Gesamtkunstwerks ermöglicht. Als ein Höhepunkt der Ausstellung entführt dieser Ausstellungsbereich in die beeindruckende Fülle von in der Wiener Werkstätte entstandenen, zeitlos schönen Innenraumgestaltungen, Möbeln, Metallgegenständen, Lederarbeiten und Schmuck.

Die zunehmende Abhängigkeit von einem kleinen Kreis von Mäzenen veranlasst Moser im Jahr 1907 zum Austritt aus der Wiener Werkstätte. Moser startet einen neuen Abschnitt in seiner künstlerischen Laufbahn und widmet sich bis an sein Lebensende 1918 fast ausschließlich der Malerei. Das letzte Ausstellungskapitel gibt einen Überblick über Mosers malerisches Spätwerk, mit dem er an den Ausgangspunkt seines Schaffens zurückkehrt.

Gleichsam als roter Faden begleitet eine reich illustrierte Chronologie zu Mosers Schaffen durch die Ausstellung.

BesucherInnen der Ausstellung erhalten mit dem MAK-Ticket ermäßigten Eintritt zur Ausstellung Anwendungen. Koloman Moser und die Bühne im Theatermuseum (bis 22. April 2019), die erstmals Mosers Theaterarbeiten in ihrer Gesamtheit zeigt – von der intimen Kabarettbühne bis zur großen Opernausstattung.

[pge]

Ausstellungsansicht, Koloman Moser, wandfeste Einrichtung für ein Schlafzimmer im Haus Moser, 1901
© Aslan Kudrnofsky/MAK

Koloman Moser, Entwurf für das Südfenster der Kirche St. Leopold am Steinhof, 1905/06
© MAK/Georg Mayer

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