Passwort vergessen?
 
Neuen Account erstellen
 
Warum registrieren
 
Ausstellungsbericht
DruckenArtikel als pdf anzeigen

Hommage à Beethoven
Buchskulptur Márton Barabás
© Márton Barabás
  

Das Haus der Musik präsentiert in dieser Kabinettausstellung beeindruckende Objekte an der Grenze von Hören und Sehen des ungarischen Bildhauers und Malers Márton Barabás. Als ein Künstler, der sich der künstlerischen Transformation von verworfenen Klavieren und Büchern widmet, zeigt Barabás zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens Plastiken, Buchobjekte sowie bemalte Klavierdeckel undversucht dabei die Poesie der Musik Beethovens ins Visuelle zu übersetzen.

von: 11.Sep 20
bis: 21.Mar 21


Haus der Musik
Seilerstätte 30
1010 Wien, AT
Tel: +43 1 516 48 0
Fax: +43 1 512 03 15
Email: info ::: hdm. at
https://www.hausdermusik.com/

Öffnungszeiten:
tgl. 10 - 22 Uhr




Karten mit Ziel und
momentanen Standort anzeigen

2020 jährt sich der Geburtstag des Musikgenies zum 250. Mal. Das Klangmuseum in der Wiener Innenstadt begeht das Jubiläum mit zahlreichen Highlights: Neben dem Beethoven-Raum in der Dauerausstellung – dieses Jahr um wertvolle Exponate als Leihgabe der Österreichischen Nationalbibliothek erweitert – und neuen Musikvermittlungskonzepten, setzt sich nun die neue Sonderausstellung im Innenhof mit dem Phänomen Beethoven auseinander.

Barabás, langjähriger Dozent der METU Universität Budapest und Mitglied der Ungarischen Kunstakademie, schafft aus Büchern und verworfenen Klavieren neue Skulpturen und bemalte Flachplastiken. Seine Buchskulpturen, Kompositionen aus in Büchern eingelassenen Objekten, stellen eine Grenzüberschreitung vom Hör- ins Sichtbare dar. Der Bildhauer spricht von einer Art zweiter Stimme, die durch die Seiten herauszutreten scheint - erfahrbar wird sie allerdings nur optisch.

Die Poesie der Musik ins Visuelle zu übertragen ist das Motiv, das sich wie ein roter Faden durch Barabás Werk zieht. In der Sonderschau nimmt der Künstler dabei immer wieder auf das umfangreiche Klavierwerk Beethovens Bezug, etwa durch die Schaffung eines Multiples: Ausgestellt sind transparente Gesichtsreliefs des Komponisten, die Anstoß geben, sich in das Genie hineinzuversetzen, durch seine Augen zu sehen.

Darüber hinaus werden Plastiken und Buchobjekte sowie die raumgreifende Installation "L. Van Beethoven 250" aus bemalten Klavierdeckeln kombiniert mit kleineren Skulpturen zu sehen sein. Die feine Ästhetik der Objekte und Malereien spricht für sich: Universell und dabei zutiefst persönlich, ebenbürtig jener Musik, an die sie anzuknüpfen sucht. So scheinen Reliefs leicht im Raum zu tanzen und Klavierdeckel sich wie Fenster auf abstrakte Klangbilder zu öffnen.

Auch wenn Barabás Schaffensprozess auf den ersten Blick stark an die Tradition des Objet Trouvé erinnert, liegt es ihm nicht an einem Hinterfragen gängiger Kunstpraxis und deren Rezeption. Der Umgang mit den gefundenen Objekten fokussiert nicht auf deren Alltäglichkeit und eigentliche Wertlosigkeit, sondern betont ihre Kostbarkeit und will genau diese wieder hervor streichen.

Der Bildhauer wünscht sich, den alten Klavieren eine zweite Chance zu geben, sie sozusagen noch einmal mit Leben zu erfüllen. Dabei entlockt er den zerstörten Instrumenten eine neue Poesie, die an repetitive Melodien erinnert. Es geht ihm auch um die Wertschätzung des Handwerks: Sowohl des Mechanikers und Instrumentenbauers, als auch des Buchbinders im Falle seiner Buchobjekte.

Diese künstlerische Art des Recyclings, gerade in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung ein höchstrelevanter Prozess, sucht nach einer neuen ästhetischen Dimension für verworfene Objekte der Hochkultur - und findet sie im visuellen Ausdruck. Dass es sich sowohl bei den alten Instrumenten, als auch bei den Büchern um Medien handelt, die mehr und mehr Konkurrenz durch immer neue technische Errungenschaften erhalten, verdichtet nur Barabás Wunsch nach einer wertschätzenden Form der Auseinandersetzung.

Die Kabinettausstellung wurde in Kooperation mit WIENBEETHOVEN2020 verwirklicht, Informationen zu sämtlichen Aktivitäten des Wiener Beethovenjahres finden Interessierte unter

www.wienbeethoven2020.at Logo WienBeethoven2020

[pge]

Márton Barabás: endloses Kippen - op 1156
© Márton Barabás

Márton Barabás at his studio
© Márton Barabás

Kommentare
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

3.26 Copyright (C) 2008 Compojoom.com / Copyright (C) 2007 Alain Georgette / Copyright (C) 2006 Frantisek Hliva. All rights reserved."

 
Drucken
Lifestyle Ausstellungsberichte

Renate Bertlmann - Carlone Contemporary
20.Feb 20 - 31.Jan 21
Oberes Belvedere

Nach uns die Sintflut
19.Sep 20 - 14.Feb 21
KunstHausWien

Hommage à Beethoven
11.Sep 20 - 21.Mar 21
Haus der Musik

Groteske Komödie - Lodovico Ottavio Burnacini
8.Oct 20 - 12.Apr 21
Theatermuseum

Utopien und Apokalypsen - Die Erfindung der Zukunft in der Literatur
8.Oct 20 - 25.Apr 21
Literaturmuseum der ÖNB

Wiener Fürstenfiguren - Gotische Meisterwerke des Stephansdoms
14.May 19 - 14.May 22
Unteres Belvedere

Suche nach Ausstellungen

Titel 
Lokalität 
Datum 
yyyy-mm-dd or yyyy-mm
GO

  smsParkschein - Das App zum Erstellen einer SMS an Handy Parken
 

 

 
iLifestyle - Das App von Lifestyle -das gute Leben im Internet